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Natural History Mussum Library
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72 L
Das
(liiadersandsteingebirge
oder
Kreidegebirge
in
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von
Hanns Bruno Geinitz.
Mit 12 Steindrucktafeln.
Freiberg,
Druck und Verlag von Graz & Gerlach. 1849 — 1850,
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Vorwort,
fXewagt wird es Manchem erscheinen, inmitten politischer und sozialer Umwälzungen für exacte Wissenschaften ein Interesse beanspruchen zu wollen, und theilnahmlos an den gewaltigen Zeitereignissen wird der erscheinen, welcher von einer glücklichen Insel aus die Stürme des Ozeans, welche dieselbe umtosen, auf Augenblicke wenigstens zu vergessen sucht, — allein die Wissenschaft fordert es selbst, gerade jetzt, wo kein Wahlspruch vollere Geltung hat als jener alte: ,, carpe diein ! “ siefordert, dass jetzt Irrthümer berichtiget werden, welche zum Theil wenigstens später so leicht nicht beseitiget werden könnten.
Die Denkmäler einer früheren Weltepoche zu schildern gilt es, jener Zeit, in welcher die mächtigen Massen des Quadersandsteines und der Kreide aus weitausgedehnten Meeren sich abgelagert haben, die einen grossen Theil der alten sowie der neuen Welt bedeckt hielten, einer Epoche, in welcher zahllose Arten von Geschöpfen gelebt haben und wieder verschwunden sind, welche der gegenwärtigen Schöpfung fremd blieben.
Die Revolutionen, welche der Erdball in dieser Epoche, wie überhaupt in früheren Zeiten, mehrfach erlitten hat, waren unendlich viel grösser als alle politischen es je sein
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IV
können, und dennoch trat nach ihnen stets eine glückliche Ruhe auf unserem Erdhalle wieder ein, und eine neue, vollkommenere Weltepoche begann, so wie nur die durch unterirdische Kräfte erregten Wogen sich wieder besänftiget hatten. So auch wird das erregte politische Meer wieder ruhiger werden und klarer, es wird Vieles, das darin gealtert und veraltet ist, begraben, allein auch Manchen, der in ihm auf Raub ausging, nur als Petrefact noch der Nachwelt überliefern.
Für jene Zeit, welche hoffentlich nicht mehr so fern liegt, als es uns jetzt erscheint, sind diese Blätter geschrieben. Die Wogen mögen sie unterdessen an ent- ferntere Küsten tragen, damit man auch dort das für Deutschland entworfene Bild mit Bekanntem vergleichen kann.
Im October 1848.
Ouad ersandsteing*ebirg*es.
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Das (liiadersandsteiiigeMrge im Allgemeinen.
Nicht Neuerungssucht ist es, dass ich den einge- bürgerten Namen „ Kreidegebirge “ mit dem von „Qua- dersandsteingebirge“ vertausche. Der alte Name passt nicht mehr für das neue Gewand. Die wahre Kreide tritt nicht in der Selbstständigkeit auf, wie man bisher gemeint hat, sondern sie ist, in Deutschland wenigstens, nur ein untergeordnetes Glied jener mergeligen und kal- kigen Gesteinsbildungen, welche den Quadersandstein in einen unteren und oberen trennen. Schon dem Nicht-- Geognosten erschien es immer naturwidrig, wenn er den Quadersandstein als Kreidesandstein, wenn er den Pläner als Kreidekalkstein bezeichnet fand, und so Mancher hat wohl dabei an schwarze Kreide gedacht, wenn er von sächsischem oder böhmischem Kreidegebirge sprechen hörte. Zweckmässig wird diese Gruppe der hierher ge- hörigen Schichten in Hannover und Westphalen das Mer- gelgebirge genannt, denn auch für diese Gegenden musste der Bergmann den Namen „ Kreidegebirge “ nicht weni- ger unpassend finden als der Landmann, der hier wohl Mergel für seine Felder, jedoch niemals Kreide fand. Die Worte Quadersandstein und Quadermergel sind für Deutschland so bezeichnend und naturgemäss, dass sie sich überall leicht Eingang verschaffen können.
1 *
4
Das Quadersandsteingebirge umfasst im Allgemeinen jene Gruppe von Gebirgsschichten, welche nach der Bil- dung des Oolitben- oder Juragebirges, mit Einschluss der Wealden oder Wälderformation, und vor der Entstehung des Molassen-, Tertiär- oder Braunkohlengebirges ent- standen sind, eine Reihe von sandigen, mergeligen und kalkigen Ablagerungen. Einige derselben haben unter einander vollkommene Aehnlichkeit, wie der obere und untere Quadersand stein, oder ein jüngerer und ein älterer Grünsand, während andere Schichten lokaler Ursachen halber schon in geringer Entfernung ihren Charakter auffallend verändern. So kann z. B. an einem Orte eine grüne sandige Schicht eine gelbliche kalkige Schicht an einem anderen Orte vollkommen vertreten. Daher ist es von eben so hoher Wichtigkeit, hei einer systematischen Anordnung der zu diesem Gebirge gehörenden Schichten auf ihre geognostischen Lagerungsverhältnisse und die Versteinerungen in ihnen Rücksicht zu nehmen, als es unerlässlich wird, den petrographischen Charakter des Gesteines selbst zu beachten, und desshalh gebrauche ich für alle mergeligen Zwischenlagerungen im Quadersand- steine den Namen „ Quadermergel während unter „Grün- sand, Plänerkalk, Plänermergel , Plänersandstein, Flam- menmergel, Kreidemergel, Kreide “ und anderen bekannten lokalen Ausdrücken nur noch die Reschaffenheit des Ge- steins bezeichnet werden soll; die Vortheile dieses Ge- brauches werden sich bald zur Genüge herausstellen.
Für Deutschland gilt folgendes Bild, dessen Wahr- heit die nachstehenden Mittheilungen über die Lagerungs- Verhältnisse in den verschiedensten Gegenden Deutsch- lands, wie ich hoffe, zur Genüge beurkunden werden :
Das Quadersandsteingebirge in Deutschland.
/. Oberer Quadersandstein, zum Theil mit Schieferthon und Quaderkohle.
1.
Oberer Qua- dermergel.
II. Quader mergel .
3.
Mittler Qua- dermergel.
Unterer Qua- dermergel.
Obere weisse Kreide mit Feuer- \ steinen, Tuff kreide , Kreidemer- /gel, chlorilische Kreide oder 2 Grünsand. Plänermergel in Boh- emen bei Reuss.
I Untere weisse Kreide, oberer /Pläner oder Plänerkalk, chlori* (tische Kreide oder Grünsand,
/ Unterer Pläner oder Pläner- I mergel und Plänersandstein, auch J Flammenmergel, Grünsand, Hip- \ puritenschichten , Conglomerat- i schichten, Römer’ s Hilsconglo- \merat von Essen.
III. Unterer Quadersandstein, in seinen oberen Schich- ten in den Grünsand des unteren Quader- mergels verlaufend , zum Theil mit Schie- ferthon und Quaderkohle.
IV. Hilsthon und Hilsconglomerat — Neocomien.
Das Quadersandsteingebirge von Deutschland darf nicht isolirt betrachtet werden; denn es hat seine inni- gen Anknüpfungspunkte an dem von Belgien, Frankreich, der Schweiz, England, Dänemark, Schweden, Galizien und Polen. Dank sei es den Bemühungen eben so un- ermüdeter als ausgezeichneter Forscher, dass es jetzt möglich geworden ist, diese Formation, welche von Osten bis Westen, von Norden bis Süden in Europa verbreitet und mächtig entwickelt ist, mit der in Deutschland er- folgreich vergleichen zu können.
In seiner Paleontologie francaise, terrains cretaces, 1840 — 1848, giebt Alcide d’Orbigny im zweiten Bande (1842) eine Classification des Kreidegebirges von Frankreich,
Classification naturelle des terrains cretaces de la France
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welches vier ansehnliche Becken erfüllt, das von Paris, das pyrenäische, das der Loire und das mittelländische Becken.
Die Richtigkeit dieser Classification hat bereits all- gemeine Anerkennung gefunden , und noch in der neuesten Zeit wurde von Fitton *) dargethan, dass das Neocomien von Frankreich dem unteren Grünsande von England entspreche, während früher schon Gideon Mantell durch seine Geology of Sussex* 2) im upper oder flinty chalk die obere Kreide, im grey chalk marl die untere, oft chloritische Kreide, im blue chalk marl aber den Gault von England kennen gelehrt hat. Dem Letzteren setzt d’Orbigny auch dem Speeton clay gleich, dessen Versteinerungen Phillips 3 4) bekannt gemacht hat. Indessen gehört dieser wohl zu dem Neocomien oder dem diesem entsprechenden Hilsthone, dessen Vorkommen auch auf der Insel Helgoland durch Adolph Römer und neuer- dings durch WieheP ) dargethan worden ist.
Vergleicht man das Quadersandsteingebirge von Deutschland mit dieser Classification, so ergiebt es sich klar, dass hier der Quadersandstein mit dem ihn tren- nenden Quadermergel der Etage de la Craie von d’Or- bigny, welche die weisse und die chloritische Kreide oder das Terrain senonien und Terrain turonien umfasst, entspricht, und dass das Neocomien durch Römer’s Hils- thon und Hilsconglomerat vollkommen vertreten wird. Doch, „wo ist der Gault?“ höre ich fragen; — man kennt ihn in Deutschland noch nicht; — „und Quader- sandstein über der weissen Kreide?“ — die folgenden Blätter werden die Antwort nicht vorenthalten.
*) A Stratigraphical Account of the Section from Atherfield to Rocken End, on the South -west coast of Isle of Wight. By William Henry Fitton. Quaterly Journal of the Geological Society. London 1847, p. 289 etc.
2) The Fossils of tlie -South- Downs, or Illustrations of the Geo- logy of Sussex, London, 1822.
3) Illustrations of the Geology ofYorkshire, Pari. I., London, 1835.
4) Die Insel Helgoland, von K. W. M. Wiebel. Hamburg, 1848.'
II.
Das QuadersaMsteingebirge in den verschiedenen Theilen Deutschlands und den angrenzenden Ländern.
1, Einleitung.
Als im Jahr 1839 das erste Heft meiner „Charak- teristik der Schichten und Petrefacten des sächsisch- böhmischen Kreidegebirges“ erschien, war dem Quader- sandsteingebirge von Deutschland erst geringe Aufmerk- samkeit geschenkt worden. Höchst unvollkommen nur waren damals die Lagerungsverhältnisse dieser Forma- tion bekannt und ausser den trefflichen Abbildungen von Gold fass in seinem unentbehrlichen Prachtwerke: „Petre- facta Germaniae , Düsseldorf 1826 — 1844 “ und den lehrreichen Mittheilungen von Bronn in seiner „ Lethaea geognostica, Stuttgart 1837 — 1838,“ war die Kenntniss der Versteinerungen in ihr fast nur auf einzelne mono- graphische Bearbeitungen von Geschlechtern beschränkt, unter welchen v. Buch’ s Schriften über Ammoniten und Terebrateln obenan stehen.
Sowohl der Mangel an Vorarbeiten, als die meist nur imvollkommene Erhaltung der Versteinerungen im Quadersandsteine, trugen wesentlich dazu bei, die Be- Stimmungen derselben zu erschweren. So schlichen sich mehrfache Irrthümer in die Charakteristik ein, die ich
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zwar an anderen Orten später zu berichtigen suchte, die aber dennoch , namentlich hei der Mangelhaftigkeit der beigegebenen Abbildungen, den Gebrauch des Buches er- schweren. Unmöglich kann ich die sich jetzt mir dar- bietende Gelegenheit vorübergehen lassen, gegenüber den nachsichtigen Beurtheilern dieser Schrift jene Fehler wieder gut zu machen und die Abbildungen mit rich- tigen Erklärungen zu versehen. Unrichtigkeiten des Textes sollen in den nachstehenden Tabellen ihre Er- ledigung finden. Die geognostische Bearbeitung dagegen und die Anordnung der Schichten in jene fünf Etagen ist mit Ausnahme der Stellung des böhmischen Plä- nermergels noch jetzt vollkommen gültig und wird es, trotz aller späteren Anfeindungen in Bezug auf den oberen Quadersandstein gegen Professor Naumann , den Entdecker desselben, und mich, hoffentlich immer auch bleiben.
Wurde der obere Quader von Friedrich Adolph Römer als selbstständige Gehirgsart fast ganz ignorirt, wurde diese Bildung auch später von Anderen, mit Ausnahme des Br. Giebel in der jüngsten Zeit nicht anerkannt, und mussten wir neuerdings noch wegen des oberen Quaders unwürdige Vorwürfe von Br. Carl Rominger1) annehmen , wiewohl derselbe ihn an der Heuscheuer und hei Kieslingswalda seihst gesehen hatte, so hat sich dennoch seine Existenz an den entferntesten Orten von Deutschland, ja sogar noch über Deutschlands Grenzen hinaus, vollkommen bestätiget.
Friedrich Adolph Römer' s verdienstliches Werk „ die Versteinerungen des norddeutschen Kreidegebirges , Han- nover 1841,“ welche Schrift fast gleichzeitig mit den zwei letzten Heften meiner Charakteristik erschien, gieht das erste vollständigere Gemälde des norddeutschen Qua- dersandsteingebirges. Wer die grossen Schwierigkeiten kennt, die sich solch einer Arbeit entgegenstellen , wird gewiss auch diesem Verfasser die nachsichtige und
A) Leonhard Bronn’ s Jahrbuch 1847. p. 641.
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freundliche Aufnahme seiner Schrift nicht versagt haben, um welche er in seinem Vorworte bittet.
So weit ich die Lagerungsverhältnisse der von Rö- mer untersuchten Gegenden durch eigene Anschauung kenne, so sind sie im Allgemeinen richtig dargestellt; Römer hat das Verdienst, in seinem Hilsthone und Hils- conglomerate in Deutschland zuerst das Neocomien nach- gewiesen zu haben ; den Vorwurf aber kann derselbe nicht zurückweisen, dass er im deutschen Quadersand- steingebirge zu viel Abtheilungen annimmt, dass sein Gault keineswegs die Berechtigung einer selbstständigen Gruppe hat, dass sein Hilsconglomerat gleichfalls einer näheren Untersuchung bedarf und dass er den oberen Quadersandstein nicht gehörig gewürdiget hat. Was die Benennungen der Versteinerungen anlangt, so werde ich damit verfahren, wie mit jenen in meiner Charak- teristik, und in einem späteren Anhänge zum besseren Gebrauche dieses wichtigen Werkes Berichtigungen fol- gen lassen.
Während meine Untersuchungen sich später auf das Quadersandsteingebirge von Schlesien1) ausdehnten, be- gann Dr. August Emil Reuss , die Versteinerungen von Böhmen zu studiren, nachdem er schon vorher einen Theil des mühevoll von ihm gesammelten Materials dem dritten Hefte meiner Charakteristik freundliehst einver- leiht hatte. Wie es stets sein sollte, der Schüler hat den Lehrer weit übertroffen und sein werthvolles Werk, „ die Versteinerungen der böhmischen Kreideformationy Stuttgart 1845 — 1846 ist ein Muster von Fleiss und Genauigkeit. Immer wird es für das Studium des deut- schen Quadersandsteingebirges, und namentlich für die Bestimmung der Versteinerungen in Mitteldeutschland hei weitem das wichtigste 1 Hilfsmittel bleiben. Stellt er aber darin den unteren Quadersandstein dem unteren Grünsande der Engländer gleich, so verfällt er dadurch
*) Die Versteinerungen von Kieslingswalda und Nachtrag zur Charakteristik , 1843.
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in denselben vor ihm von Römer und mir begangenen Fehler, und erkennt er im böhmischen Plänermergel den Gault, so kann ich ihm auch hierin nach meinen neueren Erfahrungen nicht mehr beipflichten, sondern glaube vielmehr mit Rominger (a. a. 0.), dass diese Mergel über dem Plänerkalke liegen, dass sie dem Ba- culitenkalke anderer Gegenden entsprechen und dass sie daher dem oberen Quadermergel mit einzureihen sind.1)
Die Kreide von Rügen lehrte v. Hagenow 2) in einer Reihe von Abhandlungen in dem Jahrbuche für Minera- logie von Bronn und Leonhard kennen, und in der neuesten Zeit hat Dr. Joseph Müller eine „Monographie der Petrefacten der Aachener Kreideformation , Bonn 1847 “ begonnen, welche Schrift voll interessanter Mit- theilungen über die Versteinerungen des oberen Quader- sandsteingebirges ist.
Offen habe ich hier mein Urtheil über die eben genannten Schriften niedergelegt. Männer von Fach und Solche, die im Besitz einer grösseren Bibliothek sind, bedurften desselben nicht, allein Anderen wird es will- kommen sein, die Quellen kennen zu lernen, aus welchen sie künftig schöpfen wollen, um sich mit Vorsicht am Tranke zu laben.
*) Zu der letzteren Ansicht neigt sieh in der neuesten Zeit mein geehrter Freund auch seihst hin, nur fehlte ihm bis jetzt noch che nöthige Zeit, diese Frage ganz zu erledigen. Was aber den Vergleich des böhmischen und sächsischen unteren Quaders mit dem unteren Grünsande der Engländer anlangt, so ist ja die richtige Stellung der englischen Grünsande seihst erst in der jüngsten Zeit bestimmt wor- den, und der Blackdown - Sand , den wir nach Fitton’ s Ueherlieferun- gen dem unteren Quadersandsteine gewöhnlich verglichen, bedarf ja seihst noch einer Revision. Er entspricht dem deutschen Quader sicher am meisten.
2) Monographie der Rügenschen Versteinerungen, 1839, p. 253; 1840, p. 631; 1842, p. 528.
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2. Aachen, Mastricht, Lüttich und Verviers«
Dass die verschiedenen Bildungen der Kreide- oder Quadersandsteinformation in der Gegend von Aachen und von dort his zur Maas der jüngsten Epoche derselben angehören, wurde von Adolph Römer nachgewiesen und von Ferdinand Römer1) bestätiget; dass aber nahe hei Aachen und zwar im Aachener Walde, südwestlich von Ronnheide 2) Quadersandstein mit Pecten quadricostatus und Lima multicostata in horizontalen Schichten den oberen Kreidemergel überlagert, und dass auch in der Nähe von Verviers Quadersandstein mit Relemniies mu- cronatus noch über der weissen Kreide liegt, sind Ent- deckungen der neuesten Zeit.
Bei Aachen sah ich ihn selbst am 21. August 1848 auf einer Excursion mit. Pr. Müller, der ihn zwei Tage vorher, in Folge unserer gegenseitigen Mittheilungen dort aufgefunden hatte, und hei Verviers hat ihn de Köninck entdeckt. „Je l’ai!“ antwortete mir der gelehrte Pro- fessor, als ich am 20. August denselben fragte, ob er nicht oberen Quadersandstein in Belgien oder in Frank- reich kenne.
Wie an dem Lusberge 3) bei Aachen und wie in dem Aachener Walde, so erkennt man auch dicht vor der Stadt am sogenannten Schindanger folgende Lagerung:
Grünsand mit ocherigem Sande, welcher letztere viele Conglomerate von Petrefacten enthält, bildet die tiefsten Schichten, über die sich ein gelblicher Kreide- mergel mit cbloritischen Punkten, demnach chloritische Kreide, mächtig auflagert. In dieser finden sich sowohl
*) Ucbcr die zur Kreideformation gehörigen Gesteine in der Ge- gend von Aachen. Leonh. Dronn’s Jalirb. 1845, p. 385.
2) Der ersten Station auf der Aachen - Lütticher Eisenbahn, dem Orte, wo die bekannte Dampfmaschine zum Emporziehen der Wagen- zöge aufgestellt ist.
:5) Lüsberg === Luisberg = Louisberg = Lausberg.
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einzelne untergeordnete Lettenschi eilten mit Araucaria Reichenbachi oder Gryptomeria primaeva, als auch eine Menge Lagen von Feuersteinen, welche nach oben hin immer zahlreicher werden. Diese Schichten erstrecken sich westlich aber bis nach Vaels und Gemenich . Q
Hat man dieselben Bildungen auf dem Wege nach dem Aachener Walde durchschritten, so gelaugt man in Schichten von losem gelblichem Sand ( Quadersand ), die den Quadersandstein unmittelbar unterlaufen.
Jenem Sand in der Nähe von Aachen hat man bis- her ein viel jüngeres Alter zugeschrieben, was sehr na- türlich war, da man den Quadersandstein darüber nicht kannte; ein Theil von ihm mag es auch sein, welcher aber, werden die sorgfältigen Untersuchungen Dr. Mül- lers wohl bald uns lehren.
Dass indess das Vorkommen von Quadersand unter dem Quadersandsteine bei Aachen nicht vereinzelt da- stelü, lehrte uns sein ganz ähnliches Vorkommen hei Haltern in Westphalen.
Dein Mergel von Vaels entspricht nach F. Römer der weisse Kalkmergel am Vetschauer Berge,* 2) eine Stunde nördlich von Aachen, in welchem jene kleinen Korallen so häufig sind, die in dem Mergel von Vaels vermisst werden.
Diese Localitäten aber, so wie auch die Steinbrüche von Kunraad , 3) einem Dorfe zwischen Heerlen und Fal- kenberg (Fauquemont), wo gelbliche Mergel mit festen Bänken von Kalkstein wechseln, zeigen durch ihre Ver- steinerungen deutlich den Uebergang von den Mergeln von Vaels zu dem berühmten Gesteine von Mastricht, welches auch hei Falkenberg in unterirdischen Stein- brüchen und an manchen anderen Stellen der Thalabhänge
*) Auch Gimnich.
2) Hier findet sich aber auch eiu krystallinischer Trümmerkalk oder ein grünkörniger kalkiger Sandstein, wie man ihm an mehreren Orten des Harzes begegnet.
3) Auch Kunrad = Kiinraad = Könraad = Cunrad = Kun- dert = Ivumraede.
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aufgeschlossen ist. F. Römer hat es überhaupt a. a. 0. schon nachgewiesen und ausgesprochen, „dass die Ver- schiedenheit des Ivreidetuffes von Mastricht von den muschelführenden mehr sandigen Bildungen des Luis- herbes bei Aachen und den Mergeln von Vaels in Bezug auf die organischen Einschlüsse und die petrographische Beschaffenheit nicht grösser sei, als diese wieder von den gleichstehenden Ablagerungen anderer Gegenden z. B. dem Mergel von Osterfelde, Coesfeld oder dem Salzberge hei Quedlinburg abweichen. “
Kaum ist in den Annalen der Wissenschaft eine Lokalität öfter genannt worden, als es der Petersberg von Mastricht mit seinen labyrinthischen unterirdischen Steinbrüchen, in welchen Napoleon im Jahre 1803 nicht weniger als 1665 Gänge1) zählen liess. Faujas-Saint- Fond hat durch seine berühmte „Histoire naturelle de la montagne de Saint -Pierre de Maastricht, Paris 1 799 “ die Aufmerksamkeit aller Gebildeten auf diesen Ort gelenkt.
Das Gestein dieses mehrere hundert Fuss hohen Berges, der sich am linken Ufer der Maas bis über Vise hin erstreckt, ist ein leicht zerreiblicher gelblicher Kalk- stein, dessen untere Schichten mehrfache Feuersteinlagen enthalten und allmählig ganz weiss werden, was nament- lich dicht an dem Ufer der Maas der Fall ist. Hier lässt sich in dem Mastricht- Gestein die obere weisse Kreide nicht mehr verkennen und von den Ufern der Maas glaubt der Beschauer sich plötzlich nach Seeland versetzt, so ganz übereinstimmend sind die Verhältnisse hier wie in Stevensklint , und ForchhammeF s Limsteen 2) ist vollkommen gleich mit dem Kreidetuff von Mastricht . Die einander ganz gleichen Gesteine werden hier wie dort durch Sägen zerschnitten und so zum Bauen verwendet.
Die Kreide von Mastricht umschliesst nicht nur einen der grössten vorweltlichen Saurier, den Mosasaurus Hoff-
*) Mündliche Mittheilung des ältesten Führers am Petersberge, Gulix in Mastricht.
2) Geinitz, in Leonh. Br. Jahrb. 1846. p. 49.
manni , und die Ueberreste einer grossen Seeschildkröten der Clielonia cretacea Keferstein, sondern auch zahllose andere Meeresgeschöpfe, unter denen die kleinen Korallen, ganz wie im Limsteen auf Seeland , eine hochwichtige Rolle spielen. Sie wurden zum grossen Theile schon von Faujas beschrie- ben und abgebildet, und werden in den schönen Samm- lungen des Herrn Apotheker Henckelius in Mastricht und seines Gehülfen Herrn Bosquet bewahrt. Diese hier auf- gehäuften und mit der grössten Liberalität gezeigten Schätze werden jeden Paläontologen auch für eine lange Reise vollkommen entschädigen.
Mit diesen unteren oder weissen Schichten der oberen Kreide von Mastricht stimmen die Kreideablagerungen von Henri - Chapelle , nordöstlich von Verviers an der Strasse von Lüttich nach Aachen, und einigen anderen Orten im Thale der Maas überein, und über diesen Schichten liegt , wie früher schon mitgetheilt worden ist, der obere Quader- sandstein.
Kennt man bis jetzt, wie die vorstehenden Thatsachen es lehrten, in den Grenzen dieses Gebietes noch keine älteren Schichten dieser Formation als die des oberen Qua- dermergels und oberen Quaders, so lässt sich dagegen mit Sicherheit w ohl erw arten, dass man auch die älteren Schich- ten hier auffinden werde, wo das Quadersandstein- oder Kreidegebirge unmittelbar auf dem Kohlengebirge auf- gelagert ist. Haben doch bereits die Untersuchungen der benachbarten Gegenden an der französisch - belgischen Grenze herausgestellt, dass dort der untere Quadermergel sich vorfindet. Die jüngst von d’Archiac1) beschriebenen Versteinerungen seines Tourtia-Systemes jener Gegenden lassen die vollkommene Identität dieser Rildung mit dem unteren Pläner von Plauen bei Dresden und dem Grün- sande von Oberau an der Leipzig -Dresdener Eisenbahn zur Genüge erkennen.
4) Rapport sur les fossiles du Tourtia. Extr. d. t. II. 2. ser. Mem. geol. de France.
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3. Westphalen.
„Grünsand von Essen66 ist unter den Citaten der Fundorte von Versteinerungen gar häufig zu lesen, allein nirgends ist es hervorgehoben, dass dieser Grünsand drei Regionen des Quadersandsteingebirges angehört , nämlich dem unteren , dem mittleren und dem oberen Quader- mergel.
Erst der verstorbene Professor Becks in Münster lenkte die Aufmerksamkeit auf die Verschiedenheit jener drei Grünsandlagen und ihrer Zwischenbildungen in diesen Gegenden; und um das Verdienst dieses leider zu früh dahingeschiedenen Mannes in das rechte Licht stellen zu können, entlehne ich seinen bei dem Bergamte zu Essen 1843 eingereichten „Bemerkungen über die Gebilde, welche sich in den Ruhrgegenden an das Kohlengebirge anlegen und es zum llieil bedecken, “ folgende Mitthei- lungen :
„Die verschiedenen Glieder der Kreideformation, zu der diese Mergel gehören, haben ein Streichen von West nach Ost und ein gleichmässiges schwaches Fallen gegen Norden. Im Süden, gerade an der Grenze des Kohlen- gebirges, kommen die ältesten Glieder zu Tage, an man- chen Punkten, z. B. bei Essen, Steele nur ein einziges, das älteste, an anderen dagegen mehrere Glieder. Diese Schichten haben eine grosse Ausbreitung in der Richtung ihres Streichens, eine geringe in der ihres Fallens.
„ An einigen Stellen beobachtet man auch ein Ueber- greifen jüngerer Glieder über ältere, z. B. liegt im Grie- senbruche, gleich südlich von Bochum, der untere Pläner, das zweit - älteste Glied, unmittelbar auf dem Kohlengebirge, während gewöhnlich der unterste Grünsand dasselbe be- rührt.
„Bei einem Durchschnitte von Dellwig über Unna nach Königsborn lassen sich folgende 6 Glieder unter- scheiden :
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„Die erste Grünsandlage, eine an Versteinerungen so reiche, mit Bohnerz stark vermengte, braune und grüne Sand- oder Sandsteinmasse ist Römers Hilscon- glomerät.1) Sie erstreckt sich von der Gemeinde Spell- dorf zwischen Mülheim und Duisburg an bis in die Nach- barschaft von Unna.
„Der untere Pläner ist ein Thonmergel, der heim Zerfallen den zähesten Klei bildet, im nassen Zustande grau oder bläulich, trocken weisslich, ausgezeichnet durch eine unendliche Menge des Inoceramus mytiloides.
„Die zweite Grünsandlage besitzt eine grau - grünliche Farbe, hat meist thonig-kalkige Concretionen von unregel- mässiger Gestalt und verschiedener Grösse, eine geringe Festigkeit, dient jedoch bei Sölde als Baustein, und ent- hält weder Bohnerze noch Versteinerungen.2)
„Der obere Pläner ist mineralogisch und petrefacto- logisch dem unteren Pläner nahe verwandt.
„Die dritte Grünsandlage tritt nordwestlich von Dortmund an die Oberfläche und bildet dort einen schma- len Saum am nördlichen Fusse des Höhenzuges zwischen Dortmund und Unna. Ein gesättigtes Grün, ziemliche Festigkeit, unebener Bruch, gänzlicher Mangel an Bohn- erz, dagegen viele Petrefacten zeichnen ihn aus.
„Die jüngeren darauf gelagerten Mergel erstrecken sich nordwärts bis nach Dorsten an der Lippe und über Recklinghausen hinaus bis an den Fuss jener Sandstein- hügel, die zwischen dieser Stadt und Haltern liegen und
4) Die Versteinerungen lassen mir, dieser Annahme entgegen, kei- nen Zweifel übrig, dass dieser Grünsand dem unteren Quadermergel entspreche und in keinem Falle mit dem Hilsthone und Hilsconglomerate vereinigt werden kann.
2) Später wurden auch in ihm Versteinerungen entdeckt.
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unter dein Namen der Hardt oder Haard bekannt sind. Diese Mergel, im Allgemeinen Kalkmergel , sind in oryk- tognostischer Hinsicht sehr verschieden; jedoch sowohl ihre Lagerungsverhältnisse als die Versteinerungen in ih- nen, die an mehreren Orten an die Thierwelt der schrei- benden Kreide erinnern, sichern ihnen das hier angewie- sene Alter. Während aber die früheren Lagen wie Bänder an der Oberfläche erscheinen, gewinnt diese dagegen eine Ausdehnung in die Breite von mindestens einigen Meilen und bildet vielleicht die Grundlage des aufgeschwemmten Bodens im grössten Theile des Münsterschen.“
Der sehr unterrichtete Markscheider Herr Heinrich in Essen haute im Aufträge des Oberbergamtes auf die- sen Erfahrungen weiter, und seinem Eifer verdankt man genaue geognostische Karten und Durchschnitte, so wie eine sehr ausführliche Beschreibung der Lagerung und Verbreitung dieser Gehirgsschichten in jenen Gegenden. Das Bergamt zu Essen1) stellte mir auch diese Arbeiten wie die des Professor Becks wohlwollend zur Verfügung, wesshalb ich hier im Stande hin, auch ihnen noch einige Thatsachen zu entlehnen. Diese Untersuchungen, welche sich vorzugsweise über den nördlichen Theil des Essen- Werdenschen Bergamtsbezirks, oder die Gegend zwischen den Flussgebieten der Emsche und Ruhr verbreiten, be- stätigen die oben gegebenen Mittheilungen von Becks voll- kommen und dringen nur noch mehr in das Einzelne ein; namentlich sind dabei auch die Versteinerungen mit in das Reich der Betrachtungen gezogen worden.
„ Z w i s ch e n der E m s ch e und Ru h r erscheinen im Allgemei- nen folgende Mergelschichten auf einander gelagert, welche das Stein- kohlengebirge unmittelbar bedecken: 1) erster Grüns and, 2) un- terer Pläner, 3) zweiter Grünsand, 4) oberer Pläner, 5) dritter Grünsand, 6) unterer Kreidemergel.
„Der erste Grünsand wurde von A. Römer als Hilsconglo- merat bezeichnet, weil er aus einer Masse von Eisensilikat, dem soge- nannten Bohnerze , und Quarzkörnern besteht , welche , durch einen
4) Insbesondere habe ich die Güte der Herren Oberbergrath Heinz mann und Obereinfahrer E Ibers dankbarst zu rühmen.
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gelblichen ; graulichen oder grünlichen sandigen Kalkmergel zusammen- gehalten , ein conglomeratartiges Ansehen erhält und in diesem Zustande viel Festigkeit zeigt. Nicht selten und namentlich am Ausgehenden dieses Ghedes aber verschwindet diese Festigkeit , und das Gestein nimmt den Charakter eines gewöhnlich schmutziggelb oder braun ge- färbt eu Sandlagers von geringer Festigkeit an. Bei Spelldorf, wo es aus einem feinen , losen , schmutzig - grün gefärbten Sande mit vielen Eisensilikaten von unregelmässiger Gestalt besteht, ruht es unmittelbar unter dem aufgeschwemmten Lande und Gerolle, sich nach Süden an den flötzleeren Sandstein anlehnend, und nach Norden die Niederung beherrschend. Wenige Lachter unter dem Ruhrgrunde, östlich und westlich der Ruhr, ist das Vorhandensein desselben Lagers tlieils durch das Abteufen des Schachtes Immanuel und einiger Bohrlöcher, theils durch den Brückenbau zu Altstaden fast auf 2000 Quadratlachter, von Spelldorf an nach Norden und Nordost verbreitet, nachgewiesen. Mehr östhch gelegene Entblössungen desselben zeigen ein gröberes Korn in den Eisensilikaten und Quarzen und eine hellgrüne Farbe in dem thonigen Bindemittel. Ausgezeichnet schön , aber unter grosser Verschiedenheit in Färbung und Zusammensetzung, kommt dieser Grün- sand in den Schächten von Donauglück, Graf Beust, Ernestine, Elise, Joachim, Deimelsberger Erbstollen, Mathias, Helena Amalia, Sälzer und Neuack, Schölerpad, Hagen- beck, Wolfsbank, Neuwesel, Carolus Magnus und in den mehr nördlich von Essen niedergebrachten Bohrlöchern vor und erreicht dem Ausgehenden zu eine Mächtigkeit von 2 bis 10 Lachtern, während in einer grösseren Teufe - — dem Einfallen nach Norden — sich derselbe durchs chnittlieh zu 6 bis 64- LachtPr herausstellt.
„Der untere Pläner lässt folgende untergeordnete Glieder unterscheiden: 1) weissen und weisslich- gelben verhärteten. 2) grün- lich - weissen, 3) bläulich - grauen und 4) graulich - grünen Thonmergel, von denen das erste dieser vier Gheder den ersten Grünsand — aber doch nur in sehr geringer Breitenausdehnung am Ausgehenden — bis- weilen überlagert, und nicht selten in seinen untersten Schichten horn- steinartige Knollen und kleine Feuersteine führt. Dieses Ghed besitzt eine durchschnittliche Mächtigkeit von 2 bis 7 Lachtern: das zweite, dessen Mächtigkeit nach Osten hin mehr und mehr schwindet, so dass es in der Niederung des Herbrüger Baches durch das Bohrloch von Ausdauer kaum bekannt worden ist, von 4 bis 10 Lachtern, wobei es öfters graue sandige Schichten aufnimmt: das dritte, ein fetter Thonmergel, dessen Mächtigkeit nach Osten und Norden geringer wird, von 4 bis 8 Lachtern, und das vierte, welches mit sandigen Schich- ten wechselt, an Versteinerungen ganz arm ist, und bisweilen gänzlich fehlt, von 3 bis 8 Lachtern.
„Der zweite Grüns and ist von dem ersten mineralogischund petrefactologisch verschieden. In der hier untersuchten Gegend ist sein Ausgehendes nur am Fusse des Salkenberges bekannt, wo
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er als eine 6 — 8 Lachter mächtige Sandschicht von geringer Festig- keit, schmutzig - grüner Farbe und braunem Striche auftritt. Von hier aus erstreckt er sich ostwärts nach W ä 1 1 e n s ch e i d zu und ist in dieser nordöstlichen Richtung bis an die märkische Grenze überall durchbohrt worden. Bessere Aufschlüsse über ihn geben die Schächte von Ernestine, Graf Beust, Mathias, Helena Amalia und Carolus Magnus. Zwischen Graf Beust und Essen liegt er nur wenige Fuss unter Tage und erstreckt sich von hier in der Rich- tung nach Borbeck zu, wo er den oberen Pläner unterteuft.
„Der obere Pläner ist weniger thonig als der untere und nimmt dagegen mehr kohlensauren Kalk und Kieselerde auf. Von gelblich - grauer , bläulich - grauer oder gelblich - weisser Farbe führt er häufig Kalkspath und Schwefelkies. Seine Mächtigkeit beträgt durch- schnittlich 20 bis 25, ja sie erreichte in dem Bohrloche Concor dia sogar 33 Lachter. Aus ihm besteht die von vielen Seitenthälern un- terbrochene Hügelkette, welche vom Salkenberge über Stopp en - berg sich in nordöstlicher Richtung nach Wattenscheid zu er- streckt und nach Norden hin stark abflächt. Nach Westen hin dehnt er sich über die Niederung aus , in welcher sich die Zechen Helena Amalia, Carolus Magnus, Neucöln u. s. w. gelagert haben, und bildet den Hügel, auf dem das Dorf Borbeck steht, von wo aus derselbe nach Nordwesten zu bis in die Bauernschaft Gerschede ver- folgt werden kann, um hier den unteren Pläner zu überlagern und in dem Emscher Thale vom aufgeschwemmten Lande bedeckt zu werden.”
Die Versteinerungen in ihm sind nach Heinrich’s Angabe, so wie nach den von mir mitersuchten Exemplaren, von denen des unteren Pläners sehr abweichend. Die von Stoppenberg lassen mehr auf obe- ren als mittleren Quadermergel schliessen.
„Die dritte Grüns and läge, deren Ausgehendes zum grössten Theile vom aufgeschwemmten Lande bedeckt ist, wurde zuerst in der Niederung, ungefähr 600 Lachter von der Emsche entfernt, durch ein Bohrloch erkannt, in welchem man bei 9 Lachter Teufe, statt des Kohlengebirges, den oberen Pläner erreichte. Ihre Mächtigkeit betrug hier 84 Lachter. Feineres Korn , grössere Dichtigkeit der Masse, kleinere Glimmerblättchen und der gänzliche Mangel an sogenannten Bohnerzen unterscheiden diesen Sand von dem ersten und zweiten Grünsande. Seine Färbung ist reiner grün als bei diesen und der Strich ist hellgrün.“
Es ist derselbe Grünsand , welcher den auf der Höhe bei Osterfeld auftretenden Kreidemergel unterteuft.
„Der untere Kreidemergel, welcher in diesen Gegenden vom aufgeschwemmten Lande meist mächtig bedeckt ist, tritt \ Stunde nördlich von Osterfeld an dem Wege nach Bottrop mit seinen wohl- erhaltenen Versteinerungen wenige Fuss unter Tage auf. Von schmutzig- hellgelber, zuweilen ins Grauliche übergehender Farbe zeigt dieser Kreidemergel in mineralogischer Beziehung die grösste Aehnlichkeit
mit den oberen Plänerschicliten bei Stoppenberg, welcher auch seinen Versteinerungen nach diesen Schichten entspricht.“
Diese 6 Glieder des Quadersandsteingebirges werden in diesen Gegenden von einem Lager von Fliess oder feinem Sande bedeckt, welches nach Heinrich’ s Beobachtungen „einen beträchtlichen Theil der Niederung des Emscher Thaies beherrscht, nach Süden und Westen sich an die Hügel von Stoppenberg, Salkenberg, Mächtenberg, Sessen- berg und Rorbeck anlelmt, die Seitenthäler durchbricht, sich südlich von Essen bis nach Recklinghausen ausdelmt und hier die Höhe der jetzigen Meeresfläche mit 330 bis 340 Fuss übersteigt. Seine Mäch- tigkeit wechselt von einigen Fussen bis zu 8 bis 9 Lachter. Bis- weilen bildet es ein feines , mehlartiges Material von schmutzig - gelber Farbe, das unter dem Namen „gelber Mergel “ zur Verbesserung des schweren Kleibodens verwendet wird, an anderen Orten dagegen ist es anders gefärbt, wechselt mit einem Lager von Grand, enthält hier und da in seinen oberen Schichten fossile Holzstämme und andere zersetzte Vegetabilien und wechsellagert dann mit schmalen Schichten von Feuersteinen, knolligen Kieseln, grobkörnigen rothen Sandsteinen, abgerundeten Granitstücken und führt Raseneisenstein.“
Soweit Markscheider Heinrich, und nun, was die eigenen Augen sahen.
Auf mehrfachen Ausflügen, die ich von Essen aus mit meinen beiden der Gegend kundigen Begleitern, den Herren Sack und Brassert, zwei auch mit der Geognosie vertrauten Juristen, unternahm, hot sich mir hinreichende Gelegenheit dar, mich vom Vorhandensein und dem ver- schiedenen Charakter jener drei Grünsandlager zu über- zeugen. In einem neuangelegten Schachte auf der Zeche Boland, südlich von Oberhausen, hatte man eben folgende Schichten von oben durchsunken:
1) Grand 17 Zoll,
2) dritten Grünsand circa 5 Lachter,
3) Mergel, oberen Pläner, circa 1 Lachter,
4) den zweiten Grünsand circa 3 Lachter,
5) grünlich - blaue Mergel , unteren Pläner mit Inoceramus concentricus circa 6 Lachter,
6) den dritten Grünsand mit Eisensilikaten circa H Lachter.
Diese sechste Schicht, unter welcher unmittelbar das Kohlengebirge liegt, wird von den Arbeitern gewöhnlich als „rother Sand a bezeichnet. Sie enthält die charak-
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teristischen Versteinerungen des ersten Grünsandes, na- mentlich Ostrea diluviana und carinata, Spondylus striatus, Pecten asper, Nautilus elegans, grosse Ammoniten mit prächtigen Loben und Turrilites Essensis, welche am zahlreichsten und mannichfaltigsten in einem Bruche hei Frohnhausen, westlich von Essen, zu studiren sind. Auf diesen Ort und auf ihn fast allein beziehen sich die An- gaben von Goldluss und Römer in Bezug auf Versteine- rungen von Essen; die nahe liegende Zeche Salzer und Neuack verstattete eine hinreichende Einsicht in den un- teren Pläner mit seinen zahlreichen Exemplaren von Ino- c.eramus mytiloides; auf der Zeche Helena Amalia, nord- westlich von Essen, hatte man eben den zweiten Grünsand erreicht, in welchem wir Nautilus elegans, Spondylus spinosus, Terebratula carnea und T. gracilis oder pul- ehella sahen ; die Schichten des Pläners darüber waren auf der Zeche Neu - Cöln blossgelegt, wo wir in ihnen Scaphites aequalis, Nautilus elegans, Cerithium trimonile, Inoceramns ßrongniarti, I. Lamarki und I. Gripsi, Spondylus spinosus, Terebratula carnea, T. Mantellianea und Spatangus cor anguinum zu erkennen glaubten; und der dritte Grünsand, der so schön schon auf der Zeche Roland zu beobachten war, wurde in der Mergelkohle hei Osterfeld deutlich wieder erkannt, wo er vom gelblichen Kreidemergel überlagert wird«
Essen’s Versteinerungen aber sind in der dortigen Bergwerkssammlung, so wie in den schönen Sammlungen des Herrn Bauinspecter Sack in Essen und des der wissen- schaftlichen Welt rühmlichst bekannten Herrn Sack in Halle reichlich vertreten.
Der Grünsand und Kreidemergel von Osterfeld mit ihren zahlreichen Petrefacten haben ihre Aequivalente in den früher beschriebenen Schichten von Aachen ; Osterfeld bildet aber auch eine Brücke von den Ablagerungen bei Essen1)
*) Die westliche, südliche und östliche Verbreitung dieser Abla- gerungen ist auf der trefflichen geognostischen Karte von Sedgwick und Mur chi son dargestellt, welche auch der deutschen Bearbeitung ..die Rheinlande nach ihren geologischen Beziehungen, von G. Leon- hard, 1844“ beigefügt ist.
zu den nach Norden Westphalens sich erstreckenden Schich- ten des Qiiadersandsteingebh'ges.
Diese gelblichen Kreidemergel begleiten die Chaussee von Recklinghausen nach Haltern bis nahe an die Haard oder Hardt, welche vor Haltern sich aufthürmt.
Wer die Existenz eines oberen Quadersandsteines überhaupt kennt und wer das Fallen der dortigen Schich- ten nach Norden nicht ganz ignoriren will, der kann hier keinen Augenblick mehr zweifeln, dass dieser Berg ein Product des oberen Quaders sei.
Wie in dem Aachener Walde, schreitet man auch hier in den Schichten des oberen Quadersandes empor, bis man an die schichtenförmig gelagerten Platten und Knollen von Quadersandstein gelangt, welche noch mehr- fach mit losem Sande abwechseln.
Dieser Sandstein gleicht in seiner Zusammensetzung eher einem Süsswasserquarze als dem gewöhnlichen Qua- dersandsteine, so reich an Kieselerde ist hier das Binde- mittel. Und während diese die feinen Quarzkörner zu festen, oft glasartigen Massen verkittet hat, fehlte den nahe bei ihnen liegenden Körnern das Bindemittel, welches erforderlich war, um aus dem Quadersande einen Sand- stein zu schaffen. Wie überall, also zeigt sich auch liier das eigenthümliclie Verhalten der gallertartigen Kieselsäure, die sich nach einzelnen Punkten hin concentrirt und da- gegen andere Stellen verschont. Ein anderes Bindemittel war hier nicht mehr vorhanden, nachdem schon die krei- digen oder mergeligen Ablagerungen sich aus dem Meere abgesetzt hatten.
Wie auf der Haard, sollen auch die Verhältnisse zwischen Sand und Sandsteinblöcken auf dem nahe hei Haltern gelegenen Annaberge sein , dessen kieselreiche Quader sandsteinknollen , jene Feuersteine des oberen Qua- ders, viele Meilen weit bis an die Grenze von Hannover als treffliches Material auf Chausseen im Münsterschen verwendet werden. Auch die hohe Mark hei Haltern besteht aus oberem Quader.
Und welche Fauna in dem oberen Quader der Haard! Pecten quadricostatus und P. muricatus, Lima multi- costata und Pinna quadrangularis , eine kleine Ostrea, wahrscheinlich 0. vesicularis, Turritella multistriata und viele Schwämme sind hier in Masse vorhanden.
Der obere Quadermergel , allermeist als gelblicher Kreidemergel auftretend, bildet die Grundlage der oberen Quader oder deren Zerstörungsproducte im grössten Theile des Münster sehen. Zu den letzteren mögen jene Sand- dünen gehören, welche die Dülmener Heide bedecken. In der Nähe von Dülmen ist dieser Mergel an verschie- denen Orten zum Vorschein gekommen, und verbreitet sich hier in der Pachtung nach Coesfeld, von wo er sich nördlich nach Legden zieht, um bei Ahaus von der Kreide verdrängt zu werden.1) Nach Römer2) bildet er als ein hellgrauer Sandmergel den nordöstlich dicht hei Coesfeld liegenden Bergrücken, welcher den gelblichen feinkörnigen mergeligen Sandstein des Baumherges, östlich von Coes- feld, unterlagern soll.
Aus den Versteinerungen in der Sammlung von Becks geht hervor, dass dieser durch seine prachtvoll erhaltenen Fische berühmte Sandstein von einer Korallenbank unter- teuft wird, welche sehr reich an Siphonien, Scyphien, und Coeloptychien ist, und zwar den nämlichen Arten, die zu den Sandmergeln unter dem kalkigen Sandsteine des Sudmerberges bei Goslar sich finden, welchem der fischreiche Sandstein des Baumherges als das jüngste Quadermergelgebilde entspricht.
Nur mit Gefühlen der Wehmuth kann man die aus- gezeichnete Sammlung von Versteinerungen in dem Gym- nasium zu Münster betrachten , welche durch Becks geschaffen worden ist. Hier liegen die wichtigsten Be- legstücke für die verschiedenen Schichten des Quader- sandsteingebirges in den entlegensten Theilen des Münster-
*) Ich kenne die Gegenden von Ahaus und Coesfeld nicht durch
eigene Anschauung.
2) Norddeutsches Kreidegebirge p. 122.
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landes vor , mühsam erworbene Sehätze, die Keiner besser zu würdigen verstand, als der verstorbene Beeks, welcher sie sämmtlich schon genau bestimmt und geordnet hat. Eben beschäftiget mit der Bearbeitung dieses Materials, um es auch in weiteren Kreisen zur Kenntniss gelangen zu lassen, ereilt ihn der Tod, und so wird es der Wis- senschaft, wie es scheint, wohl noch lange ein todtes Capital bleiben; glücklich aber Der, dem es vergönnt ist, ein Werk, für das er begeistert ist, vollenden zu können !
Während im Norden des Teutoburger Waldes bei Lemförde und Haldem noch einmal der gelbliche Kreide- mergel1) auftritt, zieht sich längs diesem Höhenzuge, an seinem westlichen Abhange, ein fast ununterbrochenes Band von Plänerschichten entlang, welche durch das Em- portreten des Teutoburger Waldes mit aufgerichtet und häufig überstürzt worden sind. BeiBheine und Bevergern beginnend, erstreckt es sich über Lengerich, Iburg, Ro- thenfelde, Halle, Bielefeld bis nach Driburg und Paderborn, wo es sich mit dem von Essen über Dortmund , Luna, Werl,2) Soest, Gesecke berkommenden Pläner vereinigt. Meist ist es Plänerkalk, der an mehreren Orten in bedeutender
4) Der dortige, ziemlich ausgedehnte, etwa 150 Fuss hohe Berg besteht nach A. Römer aus ^ bis 3 Fuss mächtigen Schichten eines gelbgrauen, leichten, feinporösen, ziemlich festen Kreidemergels ; mit dichtem, erdigem, unebenem Bruche. Die zahlreichen feinen, geraden Poren durchsetzen das Gestein nach allen Richtungen, sind feiner als ein Haar , bis 3 Linien lang und wahrscheinlich die Räume, in denen die Nadeln von Amorphozoen aufgelöst sind. Das Gestein ergab bei einer Analyse:
Wasser 0,080
kohlensauren Kalk 0,260 Kieselsäure 0,590
Eisenoxyd 0,045
Thonerde 0,025.
Es wird in zahlreichen Steinbrüchen für Bauten gewonnen. (Nord- deutsches Kreidegebirge p. 122.)
2) Oestlich von Werl und einige Stunden südlich von Werl an der nördlichen Thalwand der Wat er lappe sehliesst ein Steinbruch den Grünsand auf, welcher von Adolph Römer öfters genannt wird und dem ersten Grünsande von Essen entspricht.
Mächtigkeit, wie bei Rothenfelde von 700 — 800 Fuss, einen unteren und oberen Quadersandstein unterscheiden lässt
Ehre den Todten! Mit grosser Klarheit und Schärfe hat der geniale Friedrich Hoffmann auf seinen geognosti- schen Karten das gemeinsame Vorkommen von Quader- sandstein und Pläner am Teutoburger Walde sehr genau unterschieden; allein mit der Existenz eines oberen Qua- ders noch unbekannt, suchte er das Auftreten des Pläners zwischen den Quadersandsteinfelsen des Hülses hei Pio- thenfelde, zwischen Iburg und Halle, und eines ihm be- nachbarten B er ff es durch eine Verwerfung der Schichten zu erklären, wiewohl schon ihm seihst diese Erklärung nicht genügte. Der Hüls besteht aus oberem , sein öst- licher Nachbar aus unterem Quadersandstein.
In der lehrreichen Begleitung eines tüchtigen Geo- gnosten, des Herrn Salzschreibers Schwanecke , sah ich in den Durchstichen einer neuangelegten , von Hilter nach Osnabrück führenden Chaussee, an der sogenannten Wie- dehne, westlich vom Hülse, die Schichten des Plänerkalkes mit geringer Neigung unter die Quader des Hülses ein- schieben. Die 700 bis 1000 Fuss mächtige Sandstein- masse dieses Berges besteht aus Bänken von gewöhnlichem Quadersandsteine, welche, stark geneigt und, wie es scheint, überstürzt sind, da der sie umgebende Pläner, wenn nicht senkrecht stehend, meist ein dem des Sandsteines gerade entgegengesetztes Fallen zeigt. In diesem Pläner ist an der Timmer Egge, nördlich von Rothenfelde, ein Gestein eingelagert, welches, von 90 bis 100 Fuss Mächtigkeit, wie eine gangartige Masse von senkrechten Plänerwänden, jedenfalls unterem und oberem Pläner, eingeschlossen wird. Es ist ein dunkelgrauer, etwas grünlicher, fester Mergel, dem Gesteine von Kieslingswalda sehr ähnlich, das jedoch seiner Lagerung und seinen Versteinerungen nach dem zweiten Grünsande von Essen entspricht. Ganz wie an diesem Orte tritt dieses Gestein auch hei Nolle, einem östlich von Rothenfelde gelegenen Dorfe, auf.
Wer aber die so interessante Gegend zwischen Iburg und Halle, wo sich ganz ähnliche Verhältnisse zwischen
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Quadersandstein und Pläner wiederholen, nach mir, und zwar länger als es mir leider vergönnt war, studiren sollte, dem wünsche ich herzlich, dass es ihm glücken möge, so wie mir, einst der Güte und Zuvorkommenheit der Herren Salineninspector Jacobi und Salzschreiber Schwanecke in Rothenfelde freundlichst gedenken zu können.
Im Teutoburger Walde tritt endlich noch ein Glied des Quadersandsteingebirges auf, welches dem bisherigen Kreise unserer Betrachtungen fremd war. Es sind die Gebilde des Hilsthons, der ältesten Ablagerungen dieser Formation, welche bei dem Dorfe Gräfmghagen, 2 Stunden südöstlich von Bielefeld, und unweit des Lippeschen Fleckens Oerlinghausen durch den Stollen der Eisenstein - Zeche „ Eintracht u durchfahren worden sind. Hören wir, um auch das Bild vom Teutoburger Walde in etwas zu ver- vollkommnen, was darüber Ferdinand Römer1) sagt:
„Der Stollen beginnt im Keupermergel, welchem verschiedene Glie- der der Juraformation und der Wälderthon, die Gebilde des Hilsthones, hierauf Quadersandstein und Pläner folgen. Das Gebiet des Hils- thones ist nach ihm eine im Ganzen kaum 4 Lachter mächtige Auf- einanderfolge von dünnen mit einander abwechselnden Schichten eines wenig festen Thoneisensteins oder mit kohlensaurem Eisen gemengten Thones von dünnen Bänken eines unreinen gelblichen Sandsteines. Der Thoneisenstein, auf dessen Gewinnung der Grubenbau gerichtet ist, besteht aus einem grünlich - grauen Sphärosiderit , der oft auch braune und grüne Flecken annimmt und dann meistens ganz erfüllt ist von kleinen Bohnerz - Körnern.
„Eben diese Thoneisensleinschichten schliessen nun auch zahl- reiche, zum Theil sehr wohl erhaltene Versteinerungen ein, in welchen man mit Ueberraschung lauter Formen des Hilsthones, wie sie sich namentlich am Deister bei Bredenbeck und am Osterwalde in dieser Bildung finden, wieder erkennt. Mit Sicherheit liessen sich die folgen- den Arten bestimmen: Belemnites subquadratus A. Rom. (eine Art, die sich an allen Punkten, wo der Hilsthon bisher in Norddeutschland nachgewäesen ist, gefunden hat); ein grosser Ammonit, aus der Ab- theilung der Coronarier, der auch bei Bredenbeck vorkommt; Phola- domya alternans Ad. R. und Thracia Phillipsi Ad. Rom. (die auch bei Bredenbeck zu den häufigsten Formen gehört); Pinna rugosa A. R. u. s. w. Namentlich stammt auch von hier der Ammonites Decheni Ad. R. , dessen Fundort bisher nicht näher gekannt war. In den die
1 ) Leonh. Bronn’ s Jahrbücher 1845. p. 273.
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Thoneisensteinschichten trennenden dünnen Sandsleinbänken kommt in Menge die Avicula macroptera vor, eine Form, die in allen thonigen wie conglomeratartigen Bildungen des llilses im nördlichen Deutschland so allgemein verbreitet ist. Obgleich nun der Stollen nicht weiter als bis zu den zuletzt beschriebenen Schichten geführt ist, so lässt sich doch das Profil durch die Beobachtung an der Oberfläche noch sehr sicher vervollständigen.
„Auf diese Ablagerungen folgt nämlich zunächst die Sandstein- formation, die überall in der ganzen Kette des Teutoburger Waldes die mitllen, höchsten Rücken zusammensetzt. Es ist ein weiss oder gelblich gefärbter, in mächtige Bänke abgesonderter Sandstein, der in seinem unteren Tlieile häufig einzelne unregelmässig eingelagerte Mas- sen eines Conglomerates von Brauneisenstein - Brocken einschliesst, welche an mehren Punkten zwischen Grävinghagen und Bielefeld berg- männisch bebaut werden. Nach oben gegen den Kreidemergel hin wird der Sandstein quarzfelsartig und bildet zum Theil einen splittrigen, rauh anzufühlenden, unreinen Hornstein. Versteinerungen sind nur sparsam in dem Sandsteine verbreitet. Es ist derselbe Sandstein, der an so vielen Punkten im nordwestlichen Deutschland, wie namentlich zwischen Lutter am Barenberge und Langelsheim am Harze und am Gebirgszuge des llilses bei Grünenplan die Unterlage des Plänerkalkes bildet, und der, so sehr er auch nach seinen Lagerungs- verhältnissen und mineralogischen Eigenschaften das Aequivalent des sächsischen und böhmischen Quadersandsteines zu sein scheint, doch demselben bis jetzt nicht unbedingt zu identificiren ist, da die durch so eigenthümliche und weit verbreitete Formen bezeichnte fossile Fauna des letzteren bisher nicht in ihm nachgewiesen ist, vielmehr die wenigen überhaupt darin aufgefundenen Petrefacten keinen Schluss auf dessen genaueres Alter gestatten.
„Durch ganz unmerkliche Uebergänge verbindet sich nun der Sandstein zunächst mit einem grau - grünlichen , gesprenkelten, losen Kalkmergel, der eben so unmerklich in den Kalkstein übergeht, welcher den dritten Höhenzug des Teutoburger Waldes auf der Südwestseite desselben zusammensetzl und namentlich aus der Gegend von Oerling- hausen bis über Halle hinaus als eine lange ununterbrochene Reihe flach konischer Hügel zu verfolgen ist. Schon äusserlich gleicht dieser Kalkstein mit seinen nicht geradflächig gesonderten, sondern unregel- mässig hin und her gebogenen und gleichsam aus lauter flach - nieren- förmigen Rücken bestehenden Schichten und seiner graulich - weissen Farbe vollkommen dem Plänerkalke in anderen Gegenden Nord- deutschlands; da nun auch alle charakteristischen Versteinerungen die- ses letztem, wie Ammonites varians, A. Rhotomagensis, Inoceramus concentricus, Ananchytes ovatus u. s. w. sich in ihm finden, so dürfen wir die Stellung dieses letzten Gliedes in dem Profile des Teutoburger Waldes als fest bestimmt ansehen. Die grau - grünlichen Mergel, welche den Pläner mit dem Sandsteine verbinden , stehen in jeder Beziehung
eo
Jen sogenannten Flammenmergeln gleich, welche an so vielen Punkten am Harze und in den Wesergegenden die unmittelbare Unter- lage des Pläners sind.“
4. Hannover.
Das Geburtsland der Herren Römer ist schon vom älteren Bruder Adolph zweifelsohne mit solcher Genauig- keit untersucht und geschildert worden, dass ich ihm weniger Aufmerksamkeit schenken zu müssen glaubte, als anderen Ländern. Kaum werde ich daher in Bezug auf die Verhältnisse des Quadersandsteingebirges in Han- nover etwas Neues hinzufügen können, werde sie jedoch, des Zusammenhangs halber, wenigstens flüchtig berühren.
Hier treten jene durch ihre Eisensteine für den Bergbau so wichtig gewordenen Hilsthone auf, welche, wie bei Gräfinghagen im Teutoburger Walde,1) allermeist den Wälderthon überlagern.
Conglomeratige Bildungen des Hilsthones nennt Römer Hilsconglomerate , welche, wenigstens mit Ausnahme des sogenannten Hilsconglomerates von Essen, das dem unte- ren Quadermergel angehört, wohl meist mit dem Hilsthone vereiniget werden können; indessen bedürfen sie vorher noch einer genaueren Prüfung.
„ Der Hilsthon bildet nach A. Römer 2) am nördlichen Fusse des Deisters, bei Bredenbeck und Wennigsen, eine etwa 60 Fuss mächtige, grau-blaue Thonmasse, welche viele rundliche Nieren eines grau-hlauen, festen Kalk- steines, Knollen von Schwefelkies und kleine Gypskry- stalle enthält.
„Aehnlich finden sie sich am nördlichen Fusse des Galgenberges bei Hildesheim, namentlich bei den Dörfern Achtum, Wendhausen und als Fortsetzung bei Farmsen und Lafferde.
4) S. den vorhergehenden Abschnitt p. 28.
2) Norddeutsch. Kreidegeb. p. 128 und 129.
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„Seinen Namen erhielt der Hilsthon von seinem Vor- kommen in der Hilsmulde hei Alfeld, wo man ihn fast überall im Liegenden des Quadersandsteines antrifft, und so ist namentlich der Elligserbrink, wo man früher ein 4 Zoll mächtiges Eisensteinflötz darin abgebauet hat, ein bekannter und reicher Fundort von Versteinerungen darin. Auch am südlichen Abhänge des fiilses ist diese Thon- masse durch einen Chausseegraben und mehrere Wasser- risse aufgeschlossen; man findet darin an mehreren Stellen der Hilsmnlde grosse ungeschichtete Massen eines dichten, gefleckten Gvpses, welcher bei Weenzen häufig Ausschei- dungen von reinem Schwefel, lind theils erdiges, theils schlackiges Bergpech enthält; auch die Soldquellen hei Lauenstein scheinen darin zu entspringen.
„ Sehr eisenreich findet sich das Hilsconglomerat hei Steinlahde, unfern Salzgitter, im Innerstethaie; im Liegenden sieht man hier gelbe und blaue Schieferletten, darauf folgt ein gelber, ziemlich fester, 25 Fuss mäch- tiger Sandstein, hiernächst ein oolithischer Eisenstein, 7 Fuss mächtig; dann, durch eine schwache Schicht eines festen, dichten Eisensteins davon getrennt, ein sandiger, oolithischer Eisenstein, 5 Fuss mächtig; dieser wird von einer mächtigen Masse rother, gelber und grauer Schie- ferletten überlagert, und diese wieder durch Flammen- mergel und Pläner. Die Mächtigkeit des Flötzes steigt an anderen Punkten desselben Gebirgszuges bis zu 160 Fuss.
„Ein anderes Vorkommen des Hilsconglomerates ist hei Vahlberg an der Asse und hei Berklingen, unweit Wolfenbüttel, an welchem Orte es auf dem mittleren Lias liegt; im Steinbruche oberhalb der Windmühle des ersten Ortes zeigten sich sechs Bänke des Gesteins, welche 3 Fuss mächtig sind und durch dünne, weichere Mergel- lagen getrennt werden.
„Ganz ähnlich, nur stärker geschichtet, findet es sich an einem Hügel nördlich von Schandelahe, unweit Braunschweig, und ohne Zweifel auch bei Schöppenstedt am dortigen Rothenberge.“
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Römer hat es sehr richtig erkannt, dass sein Hils- tlion dem Neocomien entspricht und die zahlreichen von ihm beschriebenen Versteinerungen, die man zum grössten Theile in der unschätzbaren Sammlung des Herrn Ober- bergrath Jugler in Hannover studiren kann, erweisen auch die Identität des Gesteins und der Petrefacten, namentlich derer von Bredenbeck am Deister, von Engelbostel bei Hannover und Ostemaid, mit dem Speeton clay Englands.
Neuere, für den Bergbau besonders sehr wichtige Aufschlüsse über jene Eisensteinlager längs des Höhen- zuges von Immenrode über Liebenburg und Salzgitter nach Gebhardshagen verdanken wir Herrn Oberbergrath von Unger.1) Ich muss mich , da mir eigene Anschauung dieser Gegenden abgeht, darauf beschränken, hier nur anzudeuten, dass Herr v. Unger in seiner Abhandlung nachweist, wie das jüngere Flötzgebirge, bis mit zu dem Kreidemergel, welcher sich an der nördlichen Seite des Harzes fast überall plötzlich und steil aus der Ebene emporhebt, in geringer Entfernung davon wieder eine regelmässige, mehr dem Horizontalen sich nähernde La- gerung annimmt, solche nach Norden zu nur auf eine kurze Strecke behält, indem nahe am Fusse des Harzes drei Höhenzüge ihren Anfang nehmen, die sich von hier nord- und nordwestlich ins Land erstrecken, und welche zum grössten Theile von den verschiedenen Gebilden des Quadersandsteingebirges zusammengesetzt oder begleitet sind.
„Der westlichste dieser Höhenzüge fängt, nach von Unger, etwa bei Langelsheim, westlich von Goslar, an und zieht sich über Ostlutterzwischen Alt- und Neuwall- moden, Bodenstein bis zu dem Wohldenberge, wo er dicht an den nächstfolgenden mittleren Höhenzug heran- tritt, sich theils mit ihm vereinigt, theils dessen westlicher
*) Geognostische Beschreibung eines, an der Nordseite des Harzes anfangenden, von Immenrode bis Hildesheim sich erstreckenden Höhen- zuges und der darin befindlichen Eisensteinslager, nebst einer geogno- stischen Karte. (Karstens Archiv Bd. 17. 1843.)
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Richtung folgend, ihn bis zum Thale der Leine begleitet und sich an die von Salzdetfurt herantretenden Berge schliesst.
„Der mittlere Höhenzug fängt bei Immenrode an lind zieht sich über Liebenburg bis Gebhardshagen, wo' er eine mehr westliche Richtung annimmt, dann über Lichtenberg, nach Ottbergen, Heersum, das Vorholz und nach Hildesheim zu, wo er sich bereits an dem oben beschriebenen Höhenzug angeschlossen hat. Zwischen diesen beiden Höhenzügen befindet sich das Thal der Innerste, welches bei Langelsheim anfängt und hinter Hildesheim endigt, wo dieser Fluss noch in die Ebene tritt und sich hinter Sarstedt in die Leine ergiesst.
„Der dritte oder östliche Höhenzug, welcher vom Harzrande sich nach Norden erstreckt, nimmt bei Wöl- tingerode seinen Anfang, wo er den Harlyberg bildet, der sich von Wiedelah bis Weddingen erstreckt, steht dann durch eine Hügelreihe über Wehre und Burgdorf in schwacher Verbindung mit dem Oder, einer Bergreihe, die sich bis Wolfenbüttel erstreckt, an deren westlichem Abhange die Dörfer Flöte, Cramme und Adersheim, an dem östlichen die ehemaligen Klöster Heiningen, Dorstadt und das Dorf Ohrum liegen.
„Das zwischen dem östlichen und mittleren Höhen- zuge befindliche Thal ist zwischen Immenrode und Wed- dingen nur schmal, erweitert sich aber immer mehr, indem der mittlere Höhenzug sich immer mehr westwärts, der östliche immer mehr ostwärts wendet.“
Der mittlere dieser drei Gebirgszüge hat sich von Unger’s Forschungen vorzugsweise zu erfreuen gehabt und v. Unger unterscheidet darin folgende Glieder des Quadersandsteingebirges :
„ 1) einen hellgrauen, kalkreichen, an der Luft leicht zerfallenden Kreidemergel , welchen er oberen Kreide- mergel nennt;
2) einen dichten, weissen, auch fleischfarbenen und röthlichen Kalkstein, oft von splittrigem Bruche mit Inoceramen, die weisse , harte Kreide , Hausmann’ s Kieselkalkstein ;
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3) einen mehr dunkelgrauen Kalk, auch röthlich und grünlich gefärbt, theils mehr thonigen, theils mehr sandigen Kreidemergel, unteren Kreidemergel, welcher oft schiefrig wird ;
4) einen sandigen gelblich - grauen Thonmergel mit schwarzen wellenförmigen und wolkigen Streifen und Adern, in welchen Ausscheidungen von Hornstein zu sein scheinen , der auch in grösseren deutlichen Massen vorkommt, Flammenmergel von Hausmann;
5) einen kalkhaltigen, meist losen Sand oder Sandstein, theils ganz grün gefärbt, theils mit vielen grünen Punkten; er wird öfters eisenschüssig und enthält dann Ausscheidungen von Thoneisenstein, Grünsand;
6) einen hellen, festen, kleinkörnigen Sandstein mit quar- zigem und thonigem Bindemittel, Quadersandstein.“
No. 1 gehört jedenfalls dein oberen Qu adermergel, No. 2, der Plänerkalk, dem mittleren, No. 3 und 4 aber dem unteren Quadermergel an. Dagegen müssen No. 5 und 6 in Bezug auf ihr Alter noch einer neuen Prüfung unterworfen werden. Wohl scheint es, als ob dieser Grün- sand mit seinen Bohnerzen oder oolithischen Eisensteinen dem ersten Grünsande von Essen entspräche, und wohl möglich, dass auch in diesen Gegenden ein Theil des Quadersandsteines oberer Quader sei.
Dem Pläner, Plänerkalke und Plänermergel, begegnet man bei Peine, sowie in dem Hügelzuge zwischen Ilten und Ahlten, und am Kromsberge bei Rethen, Q südöstlich
*) Der weisse Plauer am Kromsberge besteht aus 0,040 Wasser,
„ 0,865 kohlensaurem Kalk,
„ 0,055 Kieselsäure,
„ 0.020 Thonerde,
„ 0,020 Eisenoxyd ;
der graue Pläner bei Rethen aus 0,050 Wasser,
,, 0,855 kohlensaurem Kalk,
0,060 Kieselsäure,
0,010 Thonerde,
0,020 Eisenoxyd,
„ 0,005 Talkerde und Manganoxyd (A. Römer),
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von Hannover, welche Römer zum Tlieil als unteren Kreidemergel bezeichnet hat, und am Lindnerberge bei Hannover dicht an der Leine; weiter nördlich aber ist derselbe durch die weisse Kreide von Lüneburg vertreten.
Dem oberen Quadermergel dagegen geboren die Schichten von Gehrden, südwestlich von Hannover, an, wo ein etwa 100 Fuss hoher Hügel nach Römer bis 10 Fuss mächtige grauliche Sandsteinbänke enthält, welche von etwa 20 Fuss mächtigen, mehr oder weniger festen, bisweilen etwas schiefrigen, abwechselnd gelb -grauen und blau -grauen, sandigen Mergeln überlagert sind, die eine grosse Menge zerbrochener und abgeriebener kleiner Korallen enthalten.
5. Der Harz.
Wie fast am ganzen Nordrande des Harzes die Schichten des Flötzgebirges bis zu den jüngeren Ablage- rungen des Quadersandsteingebirges gehoben und meist überstürzt sind, wie aber schon in geringer nördlicher Entfernung davon nur noch schwache oder auch gar keine Wirkungen jener grossarligen Hebung verspürt werden, diess zeigt sich auffallend schon in der nächsten Umge- hung von Goslar. (Vergl. Taf. I. Fig. 1.)
Unmittelbar vor dem östlich gelegenen Theile der Stadt durchschreitet man hier, sich von Süden nordöstlich wendend, in kaum einer Viertelstunde die Monumente von 6 verschiedenen Weltepochen. Aus den Schichten des Thonschiefers gelangt man hier in die des bunten Sand- steines, des Muschelkalkes, Keupers, Lias, Jura bis in die Ablagerungen des Quadersandsteingebirges, dessen Glieder man, über den Petersberg hinwegschreitend, bis zu dem jüngsten Quadermergel des Sudmerberges herr- lich verfolgen kann. Während man aber vom Thonschie- fer aus bis zu dem Plänerkalke stets die Köpfe der über- stürzten Schichten betritt, so bilden die kalkigen Sandsteine
3*
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des Sudmerl) erges nur eine flache Mulde , in welche die mächtigen Bänke dieses Gesteins Ton allen Seiten her mit einer sanften Neigung nur einschiessen.
Kaum hat man am Eingänge der an der südwest- lichen Seite des Petersberges gelegenen Sandkuhle die an Versteinerungen so reichen jurassischen Schichten ver- lassen, so ist man in einer andern Welt. Eine nur wenige Fuss mächtige, oben eisenoolithische, gelbe, dar- unter schwarzgraue Thonmasse, welche Römer, trotz eines gänzlichen Mangels an Versteinerungen in ihr, als Hils- tlion ansprechen möchte, trennen den Jura von dem gegen 36 Fuss mächtigen Quadersandsteine. Noch 6 Fuss weiter und man hat wieder einige thonige Schichten durchschritten, welche Römer desshalb mit Unrecht dem Gaulte paralleli- sirt, weil sie über dem Quadersandsteine liegen, dessen Alter schon in dem ersten Abschnitte unseres Schriftchens bezeichnet worden ist. Milde, sandige, grüne Mergel, die ihnen in der Mächtigkeit von einigen Fussen folgen und die an diese gränzenden Schichten des Flammenmergels oder unteren Pläners, welche zahlreiche Hornsteinconcre- tionen umschliessen, können den Beobachter nicht mehr zweifeln lassen, dass er hier in der Region des unteren Quadermergels sei , zu welcher sämmtliche Schichten zwischen dem unteren Quadersandsteine und Plänerkalke gehören.
Der letztere, bald weiss, bald hellgrau, bald röthlich, tritt als fester, ziemlich dichter, mergeliger Kalkstein auf, welcher durch seine Versteinerungen, unter denen Terebra- tula gracilis, T. plicatilis mit ihren Abänderungen und Inoceramen niemals vergeblich gesucht werden, sich als wahren Plänerkalk oder mittlen Quadermergel zu erken- nen giebt.
Dem oberen Quadermergel aber sind jene Grünsande und grauen Mergel zuzuerkennen, welche vom Petersberge nach dem Thale der Abezucht nur mit geringer Mächtig- keit einfalien und die den unteren Theil des Sudrner- berges zusammen setzen. Je höher aufwärts man dieselben an diesem Berge verfolgt, um so sandiger sieht man sie
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werden, bis sie die festen, kalkigen Sandsteine desselben unterlagern.
Jene losen Sand- und Mergelschichten sind es auch, in denen eine Menge schöner Siphonien, Scyphien und anderer Korallen sich finden, welche ganz denen entspre- chen, die in der früher erwähnten Korallenbank unter dem fischreichen Sandsteine des Baumberges bei Coesfeld in Westphalen Vorkommen.
Die Gebirgsarten des Sudmerberges sind am genaue- sten durch Herrn v. Ungar beschrieben w orden und seinen Mittheilungen entlehne ich hier Folgendes:
„Ueber diesem Mergel und Mergelsande liegt ein festerer Sandstein, welcher Bänke bildet und aus einem Gemenge von theils abgerundeten, theils eckigen, scharf- kantigen Quarzkörnern besteht, die durch Kalk zusammen- gekittet sind. Er enthält viele grüne Punkte und kleine Brocken eines gelbgefärbten Kalksteins, der sehr eisen- haltig zu sein scheint. Dieser Sandstein tritt auch loser, eisenschüssiger und kalkhaltiger auf, seine Quarzkörner sind dann feiner und mehr abgerundet.“
Mehr als diese Schichten es sind, ist durch Stein- bruchsbetrieb das eigentliche Sudmerberggestein aufge- schlossen, welches mächtige Bänke bildet und wenigstens die beiden oberen Dritttheile des Berges einnimmt. „Es ist ein Conglomerat, welches aus Ralkspath, Quarzkörnern und Thoneisenstein zusammengesetzt ist, die sich in den verschiedenartigsten Mengungsverhältnissen und Korn mit einander verbunden finden. Bald hat sich der Kalkspath in Schnüren und Schichten mehr ausgeschieden und macht die Hauptmasse aus, bald tritt er gegen die Quarzkörner zurück, so dass er nur das Bindemittel constituirt. Der Thoneisenstein findet sich theils in kleinen Brocken, die leicht auswüttern, theils als Bohnerz, theils als Bindemittel in der ganzen Masse vertheilt. Es finden sich chloritische
*) Beiträge zu einer geognostischen Beschreibung der Gegend um Goslar. (Bericht des naturwissenschaftlichen Vereins des Harzes für die. Jahre 184|.)
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Punkte und Brocken in dem Gesteine vertheilt, welches einem rauhen Sandsteine ähnlich ist, und einen völlig unebenen Bruch hat. Seine Farbe ist gelblich - braun, seine Härte und sein Zusammenhang nicht sehr gross, so dass es sich mit Leichtigkeit behauen und zu einem guten Bausteine benutzen lässt.“
Dieses Gestein kann wohl füglich nicht anders be- trachtet werden, als das Aequivalent der oberen weissen Kreide, mit welcher es auch die für diese Bildung in England so charakteristische Spongia ramosa Mantell’s gemein hat, die auf den Platten des Trottoirs der alten Stadt Goslar in ihren schlangenförmigen, verzweigten Wülsten nicht leicht übersehen werden kann.
Die Verbreitung dieses von den anderen Ablagerungen unserer Formation so abweichenden Sudmerberg-Conglome- rates ist durch v. Unger noch an mehreren Bergen zwi- schen Oker und Harzburg, südlich von der diese Orte verbindenden Chaussee, so wie auch nördlich von Neustadt erkannt und auf der seiner Abhandlung beigefügten Karte sehr genau angegeben worden.
Ganz ähnlich, wie au dem Petersberge bei Goslar, sind die Verhältnisse zwischen dem unteren Quadersand- steine, Grünsande, Plänermergel und Plänerkalke in den Brüchen von Langelsheim, westlich von Goslar, wo der Plänerkalk, wie bei Alfeld, als weisslicher, grauer und röthlicher Kalkstein in einer Mächtigkeit von mehr als 1000 Fuss auftritt. Ich besuchte dieselben in der ange- nehmen Begleitung des Hütteneleven Herrn Siegemaim.
Wer aber die Versteinerungen der mannichfachen Gebirgsschichten in der so interessanten Umgegend Goslar’s studiren will, dem wird die auserwäblte Sammlung des in die Tiefen der Wissenschaft eingedrungenen, biederen Bergmeisters Ahrend1) die wichtigsten Aufschlüsse ertheilen.
A) cles Verfassers einer „ geognostisclien Beschreibung der Ge- birgsschichten am Aderberge hinter der Ocker, nach den bei dem Betriebe des neuen Wasserlaufes daselbst angestellten Beobachtungen.^ (Bericht des naturw. Vereins des Harzes für die Jahre 184J.)
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Dank ihm und innigen Dank auch Herrn Oberbergrath Jugler in Hannover, dass sie mir ihre ausgezeichneten Sammlungen von Harzer Versteinerungen mit so grosser Güte geöffnet haben!
Doch, wo ist hier der obere Quader? wird man fragen. Herr Oberbergrath v. Unger wird ihn vermuthlich bald ganz in der Nabe von Goslar nacbweisen können.
Wie schon in anderen Gegenden, so hat auch in dem Harze der Bau einer Eisenbahn die Kenntniss des Quadersandsteingebirges bedeutend bereichert. Unfern Vienenburg , dem ersten Stationsorte der Eisenbahn von Harzburg nach Braunschweig, in nördlicher Richtung kaum eine Viertelstunde entfernt, durchschneidet die Bahn einen Hügel, an welchem die Stellung der Schichten fast einem Fächer gleicht.
Zwischen dem bunten Sandsteine und unteren Quader bat sich Gyps eingedrängt, bei dessen Bildung die Ver- rückung der Schichten eingetreten sein mag. Die Reihen- folge derselben ist vom unteren Quader an ganz wie bei Goslar und Langelsheim: Quader, Grünsand, Flammen- mergel; weiss-grauer , röthlicher, durch Glauconit grün- fleckiger und wieder weiss-grauer Planerkalk , an den aber hier ein grauer Kreidemergel grenzt, derselbe, wel- cher in der Gegend von Ilseburg so mächtig entwickelt ist.
Ich muss bekennen, dass sich erst an dieser Stelle meine Zweifel über die richtige Stellung dieses thonigen Kreidemergels gehoben haben. Von Osten nach Westen das Quadersandsteingebirge Deutschlands untersuchend, hatte ich diess Gestein bis dahin noch an keinem Orte unmittelbar auf dem Plänerkalke lagern gesehen. Die Uebereinstimmung so vieler Versteinerungen des Kreide- mergels mit denen des Grünsandes von Kieslingswalda im Glatzischen, und dieser mit denen des unteren Quadersand- steines von Tyssa in Böhmen, so wie auch der unklare Begriff von Grünsand , der sich bis jetzt gleich einem schwarzen Faden durch die Wissenschatt hingezogen hat, Hessen mich bis dahin immer noch hoffen, diese Schichten
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irgendwo unter dem Plänerkalke aufzufinden ; — doch vergebens. Hier, wo zahlreiche Bruchstücke von Pläner- kalk im Kreidemergel eingeschlossen Vorkommen, muss es Jedem klar werden, dass A. Römer die Schichten des Kreidemergels ganz richtig gewürdiget hat. Sie gehören zum oberen Quadermergel und entsprechen zunächst denen von Coesfeld und Lemförde in Westphalen.
Der Plänerkalk von Vienenburg, welcher den mitt- leren Theil des ausgebreiteten Fächers bildet, enthält in seinen grünfleckigen Schichten besonders viele der Hai- fischzähne, die auch in anderen Gegenden dem Plänerkalke nicht fremd sind.
Bei Ilseburg selbst ist der Kreidemergel besonders am Wahrberge aufgeschlossen. Die grünfleckigen Schichten am Kupferhammer liegen tiefer als jene und werden, wiewohl sie auch mehrere dem Plänerkalke und unteren Pläner sonst eigene Versteinerungen enthalten, wohl nur dem dritten Grünsande Westphalens und jenem von Aachen gleichgesetzt werden können.
Besonderes Interesse erregen die in dem Klosterholze an der sogenannten Kalkhütte bei Ilseburg aufgeschlossenen Bildungen, welche in senkrechter Stellung von beiden Seiten durch bunten Sandstein eingeschlossen sind. Dicht an dem Gypsstocke, der hier bebauet wird, lehnt sich der zellige Zechsteindolomit an, welchem bunte Mergel folgen. An diese grenzen die jüngsten Glieder des oberen Quader- mergels, ein Grünsandconglomerat oder Trümmerkalk , wie ihn Jasche bezeichnet, welcher aus Sandkörnern, krystallinischem Kalkspath, Glauconit und vielen kleinen Korallen zusammengesetzt ist, und ein hellgrünlicher feiner Sandstein mit Scheeren von Gallianassa antiqua. Der erstere kann füglich nur den höheren, der letztere, welcher die grösste Aehnlichkeit mit den Krebsscheeren - Sandsteinen von Kieslingswalda im Glatzischen hat, den tieferen Schich- ten der oberen weissen Kreide oder der Kreide von Mastricht gleichgesetzt werden.
Der in allen Naturreichen sehr bewanderte Bergcom- missär Jasche in Ilseburg hat daher mit Recht seinen
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Trümmerkalk, der nach seinen Mittheilungen auch an dem Schlossberge von Wernigerode, so wie am Burgberge bei Stapelnburg gefunden wird, dem festen Gesteine oder Gondomerate des Sudmerberges bei Goslar gleichgestellt. Seine reichen Sammlungen gewähren die beste Uebersicht über die Versteinerungen der Umgebungen von Ilseburg.
o o o o
Die thonigen Kreidemergel von Ilseburg nehmen nicht nur nach Norden hin einen grossen Flächenraum ein, sondern verbreiten sich auch ostwärts bis nach Heim- burg, wo graue Mergelschichten unmittelbar vor dem Flecken an der Chaussee nach Blankenburg auf unterem Quadersandsteine auflagern. Hier gleicht diess Gestein allerdings sehr dem unteren Pläner, und es bleibt zur Zeit noch späteren Untersuchungen übrig, sei es durch Auffindung von Plänerkalk in der Nähe von Heimburg und Beziehung desselben zu diesen Schichten, sei es durch Auffindung mehrfacher Versteinerungen darin, ihnen die richtige Stellung anzu weisen. So viel ist jedoch gewiss, dass der Sandstein darunter nur unterer Quader sein kann, welchen man bis an den Fuss des Plattenberges vor Blankenburg nicht verlässt. Dort ist er wieder von einem ähnlichen Gesteine überlagert, das den Plattenberg bildet und welches unter die Sandsteinfelsen des Reinsteins oder Piegensteins deutlich genug einschiesst, um in diesem Sandsteine den oberen Quadersandstein erkennen zu lassen.
Das Gestein des Plattenberges ist meistens ein fester, schiefriger, grauer, gelblicher oder bräunlicher, sandiger Mergel, welcher, wie der untere Pläner, dem er sehr ähnlich wird, viele kieselige Concretionen enthält, seinen ersteinerungen nach aber wohl dem oberen Quadermergel angehört. —
„Kaum bezweifeln wir,“ sagt A. Bumer,1) „dass die nahe Teufelsmauer in ihrer ganzen Fortsetzung ein gleiches Alter habe.“ Wer könnte hier auch noch zwei- feln, dass die Felsen der Teufelsmauer oberer Quader - Sandstein sind, wenn er die Lagerimgsverhäitnisse des
*) Nordd. Kreidegeh. p. 120.
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Quadersandsteines zwischen Thule und Quedlinburg und des Gegensteins bei Ballenstedt mit offenen Augen und ohne vorgefasste Meinung betrachtet. Von einem oberen und unteren Quadersandsteine im Harze spricht zuerst Dr. Giebel1) in Halle. Mit ihm, dem der Gegend vollkommen kundigen, eitrigen Forscher, durchwanderte ich in den ersten Tagen des Augusts v. J. diese lehrreichen Gegen- den, in denen man in wenigen Stunden die geschichteten Formationen fast aller Weltbildungsepochen überschreiten kann. Das, was wir gemeinsam hier sahen, ist von ihm später im zweiten Hefte seiner sehr brauchbaren „ Gaea excursoria germanica, Leipzig 1848 “ in dem Profile auf tb. 21 und 22 f. 9. dargestellt worden, was ich auf Taf. I. Fig. 2 nur mit kleinen Veränderungen hier wiedergehe.
Hat man den Granit der Rosstrappe verlassen, so überschreitet man auf dem Wege von Thale nach Qued- linburg die fast senkrechten Schichten des Thonschiefers, bunten Sandsteines, Muschelkalkes und Keupers, bis man auf die Höhe nahe bei Thale gelangt. Hier bezeichnen viele lose Blöcke die Piegion des unteren Quadersand- steines. In dessen Nähe hat mitten im Felde ein Stein- bruch die überstürzten Schichten des Plänerkalkes eröffnet und tiefer abwärts sah man früher an einigen Stellen den Grünsand des oberen Quadermergels. Bei Weddersleben gelangt man in den oberen Quadersandstein der Teufels- mauer, welche mit dem Quadersandsteine der Altenburg bei Quedlinburg in Verbindung steht.
Der obere Quadermergel des Salzherges bei Quedlin- burg liegt unter diesem Quadersandsteine, überlagert da- gegen den unteren Quadersandstein des Münzenberges, den man, noch ehe man Quedlinburg selbst erreicht hat, in einer Schlucht an dem Brühlkirchhofe durchschritten und hier von einem, viele Haifischzähne führenden Grün- sande (unterem Quadermergel) bedeckt wird. Der Quader des Münzenbersres aber ruht auf Lias, welcher letztere an dem Kley hei Quedlinburg sattelförmig erhoben ist.
4) De geognostica septemtrionalis Ilercyniae fastigii constitutione. Halis 1848.
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In der Richtung’ nach Halberstadt sieht man diesen bald wieder von unterem Quader bedeckt, gelangt kurz vor der Steinholzmühle wieder in den Grünsand des un- teren Quadermergels und hierauf in die mächtig entwickelte Bildung des Plänerkalkes, und betritt an dem Fusse des Steinholzes mergelige Sande und Grünsande, die hier mit ihren vielen Spongien (wahrscheinlich Spongia ramosa Maut.) den oberen Quadermergel bezeichnen und welche den oberen Quadersandstein des Steinholzes und der gan- zen Ilinterberge unterlagern.
Ganz wie diese Quadermergel verhalten sich die an Versteinerungen so reichen mergeligen Sande an den Klusbenjen bei Ilalberstadt , deren auf ihnen aufgethürmte Quadersandsteinfelsen unwillkürlich an den sogenannten sieben Hirten bei Kieslingswalda erinnern. Von hier aus ist man bald wieder in den sie unterteufenden Schichten des Plänerkalkes, bis man vor der Stadt seihst an dem Kano- nenberge dicht an der Windmühle wieder den Lias erkennt.
Da^e^en besteht der die Umgehend beherrschende Hoppelberg zwischen Ilalberstadt und Blankenburg wieder aus unterem Quadersandsteine, an welchen sich in fast senkrechten Schichten der Grünsand des unteren Quader- mergels, hierauf Plänerkalk, der hier auch gebrochen wird, und später oberer Quadermergel anlehnen.
In der Nähe von Ballenstedt endlich sieht man unfern dem ersten Chausseehause auf der Strasse nach Halberstadt unterhalb des einen Gegensteines abermals Plänerkalk, welcher den Sandstein dieses die Verlängerung der Teu- felsmauer bildenden Felsens, wie an anderen Orten, auch hier unterlagert.
Der untere Quadersandstein in den hier hezeichneten Gegenden bietet kaum etwas Eigenthümliches dar, wenn nicht etwa das häufige Vorkommen von Brauneisenstein darin, welches seine tieferen Schichten stark färbt, als eine solche betrachtet werden soll.
Der Grünsand des unteren Quadermergels, der am Brühlkirchhofe und an der Steinholzmühle bei Quedlinburg eine reiche Fundgrube von Versteinerungen geworden ist,
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zeigt durch diese eine grosse Uebereinstimmung mit dem ersten Grünsande von Essen in Westphalen und dem un- teren Pläner von Plauen bei Dresden.
Der Plänerkalk j wohl das am meisten verbreitete Glied dieser Kette, ist, ausser vielen anderen schon bezeichneten Orten, besonders am Galgenberge bei Quedlin- burg aufgeschlossen. Auch hier werden seine oberen Schichten thoniger und enthalten, was sonst wohl zu den Seltenheiten in seiner Region gehört, schon einzelne Feuersteine. Ueberall zeigen sich in ihm die gewöhnlichen Versteinerungen , namentlich Terebrateln und vor allen Terebratula gracilis, Inoceramen, Spondylus spinosus, Spatangus cor anguinum und Seyphien.
Der obere Quadermergel weicht unter allen durch die Beschaffenheit seines Gesteins am meisten ab. Bald erscheint er als grauer, gelblicher oder bräunlicher fester Mergel, bald führt er mehr, bald weniger grüne Körner von Chorit oder Glauconit und ist dann ein Grünsand oder Grünsandstein, und in seinen oberen Schichten ist er meistens ein mergeliger, grünlich gefärbter Sand, welcher dem des Sudmerberges sehr ähnlich wird.
Der obere Quadersandstein endlich deutet auch hier, wie in Westphalen, den grossen Gehalt des damaligen Meeres an gallertartiger Kieselsäure an, weiche die Quarz- körner fester und inniger verkitten konnte, als das im unteren Quader vorherrschend thonige und kalkige Binde- mittel. Zwar erscheint nicht ein jeder oberer Quader so reich an kieseligem Bindemittel wie der bei Haltern in Westphalen und wie die vielen auf der Altenburg und dem Eselstall bei Quedlinburg umherliegenden glasirten Blöcke, allein ich fand dergleichen doch immer nur im oberen, niemals im unteren Quadersandsteine. Von glei- cher Beschaffenheit zeigt er sich auch bei Kreibitz und zum Theil schon an dem hohen Schneeberge in Böhmen.
An der Altenburg, nahe dem Salzherge, kommt in dem oberen Quadersandsteine ein Kohlenlager vor, welches von Schieferthonschichten begleitet wird ; allein auch diese Quaderkohle, welche in einem durch den Berg getriebenen
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Versuchs Stollen abgebauet wird, scheint weder mächtig genug, noch so reich an Kohlen zu sein, dass ihr Abbau Vortheile versprechen könne. Geognostisch inter- essant wird es indessen immer bleiben, auch in dem oberen Quadersandsteine noch ein Kohlenflötz anzutreffen.
Das mineralogische Museum in Halle kann sich füg- lich rühmen, von Versteinerungen dieser Gegenden wohl am meisten zu besitzen. Neuerdings sind diese werth- vollen Sammlungen noch durch die von Br. Giebel auf- gefundenen und in seinem genannten Schriftchen aufge- führten Versteinerungen bereichert worden ; wer aber selbst sammeln will, der wird bei Herrn Yxem in Qued- linburg und durch eigene Excursionen sich das Wichtigste aus den Umgebungen dieser Stadt leicht verschaffen können.
6. Sachsen.
Das Quadersandsteingebirge lässt in Sachsen nur vier der früher bezeichnten Regionen unterscheiden, die aber meist scharf von einander geschieden sind, nämlich den oberen Quadersandstein, den mittlen Quadermergel, den unteren Quadermergel und den unteren Quadersandstein,
Oberer und unterer Quadersandstein sind petrographisch von einander meist nicht verschieden, und die Felsen der sächsischen Schweiz bezeichnen am besten seinen Charakter. Die ihn zusammensetzenden Quarzkörner von kleinem Durchmesser oder mittlerer Grösse sind nur durch eine geringe Menge eines thonig- kalkigen Binde- mittels verkittet, so dass man es vorzugsweise dem grossen Drucke sowohl seiner eigenen Masse als auf ihm früher lastender Gewässer zu danken hat, dass er sich jetzt so trefflich als Baumaterial eignet. Durchschnittlich weiss- lich, bisweilen auch gelblich, röthlich und bräunlich gefärbt, ist er in mächtige Bänke getrennt, die durch viele senkrechte Bisse und Spalten in viereckige Blöcke geschieden sind,
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welche den Namen „Quader“ vollkommen rechtfertigen. Grünlichen Sandstein trifft man niemals im oberen Qua- dersandsteine an , solche glauconi tische Sandsteine oder Grünsandsteine bilden in Sachsen immer die obersten Schich- ten des unteren Quader Sandsteines.
Den mittlen Quadermergel bezeichnet der Pläner- kalk von Strehlen bei Dresden und der von Weinböhla östlich von Meissen, welchem nur noch wenige andere dünnplattige Pläner, z. B. am Scheunhübel bei Sörnewitz, auf der nördlichen Seite des Spaargehirges hei Meissen, entsprechen. An beiden Orten liegt diess Gestein auf Plänermergel. Es ist ein mergeliger Kalkstein von hell- aschgrauer Farbe, blassgelb beschlagend, von feinerdigem Striche und unebenem bis erdigem Bruche, dessen Schich- ten sich in dünnen und starken Platten absondern. Seine oberen Schichten scheinen auch hier, wie an anderen Orten, an Thongehalt zuzunehmen.1)
*) Der Plänerkalk von Strehlen, Plänerkalk von Weinböhla
|
inthält : kohlensauren Kalk |
77,550 |
76,43, |
|
kohlensaure Magnesia |
0,027 |
1,25, |
|
Eisenoxyd und Thonerde |
1,550 |
1,50, |
|
in Salzsäure unlöslich. Thon, |
||
|
Bitumen und wenig Wasser 20,873 |
21,27. |
Untersuchung von mehreren Sorten des oberen Pläners aus dem Spitzgrunde bei Weinböhla nach Professor Stöckhardt.
|
1) Gewöhnlicher |
Köhlens. |
Köhlens. |
Durch Säure gelöste |
Unlösli- cher |
|
Kalkstein, wie er |
Kalk. |
Magnesia. |
Thonerde u. |
Rückstand |
|
zum Brennen ver- wendet wird . . |
67,1 |
4,6 |
Eisenoxyd. 3,6 |
(Thon). 22,0 |
|
2) Klarer (bröckli- cher)Mergelüber dem Kalklager . . |
71,5 |
2,6 |
3,7 |
18,4 |
|
3) Mergel aus dem Innnern des Kalk- lagers |
44,5 |
8,4 |
4,5 |
37,0 |
|
4) Mergel unterhalb des Kalklagers (dem Plänermer- gel des Tunnels von Oherau ent- sprechend) . . . |
46,8 |
3,5 |
1 2,9 |
44,6 |
Wasser.
2,8
3,6
4,4
2,9
Mit seinen vielen Versteinerungen, von denen der Kalkbruch in Strehlen allein über 200 Arten geliefert hat, ist er ein wichtiger Horizont für unser Quadersand- steingebirge. Nach diesen ist es auch als ganz entschie- den zu betrachten, dass unser Plänerkalk dem grey chalk marl oder der unteren Kreide von England und Frankreich entspreche . Möchte man ihn nie mehr , wie es bisher ge- schah, mit dem unteren Pläner verwechseln , dem fast alle andern Pläner schichten in Sachsen angehören ! Dieser bildet hauptsächlich den unteren QuadermergeL
Während der obere Pläner wegen seines grösseren Kalkgehaltes und der Armutli an Kieselerde allermeist ein zum Brennen tauglicher Kalkstein ist, so wird der untere reicher an Kieselsäure, die ihn zum Theil im gallertartigen Zustande durchdrungen hat. Namentlich zeigt sich diess häufig in seinen untersten Lagen, an dem Eingänge des Planerischen Grundes, sowie bei Ko.schütz und bei Kauscha, wo sich schichtenförmige Ausscheidungen von Hornstein in ihm finden. Ein grosser Theil des Kalkes in diesem Gesteine ist daher auch fest an die Kieselsäure gebunden und wird durch Behandeln desselben mit verdünnter Salz- säure nicht mit gelöst. Seine Bestandtheile variiren übri- gens eben so sehr als sein Ansehen sich ändert. Hand- stücken lassen bisweilen auf der einen Seite einen Gehalt von 5 — 10, auf der anderen von 20 — 40 Procenten und mehr an kohlensaurem Kalk erkennen. Einzelne Partien können sich daher wohl zum Brennen auch eignen, doch muss diess sehr vorsichtig geschehen, und nie wird ein Lager oder nur selbst eine Schicht in seiner Brauchbarkeit
Dieser Kalk, der schon seit längerer Zeit zum Brennen benutzt wird, und einen sich schnell und gut löschenden fetten gebrannten Kalk mit hydraulischen Eigenschaften liefert, der eben so als Luft- wie als Wassermörtel gebraucht werden kann, unterscheidet sich von den Neu- dörfer Sorten (die dem unteren Plänerangehören, s. folgende Seite) im Aeusscrn durch eine viel geringere Härte und mehr erdige Be- schaffenheit, in chemischer Beziehung aber dadurch, dass der in Säure unlösliche Rückstand desselben aus Thon (oder kieselsaurer Thonerde) besteht, demzufolge er, auch hei stärkerer Hitze, sich nicht todl brennt. u ( Stöckhardt.)
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hierzu aushaiten. *) Bei geringerem Kalkgehalte nennt man den unteren Pläner Plänersandstein, bei grösserem Pläner- mergel, und, wenn er buntfleckig ist, Flammenmergel. In seinen höheren Schichten ist er gewöhnlich ein gleich- artiger, dunkelaschgrauer, ocherig beschlagender, sandiger Mergel, der sich in Schichten von einigen Zollen bis zu mehreren Fussen Mächtigkeit abgesondert hat. Von dieser Beschaffenheit ist er im Tunnel von Oherau durchschnitten
4) Mehrfach schon hat man sich in diesem Gesteine getäuscht und hier und da einen Ofen, um es zu brennen, vergeblich errichtet, so bei Koschütz, Zehista, Lückendorf in der Oberlausitz und a. a. 0.; so auch bemüht man sich noch gegenwärtig vergebens, den unteren Pläner von Klotzscha auf Neudorfer Revier bei Dresden zum Brennen zu verwenden. Was das Ansehen und die Versteinerungen dieses Gesteines mich schon früher erkennen liessen , wird jetzt auch durch die chemi- sche Prüfung desselben durch Herrn Professor Stöckhardt bestätiget :
„Untersuchung von 9 Borten des unteren Pläners auf Neudorfer Revier.
|
1 j |
Köhlens. Kalk. |
Köhlens. Magnesia. |
Durch Salz- säure geloste Thonerde u. Eisenoxyd. |
Unlöslicher Rückstand (Kieselerde). |
Wasser. |
|
No. 1. |
72,0 |
0,9 |
2,5 |
23,9 |
1.1 |
|
No. 2. |
69,1 |
0,9 • |
2,3 |
26,5 |
1,3 |
|
No. 3. |
73,4 |
0,6 |
2.7 |
22,4 |
1,2 |
|
No. 4. |
73,9 |
0,7 |
2,0 |
22,4 |
1,2 |
|
No. 5. |
46,1 |
| 1,6 |
2,8 |
48,5 |
1,1 |
|
No. 6. |
72,2 |
1,1 |
3,2 |
22,7 |
0,9 |
|
No. 7. |
56,5 |
K4 |
2,4 |
37,4 |
2,0 |
|
No. 8. |
62,4 |
1,3 |
3,8 |
30,4 |
2,1 |
|
No. 9. |
54,3 |
1,2 |
2,2 |
39,5 |
2,0. |
ln technischer Beziehung ist der Umstand charakteristisch, dass der in Säuren unlösliche Rückstand aller Proben nicht, wie bei dem Plänerkalke, aus Thon, sondern aus Kieselerde besteht, welche bei der Hitze der gewöhnlichen Kalköfen mit dem Kalke eine Verbin- dung eingeht und ein Todtb rennen des Steines zur Folge hat. Bei sehr gelinder Hitze erhält man einen gebrannten Kalk, der sich an der Luft und bei sehr vorsichtigem Zusatz von WTasser grösstentheils zu einem mageren Kalkpulver löscht, aber überaus langsam.
Bei Versuchen in der Fabrik hydraulischen Kalkes von Herrn Michael in Heinsberg ergab sich, dass bei gleichem Feuer die Sorten
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worden, dessen Gestein inan füglich als Normalgestein1) für Plänermergel betrachten kann. Wegen der Absonde- rung des unteren Pläners in dünnen Platten, welche als Zwischenlagen zwischen Quadersandsteinblöcken bei den Bauten in Dresden vielfache Anwendung finden, hat ihm der Werkmann den Namen Pläner gegeben, welches Wort, als von planus abstammend, gewiss auch bezeichnend ist. Die fossile Fauna in ihm ist, wie ich zwar früher schon mehrfach zu zeigen, am Ende dieser Blätter aber noch einmal nachzuweisen versucht habe, im Allgemeinen eine ganz andere, als die im Plänerkalke, wiewohl sie mit diesem manche Arten gemein hat. Zu ihrem Studium sind die Plänerschichten der Gehänge des Planerischen Grundes , so wie die von Kauscha, Stunden südöstlich von Dresden entfernt, und Gross- Scdlitz, der letzten Station auf der von Dresden nach Pirna führenden Eisenbahn, ganz vorzüglich geeignet.
Was in der Charakteristik von Sachsen von mir als mittler Pläner bezeichnet worden ist, umfasst nur die oberen Schichten des unteren Pläners, wie die Pläner-
5, 7 und 9 fast ganz todt gebrannt wurden, während die Sorten 1, 6 und 8 sieh zur reichlichen Hälfte, die Sorten 2, 3 und 4 aber fast ganz löschten.
Löst man die gebrannten Sorten der genannten Kalksteine in Salzsäure, so gesteht die Lösung nach einigen Stunden zu einer Kiesel- gallerte; die Lösung der ungebrannten Kalksteine zeigt diese Eigen- schaft nicht. Hieraus, wie aus der sehr bedeutenden Härte der rohe n Kalksteine und der schwierigen Zersetzbarkeit derselben durch Salzsäure, die nur durch vorheriges Pulvern zu erreichen ist, muss auf eine sehr innige Verbindung der Kieselerde (oder des sehr kie- selerdereichen Kieselthons) mit kohlensaurem Kalk geschlossen werdeu. Sollte nicht die Annahme geognostisch gerechtfertigt erscheinen , dass die Kieselerde in aufgelöster Form die bereits abgelagerten Kalksteine durchdrungen und letztere verkieselt habe?“ (Stöckhardt.)
*) Der Plänermergel des Tunnels von Oberau enthält:
44,4 kohlensauren Kalk,
1.6 kohlensaure Magnesia,
2.6 kohlensaures Eisenoxydul,
3,8 Eisenoxyd und Thonerde,
47,6 Quarz, in Salzsäure unlöslichen Thon, Bitumen und wenig Wasser.
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mergel des Tunnels von Oberau, und die an der Elbe bei Priessnitz, westlich von Dresden, welche auch durch ihre zahlreichen Exemplare von Inoceramus mytiloides und Inoceramus concentricus dem unteren Pläner von Essen an der Ruhr ungemein ähnlich sind.
Wie in Westphalen, so greift auch in Sachsen der untere Pläner häufig über den Grünsand und unteren Quader über, was leicht dadurch erklärlich wird, dass das Plänermeer ein höheres Niveau als dasjenige hatte, welches den Grünsand vorher und den unteren Quader- sandstein abgesetzt hat.
Sieht man daher am Eingänge des Plauenschen Grun- des und auf den Höhen über Grassi’s Villa hei Roschütz und in dem gegenüberliegenden Dötzschen diese Schichten unmittelbar auf Syenit ruhen, so kann man dagegen gleich hinter dem Dorfe Roschütz seine deutliche Auflagerung auf den Bänken des unteren Quadersandsteines, zu wel- chem auch die ganz in der Nähe liegenden Muschelfelsen gehören , deutlich erkennen.
Ganz ähnlich sind die Verhältnisse auch hei dem Dorfe Mobschatz, unfern Priessnitz, westlich von Dresden, wo man in einer der Elhe zulaufenden Schlucht grün- lichen Quadersandstein anstehen sieht, auf welchem Plä- nersandstein und Plänermergel sich auflagern. Der dortige Grünsandstein enthält auch ein schwaches Flötz der auch hier zum Brennen untauglichen Quaderkohle. Diese bildet, nach Naumann, eine 8 — 10 Zoll starke Lage kohligen Lettens, welche von einer 1 — 2 Ellen mächtigen Schicht mergeligen, gelblich -grauen Schieferthons getragen und von Quadersandstein bedeckt wird; unter dem Schiefer- thone folgt abermals Quadersandstein, der auf einem Porphyrconglomerate aufliegt. *)
Bei Rauscba bedecken die Hornstein führenden un- teren Plänerschichten einen durch Granitgänge* 2) durch- brochenen Gneiss und bei den nahe gelegenen Dörfern
Naumann Erläut. zu Sect. X. p. 131, 271, 347.
2) In diesen finden sich schwarze Turmaline.
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Goppeln, Rippien (Rippchen) und Welschhufa, sämmtlich in südlicher Richtung 2 Stunden von Dresden entfernt, überlagern dieselben theils als Plänermergel, theils als Plänersandstein, die mächtigen Bänke des weissen unteren Quadersandsteines, welcher hier (am Goligberge oder der goldnen Höhe) den jüngsten Porphyr1) bedeckt.
Eine Sandschicht mit Millionen von Exemplaren der Serpula Plexus endlich vertritt sie über dem Quader- sandsteine in den an der von Dresden nach Dippoldiswalde führenden Chaussee liegenden Brüchen von Bannewitz.
Während der untere Quadersandstein bei den letzt- genannten Orten seine gewöhnliche weissliche Farbe hat, welche hier und da in einzelnen Adern und Bändern durch Rotheisenstein geröthet wird, so erscheinen seine oberen Bänke an dem östlichen Ende des Dorfes Rippien und unterhalb Welschhufa hei dem Dorfe Eutschütz wieder als lichter Grünsandstein, welcher dem von Mobschatz und dem etwas nördlicher ffeleeenen Costebaude vollkommen
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deicht, und wie man denselben früher auch in dem Quadersandsteine von Koschütz stellenweise antraf.
Immer nur an die obere Grenze des unteren Qua- dersandsteines gebannt, wenn dieser mächtiger auftritt, wie diess auch hei Goslar und Langelsheim an der Nord- seite des Harzes der Fall ist, scheint der Grünsand jenen da zu vertreten, wo der untere Quadersandstein nur schwach entwickelt ist oder auch gänzlich fehlt.
In diese Kategorie gehört der Grünsand im Tunnel von Oberau, nordwestlich von Meissen, welchen die Leipzig- Dresdener Eisenbahn an dem westlichen Ende desselben durchschnitten hat. Man begegnet ihm hier als dunkelgrün- grauem Mergel, welcher zahlreiche Trümmer des darunter liegenden Gneisses und diesen in vielen Gängen durch- setzenden Granites enthält. Die zahllosen Versteinerungen, welche hei dem Bau des Tunnels diesen Schichten ent- nommen wurden, stimmen am meisten mit denen des unteren Pläners von Plauen, Kauscha und Gross- Sedlitz,
*) Naumann Erläut. zu Seel. X. p. 351.
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dem ersten Grünsande von Essen in Westphalen und denen des Tourtia-Systemes von d’Archiac an der französisch- belgischen Grenze überein. Geber ihm lagert der schon erwähnte Plänermergel des Tunnels, der sich von hier bis unter die Schichten des Plänerkalkes von Weinböhla zieht.
Aehnliche Grünsande mit Conglomeratmassen des dar- unter vorkommenden Syenites wurden auch heim Bau des von Zaukerode im Plauenschen Grunde nach Priessnitz hinführenden Elbstollens unter den Schichten des auf ihnen ruhenden Plänermergels durchschnitten. Doch sah man ihn hier auch in grünlich - weissen Quadersandstein über- gehen.
Eine scharfe Trennung zwischen dem letzteren und dem Grünsande des unteren Quadermergels findet demnach nicht statt, sondern es bildet derselbe den Uebergang von den tiefer gelegenen sandigen Schichten zu den schnell darauffolgenden Mergelablagerungen, und es wird immer gleichgültig sein, ob wir diesen Grünsand dem unteren Quadersandsteine oder dem unteren Quadermergel heige- sellen. Das erstere geschah in den nachfolgenden Tabellen, wenn er mehr die Natur des Sandsteines beibehält und viele Exemplare der Ostrea Columba führt, das letztere, wenn er mehr mergelig auftritt und keine oder nur aus- nahmsweise Individuen dieser gewöhnlichen Art enthält.
In der Gegend von Meissen finden wir in Sachsen den westlichsten Anknüpfungspunkt des Pläners an jenen, den wir am nördlichen Rande des Harzes vor kurzem verliessen. An dem rechten Ufer der Elbe überlagern seine untersten Schichten den Syenit des durch seine Porphyr- und Granitgänge berühmt gewordenen Bruches unter den Rathsweinbergen der Stadt; sie bildeten die vielbesprochenen Einschlüsse im Granit von Zscheila, nördlich von Meissen, von wo sich der untere Pläner über Gröbern nach Oberau und Niederau verbreitet.
Von Gauernitz an, südöstlich von Meissen, zieht sich derselbe als ein ununterbrochenes Band, hier und da, wie hei Costebaude und Mobschatz, nordwestlich von
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Dresden, und bei Cunnersdorf, Bannewitz, Eutschütz, Welschhufa, Rippien (Rippchen) , Goppeln, Golberoda* Babisnau (Pabstenau) und einigen anderen Orten südlich von Dresden, Ton unterem Quadersandsteine unterlagert, sieb an die Höben des linken Elbufers anlehnend, bis in die Gegend von Pirna, um den Quadersandstein der säch- sischen Schweiz in einen unteren und oberen zu trennen.
Es ist das Quadersandsteingebirge von Sachsen schon so ausführlich beschrieben worden,1) dass ich mich nur auf die Verhältnisse im Grossen und Ganzen desselben und auf die Angabe der für die Altersbestimmung seiner Schichten wichtigsten Punkte beschränke, ich kann aber nicht unterlassen, an dieser Steile zu wiederholen, was von Cotta namentlich auf geistvolle Weise erläutert worden ist. Die Stellung der Pläner- und Quaderschichten lässt es an vielen Orten erkennen, dass erst nach ihrer Abla- gerung eine gewaltsame Empordrängung des Granites in der Richtung von Nordwest nach Südost hier stattgefun- den hat. In diese Hebungslinie fallen auch Hohenstein in der sächsischen Schweiz, wo der Granit den Jurakalk über den Quadersandstein geführt hat, Pankratz in Böhmen, südlich von Grottau, mit seinen stark aufgerichteten Bän- ken von unterem Quader, und andere Punkte, auf welche Cotta2) zuerst die Aufmerksamkeit gelenkt hat.
(festlich von Oherau, an einem in den Moritzburger Wald führenden Fahrwege sieht man den Granit über dem Pläner gelagert, dessen Schichten 20 bis 30 Grad gegen denselben einfallen; bei Weinböhla und in dem Eckert’ - sehen Kalkbruche eine ungefähr 300 Ellen lange Pläner-
d) Beiträge zur geognost. Eeuutniss einiger Theile Sachsens und Böhmens, von Gump recht, 1835. — Geognostisehe Wanderungen von Bernhard Cotta, I. II. 1836. 1838. — Charakteristik der Schichten und Petrefacten des sächsisch - höhmischen Kreidegebirges, von Geinitz, 1839 — 1842: Nachtrag dazu, 1843. — Erläuterungen der geognostisehen Charte des Königreiches Sachsen, von Naumann und Cotta. 1839. 1840. 1845.
2) Cotta, geogn. Wand. II. — Geinitz, Char. p. 110. — Cotta, Erläut. zu Seetion VII.
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wand, welche 14 — 16 Ellen durchschnittlich mächtig ist, durch oft 24 Ellen hohe Syenitmassen überdeckt, welcher durch den hinter ihm emporgedrungenen Granit über den Pläner gestürzt worden ist. In einer Schlucht bei Nieder- wartha, auf dem linken Elbufer zwischen Meissen und Dresden, grenzen steil aufgerichtete und zum Theil über- stürzte Plänermergel an den Granit, und eine Stunde nördlich von Dresden sieht man zwischen dem letzten Heller und dem Dorfe Klotzscha sandige Plänerschichten 70 bis 80 Grad am Syenite aufgerichtet.
In diesen Plänerschichten einen brauchbaren Kalkstein aufzufinden, wie man gegenwärtig bemüht ist, wird sicher vergeblich sein. Sie gehören dem unteren Pläner an, der sich von hier an unter der Stadt Dresden1) hinweg bis auf die südlich gelegenen Höhen emporzieht.
Der untere Quadersandstein, den wir in den Brüchen von Bannewitz und Welschhufa verlassen haben, findet sich weiter südwärts wieder zwischen Rabenau, Paulshain, Dippoldiswalda , Cunnersdorf und Wendisch - Garsdorf,
*) Ein auf dem Antonsplatze in Dresden niedergebrachtes Bohr- loch ergab von oben nach unten folgende Anordnung und Mächtigkeit der Schichten :
54 Fuss aufgeschwemmtes Land,
220 „ Schieferthon,!
89 „ Mergel, > unteren Pläner oder Plänermergel,
151 „ Schieferthon,)
68 „ Quadersandstein,
82 „ röthlichen und grauen Sandstein,!
wechselnd mit rothem Thon,\
176 „ Conglomerat , mit rothem Thon/ Ko™gendes,
lind Sandstein wechselnd, )
840 Fuss. (Cotta, Geogn, Wand. I. p. 132.)
In dem von Herrn Zimmermeister Siemen in Dresden in Antonstadt angelegten artesischen Brunnen durchschnitt man von oben
Pläner 782 Fuss.
57 Fuss Sand und Kies,
742 „ Mergel und Kalkstein.)
40 „ reinen Mergel, j
20 „ grauen Sandstein (Quadersandstein).
(Cotta in Leonh. Br. Jahrb. 1837. p. 41.)
Beide Bohrlöcher aber sind von einander etwa 6600 Fuss weit entfernt
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östlich aber zwischen Tharand, Naundorf und Niederschöna , einige Stunden von Freiherr.
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Die Brüche am letztgenannten Dorfe haben durch Cotta eine Berühmtheit erlangt, welche sie wohl verdienten, da es lange zweifelhaft erscheinen musste, ob man in den hier vorkommenden, an Pflanzenresten reichhaltigen Schieferthonschichten Wälderformation erkennen müsse. Nach Cotta1) ist hier die Anordnung der Schichten im Steinbruclie zunächst dem Dorfe folgende:
1) feinkörniger Sandstein 6 — 8 Fuss,
2) Schieferthon mit Pflanzenresten 2 — 4 Fuss,
3) feinkörniger Sandstein 3 — 6 Fuss,
4) Schieferthon mit Pflanzenresten i — 3 Fuss,
5) feinkörniger Sandstein, Baustein, 8 — 12 Fuss,
6) Gneiss — gegenwärtig im Bruche nicht mehr auf- geschlossen.
Eine gleiche Süsswasserbildung wurde von v, Gutbier bei Weissig, unweit Pillnitz, entdeckt, eine ähnliche später von mir im Quadersandsteine von Waltersdorf2) in der Oherlausitz.
Sie können dem Wäldertlione in keinem Falle mehr gleichgesetzt werden, seit sich das wahre viel jüngere Alter des unteren Quaders herausgestellt hat, und ent- sprechen lokalen Süsswasserabsätzen , welchen auch die Entstehung der Quaderkohle bei Mobschatz, östlich von Dresden, und bei Quedlinburg ihr Dasein verdanken.
Wer sich selbst überzeugen will, dass der bei Pirna vorkommende Pläner derselbe ist, welcher hei Dresden vorkommt, findet hierzu die beste Gelegenheit in einem kleinen Granitbruche, rechts am Fusswege zwischen dem königl. Kammergute und dem Dorfe Gross- Sedlitz. An diesem auf der Eisenbahn nach Pirna leicht zu erreichen- den Orte sieht man den untersten Pläner den Granit be- decken mit demselben Reichthurae an Petrefacten und mit den nämlichen Arten wie auf den Bergen hei Plauen,
*) Geogn. Wand. i. p. 54.
2) Leonli. Br. Jahrb. 1841. p. 457.
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Bei Krebs und Zuschendorf, südlich von Pirna, wird mau ihn nun leicht wieder erkennen. In Pirna selbst liegt er unter der Stadt, am rechten Elbufer, bei Nieder- und Ober-Posta unter der Thalsohle, bebt sich dagegen in den letzten Häusern des Dorfes Copitz, gegenüber Pirna, über das Niveau des Flusses hinaus, um hier die Ueberlagerung des oberen Quadersandsteines sichtbar werden zu lassen. Die hier anstehenden Schichten des unteren Quadermergels sind glauconitische und Kohlenbrocken führende sandige Pläner. Etwas weiter nördlich von diesem Orte trifft man im Wesnitzthale1) im Niveau der Wesnitz thonige Pläner- mergel an, welche den oberen Schichten des unteren Pläners entsprechen. Im Elbthale selbst kann man ihn nur eine kleine Strecke von Pirna elbaufwärts bis an die Mündung des Struppener Thaies an demFusseder hohen Quadersandsteinmauern verfolgen. Von hier an werden die Verhältnisse unklar und selbst die längeren Entblössungen und Durchstiche an dem Fusse der hoben Quadersand- steinmauer, welche wir am linken Elbufer der sächsisch- böhmischen Eisenbahn verdanken, sind nicht im Stande, die Zweifel über das Alter der mächtigen Sandsteinmassen in dieser Gegend zu lösen. Findet der Quadermergel, der von Pirna bis an die Struppener Schlucht zu ver- folgen ist, seinen Anknüpfungspunkt an der etwa 6 F uss mächtigen Thonschicht auf der Höhe des Sandsteinplateaus bei Naundorf am Fusse der Bärensteine, welche gleichfalls Kohlenbrocken und Glauconitkörner führt,2) und zieht sich diess Band von hier aus direct bis in den BOOFuss tiefen Brunnen der Festung Königstein und an die Theresienquelle des Königsbrunnens, so müsste der in bedeutenden Brüchen des linken Elbufers zwischen Vogelgesang und Königstein blossgelegte Sandstein unterer Quader sein. Allein schon
‘ ) Dieser Pläner enthält:
74,479 in Salzsäure unlöslichen Thon,
2.177 lösliche Thonerde und Eisenoxyd,
21.160 kohlensaurer! Kalk,
2,194 organische Substanz und wenig Wasser,
2) Naumann Erläut. zu Scet. X. p. 361.
oberhalb Ober - Vogelgesang hat die Eisenbahn graue thonige Schichten durchschnitten, welche, wenn auch bei gänzlichem Mangel an kohlensaurem Kalk, doch garsehr an Pläner erinnern, Schichten, welche noch an mehreren Orten am unteren Gehänge der Sandsteinfelsen, namentlich Wehlen gegenüber bis eine Viertelstunde vor Königstein zum Vorschein kommen. Sie erscheinen, wie sie Naumann sehr treffend beschreibt, als ein graulich - weisser und aschgrauer, gestreifter und geflammter, thoniger, weicher und feiner Sandstein, welcher auch Kohlenbrocken, aber wohl kaum irgendwo Glauconitkörner enthält. Vertreten diese den Pläner, dann gehören natürlich auch jene sie überlagernde Sandsteinmassen dem oberen Quader an, und — „denn eben wo Begriffe fehlen, da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein“ — man nennt sie Quader- mergeL Hier werden nur die Versteinerungen das Alter des Quaders entscheiden können. Wenn aber in dieser Beziehung die hier häufige Terebratula octoplicata für oberen spricht, so mahnt Exogyra Columba, die man nicht selten auch findet, an unteren Quader zu denken.
Der Geognost wandere aber von Königstein aus durch den Hüttengrund bis an die neu angelegte Kaltwasser- heilanstalt, den Königsbrunnen, von wo aus ein Fahrweg nach Leupoldishain ihn an die Theresienquelle geleitet; diese sehr starke Quelle verdankt dem unteren Pläner ihren Ursprung, welcher hier deutlich den unteren Qua- dersandstein von dem oberen scheidet; und kehrt er dann über Leupoldishain, Kritzschwitz, Naundorf, Rottwernsdorf nach Pirna zurück, so wird er an den drei letztgenannten Orten überall theihveise mächtig entwickelten Pläner wieder erkennen, welcher zum Liegenden wie zu dem Hangenden den Quadersandstein hat. Zwischen Bottwernsdorf (Rotten- dorf) und Pirna bezeichnen glauconitische und Kohlen- brocken führende, kalkige Sandsteine, und Plänermergel auch an dem linken Ufer der Gottleube die Region des un teren Qua dermergels .
Ich kann nicht glauben, dass Einer diese Gegenden verlassen wird, welcher noch Zweifel über die Richtigkeit
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der 1838 von Naumann1) gemachten Beobachtungen hegen könne. Leider aber haben die verführerischen Partien der herrlichen Sandsteingebilde der sächsischen Schweiz so Manchen schon abgehalten, die oft weniger zugänglichen und weniger angenehmen Stellen aufzusuchen, welche von Naumann und mir als für die Ueberlagerung des Pläners durch Quadersandstein beachtenswerth schon früher mehr- fach hervorgehoben worden sind.
Das ganze Quaders and steingebirge der sächsischen Schweiz erhebt sich von Pirna aus allmälig empor zu dem hohen Schneeberge in Böhmen, von wo aus es steil nach dem östlich gelegenen Tetschen und dem Elbthale abfällt. Der Basalt, den man im Dorfe Schneeberg anstehen sieht, welcher auch am Spitzberge bei Kotta, südlich von Pirna, den Pläner blossgelegt hat, scheint auch diese Hebung bewirkt zu haben, nachdem die seinem Empordrängen vorausgehenden mächtigen Erschütterungen wohl die haupt- sächliche Ursache der verticalen Spalten in den Sandstein- massen der ganzen sächsischen Schweiz gewesen sind.
Der Pläner aber am Fuss der Terrasse des oberen Quadersandsteines des Schneeberges fällt, wie von Nau- mann2) gezeigt worden ist, genau in die Verlängerung der Erhebungslinie des Pläners zwischen Pirna , Rott- wernsdorf, Naundorf und Hermsdorf.
Durch das Vorkommen des Pläners an den bezeich- neten Orten aber ist das Alter des Quadersandsteines zwischen Pirna und Tetschen auf dem linken Elbufer wenigstens zum grossen Theile bestimmt. Dem oberen Quader gehört das Plateau zwischen Pirna, dem Gottleube- thale, Hermsdorf, Königstein und dem Elbthale an, wenn auch hier nicht, was jedoch wahrscheinlich ist, die gan- zen, jene thonigen Sandschichten bedeckenden Quader- massen zwischen Königstein und Pirna ihm beigesellt werden sollten. Die Festung Königstein ruht auf dem oberen Quader, welcher, wie es scheint, sich bis in die
4) Naumann Erläut. zu Seel. X. p. 357 u. f.
2) Geogn. Karte von Sachsen Section XI.
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Tiefe des dortigen Brunnens herab erstreckt; der nahe Quirl und der Pfaffenstein können, ihrem Verhältnisse zum Pläner nach, gleichfalls nur oberer Quader sein; hingegen müssen die Sandsteine an den Wänden des Bielaer Grundes und die auf Gneiss auflagernden Sand- steinpartien hei Tyssa in Böhmen, westlich vom Schnee- berge, als unterer Quader angesprochen worden. Ueber das Alter der übrigen an das linke Elbthal zwischen Königstein und Tetschen angrenzenden Sandsteine können zur Zeit noch nur die Versteinerungen entscheiden; denn nirgends in diesen Gegenden ist eine deutliche Spur des Quadermergels bis jetzt aufgefunden worden.
Das rechte Elbufer ist den geognostischen Unter- suchungen in dieser Beziehung nicht günstiger. Der ein- zige mit Sicherheit als unterer Quader erkannte Sand- stein ist nördlich von Pillnitz bei Weissig zu finden, wo er ganz ähnliche Thonschichten enthält, wie sie hei Niederschöna die Aufmerksamkeit auf sich zogen.
Beachtet man dagegen das Auftreten des Pläners hei Pirna, namentlich hei Nieder- und Ober -Posta unter dem Elbniveau, hei Copitz und im Wesnitzgrunde über dem- selben, berücksichtigt man den gänzlichen Mangel an Quadermergel in allen den dem Auge bis jetzt zugäng- lichen Orten zwischen Pirna und der Gegend von Schandau, vor welcher Stadt im Thale der Polenz ähnliche thonige Sandschichten, wie an dem linken Elbufer zwischen Pirna und Königstein über das Niveau des Flusses heraustreten, und berücksichtigt man die gewöhnlichsten Arten der in den zahlreichen Sandsteinbrüchen des Elbthaies und Liebe- thaler Grundes vorkommenden Versteinerungen, so wird es allerdings höchst wahrscheinlich, dass man sich hier überall im oberen Quader befinde, welcher wohl auch das ganze rechte Elbufer bis Tetschen begrenzt und sich in östlicher Richtung nach Kreibitz und Böhmisch - Kamnitz in Böhmen zieht. Im Elbthale selbst würde der Quader- mergel meist unter dem Niveau des Flusses zu suchen sein.
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7. Böhmen. *)
Wer ostwärts vom Elbthale in den dichten Waldun- gen Böhmens das Gebiet des ebenso mächtigen als mono- tonen Quadersandsteines durchforscht hat und sich überall in seinem Bemühen, das Alter desselben zu bestimmen, getäuscht sieht, dem müssen Kreibitz und Böhmisch- Kamnitz wie sichere Häfen erscheinen, in welchen der Schiffer nach vielfachen Irrfahrten angelangt ist, von wo aus er noch einmal die unübersehbare Fläche zu messen und den Charakter derselben ruhig zu beurtheilen versucht.
Wie ist man da überrascht, nördlich von Kreibitz, nur eine halbe Stunde entfernt, plötzlich den Schichten des oberen Quadermergels , ganz ähnlichen Bildungen, wie denen am Salzberge bei Quedlinburg, wieder einmal zu begegnen. Diese sandigen Mergel führen hier viele Kohlenbrocken und gaben dadurch zu einem Versuche nach Kohlen Veranlassung. Darunter und darüber liegt Quadersandstein, und der letztere ist sehr häufig eben so stark mit Kieselsäure durchdrungen, als die glasirten Blöcke der Altenburg und des Eselstalles hei Quedlinburg.
Ostwärts von Böhmisch -Kamnitz aber trifft man an der sogenannten Lochmühle unter dem oberen Quader- sandsteine* 2) graue, feinerdige, schieferige Thonmergel an, welche denen von Luschitz entsprechen. Die Versteine- rungen an beiden Orten, welche ich meistens dem Eifer eines thätigen Sammlers, des Herrn Grohmann in Hasel hei Böhmisch -Kamnitz, verdanke, werden aus den Tabellen ersichtlich sein. Heber das Vorkommen von Quadermergel im Quadersandsteine zwischen Zittau und Gabel bei den sächsischen Dörfern Johnsdorf, Hain und Lückendorf, von denen das letztere gänzlich auf plänerartigem Gesteine
4) Vergl. den vorigen Abschnitt.
2) Irre ich nicht ganz, so ist hier eine Ueberlagerung deutlich zu beobachten. Es ist zu lange her, seit ich diesen Ort besuchte, um diess sicher hier anzugeben.
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ruht, in der Nähe des böhmischen Grenzortes Petersdorf und dem nahen Hirndorf, so wie östlich von Gabel, bei Seifersdorf und Chriesdorf in der Nähe des Jeschken, wo man die den Quadersandstein unterlagernden Pläner überall leicht erkennt, habe ich früher bereits1) Bericht erstattet, und will ihn hier nicht wiederholen. In diesen Gegenden, so wie auch bei Hayda und Böhmisch -Leipa ist wenigstens der grüsste Theil des Quadersandsteines richtig gedeutet worden. Welcher Abtheilung des Quadermergels diese Zwischenlagerungen im Quadersandsteine angehören, lässt sich dagegen nur unsicher bestimmen und das Wort Quadermergel ist hier wieder ganz an seinem Orte.
Das böhmische Quadersandsteingebirge nimmt, nach Reuss,2) einen beträchtlichen Theil des nördlichen und östlichen Böhmens ein, da es den grössten Theil des Leitmeritzer, Bunzlauer, Bidschower und Königgrätzer Kreises, so wie den südöstlichen Theil des Saatzer, den nördlichen des Rakonitzer, Kaurzimer, Czaslauer und Chrudimer Kreises einnimmt, während es im südlichen Böhmen durchaus fehlt, dessen westlichsten aber isolirten Ablagerungen man bei Miecholup und Holletitz und hei Tschermich, Weschitz und Raaden im Saatzer Kreise findet, wo sie dann gänzlich verschwindet, um erst in der Gegend von Regensburg, dem südöstlichen Ende des deutschen Jura — als seiner natürlichen Grenze — wieder aufzutreten.
Zur Kennfniss desselben hat Professor Zippe in Prag viel beigetragen, und mit seltener Genauigkeit ist es in der neuesten Zeit von Reuss in Bilin untersucht worden. Die von dem Letzteren gewonnenen Resultate sind in seinen geognostischen Skizzen 1840 und 1844, so wie in den „Versteinerungen der böhmischen Kreideformation, 1845 “ veröffentlicht worden und daher Jedem zugänglich. Hier sei nur bemerkt, dass man in Böhmen folgende Glieder unterscheiden muss:
1 ) Charakteristik p. 108 — 111.
2) Die Kreidegeb i Id e des westlichen Böhmens. 1844. p.
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1) den oberen Quadersandstein;
2) oberen Quaderniergel, welchen die an Versteinerungen so reichen Plänermergel von Luschitz,1) Priesen, Böhmisch -Kamnitz lind anderen Orten angehören, und in deren Nähe man auch die Bildung der Grana- tenlager setzen kann. Die Zwischenlager im Quader- sandsteine von Kreibitz, die mergeligen Sandsteine von Triebitz, unweit Landskron und Schirmdorf in Böhmen kann ich wegen ihres Reichthums an Schee- ren von Callianassa antiqua gleichfalls nur zu dem oberen Quadermergel rechnen.
3) mit l len Quaderniergel , der als gewöhnlicher Pläner- kalk so schön in den Umgehungen von Teplitz und Bilin auftritt;
4) unteren Quadermergel , welchen Reuss als unteren Plänerkalk bezeichnet hat, welcher Bildung auch glauconitische Mergelbildungen , Gonglomeratschichten und Hippuritenkalke, ganz wie in Sachsen, angehö- ren, und endlich
5) den unteren Quader Sandstein , zum Theil als Grün- sandstein, Exogyrensandstein u. s. w. bezeichnet. Mit Ausnahme der Schichten des oberen Quader- mergels, welche in Sachsen gänzlich zu fehlen scheinen, ist die grösste Aehnlichkeit des böhmischen Quadersand- steingebirges mit dem in Sachsen, als dessen Fortsetzung es füglich nur betrachtet werden kann.
Wie in der sächsisch -böhmischen Schweiz, wie am Oybin hei Zittau, so tritt auch in den Felsen von Aders- bach2) am östlichen Fusse des Riesengebirges , und in den mächtigen Sandsteinmassen des von Braunau , im nordöstlichen Böhmen, sich in das Glatzische ziehenden Heuscheuergebirges der Charakter des Quadersandsteines noch einmal deutlich und herrlich vor Augen. In seiner vielgestaltigen Aussenfläche führt es den Beschauer auch hier in jene Zeit zurück, wo die den grössten Theil von
J) Yergl. p. 11. — Rominger in Leonh. Br. Jahrb. 1847. p.641.
2) Yergl. Schlesien.
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Böhmen bedeckenden marinen Gewässer durch die Einpor- hebung mächtiger Gebirge im Innern von Böhmen plötzlich aus diesem Becken gedrängt wurden und die damals noch zusammenhängenden Quaderfelsen vielfach zerrissen und zum Tlieil gänzlich zerstört haben.
8. Regensburg.
Wir können den Grünsandstein der Umgehungen Regensburgs nicht betrachten, ohne unwillkürlich an den in den Sammlungen sehr verbreiteten Exogyrensandstein am Posteiberge in Böhmen lebhaft erinnert zu werden. Es ist derselbe untere Quader Sandstein mit seinen vielen noch mit Schale bedeckten Exemplaren der Ostrea (Exo- gyra) columba und Terebratula alata, mit Pecten aequi- costatus, Pecten quinquecostatus und Pecten asper.
Nach den Angaben in der naturhistorischen Topo- graphie von Regensburg, von Fürnrohr, Bd. 1. 1838 und nach neueren, theils gedruckten, theils brieflichen Mit- theilungen von Herrn J. Popp , königl. Kreis -Ingenieur in Regensburg, *) verbreitet sich der auf den oberen Glie- dern des weissen Jura aufliegende Grünsandstein von Regensburg aus nördlich zwischen den Thälern des Nah und des Regen bis in die Gegend von Schwaighausen ; südlich aber begleitet er die beiden Ufer der Donau bis in die Gegend von Kehlheim, von wo er sich bis an die grosse Laber hinzieht, um die Hügelreihe bei Abensberg, Langwaid, Schierling, Eggmühl und Aufhausen zusammen- zusetzen. Auf dem anderen Ufer der grossen Laber wird er meistens durch sandige Quadermergel verdrängt.
Es war mir bis jetzt noch nicht vergönnt, diese einladende Gegend zu besuchen, allein so viel ist mir aus den Angaben der genannten Forscher und aus den
*) Korrespondenzblatt des zoologisch - mineralogischen Vereins in Regensburg, 1847. No. 11. 12.
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mir von Herrn Popp , sowie durch die Güte des Prinzen Max von Thum und Taxis freundlichst überlassenen Versteinerungen klar geworden, dass in den Umgebungen Regensburgs auch mehrere Regionen des Quadermergels zu unterscheiden sind. Dem unteren Quadermergel oder unteren Planer gehören höchst wahrscheinlich jene grauen, festen Mergelplatten an, wie sie z. B. auf dem Galgen- berge Vorkommen, von wo ich aus ihnen eine Ammonites peramplus besitze ; dem oberen Quadermergel aber muss ich jene gelblich - weissen, thonigen Mergelsandsteine bei- gesellen, in denen die Scheeren von Callianassa antiqua, Trigonia alaeformis, Ostrea laciniata, Arten von Cyprina und Crassatella ziemlich häufig sind. Es ist dasselbe Gestein, welches bei Triebitz, unweit Landskron, und bei Schirmdorf in Böhmen auftritt. Und mit Regensburg soll hier für das Quadersandsteingebirge in Deutschland die südlichste Grenze gesteckt sein ; denn noch sind die Acten in Bezug auf den Fucoidensandstein bei Wien und die Gosauformation in Salzburg nicht geschlossen.
9. Schlesien.
Der Quadersandstein nördlich vom Riesengebirge, welcher nördlich von Görlitz, zwischen Hochkirch und Langenau an der Chaussee nach Breslau auftritt, scheint wegen des häufigen Vorkommens von Panopaea Gurgites und Pholadomya caudata in ihm oberer Quader zu sein.
Ich habe Schlesien seit meinen früheren Mittheilungen darüber1) nicht wieder besucht, wesshalb ich, hierauf, sowie auf Bey-ricW s spätere Abhandlung „über die Ent- wickelung des Flötzgebirges in Schlesien “ 2) verweisend, hier nur noch einige Bemerkungen hinzufügen kann.
Der feinkörnige Quader bei Giersdorf, nördlich von Löwenberg, enthält viele Exemplare der Nerinea bicincta
*) Die Versteinerungen von Kieslingswalda. 1843.
2) Karsten’ s Archiv. 1844.
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Bronn, die ich damals für Nerinea Borsoni, im Grundrisse der Versteinerungskunde aber als Nerinea Geinitzii Gold- fuss aufgeführt habe.
Den Quader von Moys bei Löwenberg muss ich wegen des in ihm vorkommenden Pecien aequicostatus , den ich niemals im oberen Quader fand, für unteren halten.
Die hoch auf dem Berge gelegenen Mühlsteinbrüche von Waltersdorf, südlich von Lahn, sollen nach Beyrich’s mündlichen Mittheilungen auch unterer Quader sein, in- gleichen die westlich von Langenau, eine Meile nördlich von Hirschberg, so wie der Quader an der Chaussee von Langenau nach Lähn.
Hiermit würde auch Pecten asper nicht mehr als Leitmuschel für den oberen Quader betrachtet werden kön- nen, sondern vielmehr vorzugsweise dem unteren angehören.
Das Verhältniss des Quadersandsteins der Felsen von Ädersbach, in welchen sich diese Muschel findet, zu dem Pläner oder Quadermergel den benachbarten Weckelsdorf1) ist einer neuen Prüfung zu unterwerfen; dagegen trägt der feinkörnige Grünsandstein von Raspenau, zwischen Schömberg und Friedland, ganz den Charakter des unteren Quaders von Regensburg und anderen Orten.
Die Heuscheuer selbst, die sich über dem Pläner des Dorfes Karlsfeld aufthürmt, ist entschieden oberer Quader , welcher überhaupt die Hauptmasse des ganzen Heuscheuergebirges zusammensetzen muss, da der Quader- mergel in Gestalt des Pläners auch bei Cudova, Riickerts und Reinerz in seinem Zusammenhänge zum Quadersand- steine hier überall schon verfolgt ist. 2)
In Bezug auf die Umgegend von Habelschwerdt , in welcher man unteren Quadersandstein, Pläner, oberen Quadermergel und oberen Quadersandstein antrifft, muss ich das Frühere fast wörtlich wiederholen, um es hierdurch von neuem zu bestätigen.
Südöstlich von Habelschwerdt muss einst der östliche Rand eines Binnensees gewesen sein, dessen Wogen die
4) Gein. Kiesl. p. 4.
2) Gein. ebenda.
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alten Grenzgebirge der jetzigen Grafschaft Glatz bespülten Zahllose Meertlnere lebten hier in den untiefen Stellen; denn unermesslich fast ist der Reichthum von ihren Resten, die man an den Rergen vor Kiesling sw al da noch findet. Das Gestein, in welchem sie Vorkommen, ist durchschnittlich ein fein- und dichtkörniger, graulicher Mergelsandstein, bei grösserem Kalkgehalte bläulich, hei Reichthum an glauconitischen Körnchen blassgrünlich, durch Verwitterung bräunlich werdend, und in den unteren, sandigeren Schich- ten, zwischen denen jedoch auch kalkreiche mit Vorkom- men, reich an feinen 'Glimmerblättchen. Diese unteren Schichten enthalten vorzugsweise die Scheeren von Callianassa antiqua , und die vielen Blätter dikotyledonischer Pflanzen, die mit ihnen zugleich hier Vorkommen, sind Zeugen der einst nahe gelegenen Küsten. Dünnere und stärkere, fast horizontal liegende Platten dieses Gesteins bilden die Rerge von Kieslingswalda und werden nur durch den grobkör- nigen Quader der sieben Hirten, östlich von Kieslings- walda, noch überlagert.
Dass diess an den Rergen von Kieslingswalda so schön aufgeschlossene Gestein zu dem oberen Quadermergel gehöre, hat zuerst A. Römer erkannt, der es als oberen Kreidemergel bezeichnet. Es ist dem Gesteine des Salz- berges bei Quedlinburg am ähnlichsten, während die grün- lichen Krebsscheeren - Sandsteine denen bei Ilseburg in dem Klosterholze vollkommen gleichen; die sieben Hirten aber entsprechen den über dem oberen Quadermergel an der Klus bei Halberstadt sich aufthürmenden Felsen des oberen Quadersandsteines auch in ihrer Gestaltung.
Korallen, Radiarien, Rrachiopoden, Serpeln und Fische ' zeigen sich in Kieslingswalda nur in Spuren, während Muscheln und Schnecken und Reste des für diese Schichten so leitenden Krebses hier bedeutend vertreten sind und einzelne Gephalopoden, vorzüglich Raculites incurvatus, gleichfalls nicht fehlen.
Kurz vor Steingrund, auf dem Wege nach Conrads- walda, östlich von Kieslingswalda, erscheint ein blau- graues, kalkiges Gestein, von Quader bedeckt, das von
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dem festen Plänermergel Sachsens nicht zu unterschei- den ist.
Ein gleiches Verhältnis findet bei Langenau statt, bis wohin man von Kieslingswalda aus die dort entwickelten Gebilde nie verlässt. Der Krähenberg von Langenau zeigt dünnplattigen, wenigstens 30 Ellen mächtigen Plänermergel, welcher auf Glimmerschiefer ruht und durch Quadersand- stein mit Spongites Saxonicus überlagert wird.
Nördlich von Langenau, an dem rechten Gehänge der Neisse, eine halbe Stunde etwa vor Habelschwerdt, tritt Plänermergel noch mächtiger auf, ist hier in den unteren Schichten wellenförmig schieferig, wie bei Priessnitz an der Elbe bei Dresden, in seinen oberen aber nicht von den durch den Tunnel bei Oberau in Sachsen durch- schnittenen Schichten des unteren Pläners zu unterscheiden. Ebenso wie dort enthält das Gestein etwa 40 Procent kohlensauren Kalkes und führt nicht selten Inoceramen und grosse Exemplare des Ammonites peramplus.
Unmittelbar vor Habelschwerdt aber wird es dem Gesteine von Kieslingswalda wieder ähnlicher, und auf dem Wege von Habelschwerdt nach Plomnitz ist es das- selbe Gestein wie dort.
Ueber das Alter des Quadersandsteines am südlichen Ende von Habelschwerdt, in welchem Exogyra Columba die einzige mir bekannte Versteinerung ist, traue ich mir bis jetzt noch kein Urtheil zu.
In der Nähe der Papiermühle von Wölfelsdorf, süd- lich von Kieslingswalda und östlich von Langenau, stehen dieselben Bänke, in welchen bei Kieslingswalda die Krebs- scheeren vorzugsweise Vorkommen, mehrere Fuss mächtig an, und überhaupt ist das ganze Becken zwischen Habel- schwerdt, Steingrund, der Wölfelsdorfer Papiermühle, Langenau und der Neisse durch ganz dasselbe Gestein I ausgefüllt, welches sich auch von Habelschwerdt aus nord- wärts nach Grafenort hin erstreckt.
Der Plänerkalk scheint hier überall zu fehlen, da- gegen tritt derselbe in Oberschlesien dicht bei Oppeln
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wieder auf und zeigt hier dasselbe Verhalten wie überall, dass nämlich seine oberen Schichten reicher an Thon und reicher an Scyphien werden als seine tieferen es sind.
10. Mähren , Galizien, Polen.
Einer Schilderung des Quadersandsteingebirges in Mähren dürfen wir von Professor Glocker entgegensehen, der dieses Becken besser als jeder Andere kennt.
Mit der Bearbeitung der Umgehungen Krakau’ s , in dessen Nähe die jüngeren Gebilde dieser Formation Vor- kommen, ist meines Wissens Professor Zeuschner in Krakau eifrig beschäftigt, nachdem schon der jüngst verstorbene Pusch in der „Paläontologie von Polen, Stuttgart 1837“ durch die in ihr beschriebenen Versteinerungen gezeigt hat, dass in Polen vorzugsweise die jüngeren Schichten des Quadersandsteingebirges entwickelt sind. Aus Galizien aber erhielt noch ganz neuerdings das Königl. Mineralien- kabinet in Dresden eine ansehnliche Sendung Versteine- rungen von Nagorzany , 2 Meilen südlich von Lemberg, über welche in diesen Blättern mit berichtet werden soll. Sie erheben es über alle Zweifel, dass hier in dem Osten von Deutschland die nämlichen gelblichen Kreidemergel entwickelt sind , welche an der westlichen Grenze von Deutschland, bei Aachen, wie bei Haldem und Lemförde in Westphalen anzutreffen sind. Sie enthalten zum Theil dieselben Arten von Versteinerungen, zum Theil aber solche, welche bei ihrer grossen Aehnlichkeit die in jenen entfernten Orlen vorkommenden vollkommen vertreten.
11. Baltische Länder.
Welcher Abtheilung des Quadersandsteingebirges die an Feuersteinen und kleinen Korallen so reiche weisse Kreide von Rügen , der nördlichsten Spitze von Deutschland,
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angehört, deren Versteinerungen v, Hagenow1) kennen gelehrt hat, hierüber waltet schon längst kein Zweifel mehr. Es ist obere weisse Kreide, welche den unteren, Feuersteinschichten enthaltenden, Partien des Petersherges von Mastricht entspricht, also der oberen Abtheilung des oberen Quadermergels.
Dieselbe Kreide mit Feuersteinschichten findet sich in der südwestlichen Spitze der Insel Wohin, zwischen den Dörfern Vietzig und Lebhin am grossen Haff, wo in ihr, wie auf Rügen, grosse Exemplare des Ananchytes ovatus, der Ostrea vesicularis und von Inoceramen Vor- kommen.
Erst im Liegenden dieser oberen weissen Kreide aber treten auch in den Baltischen Ländern jene feuer- steinlosen, weisslichen Kreidemergel auf, welche mit denen von Aachen, Westphalen, wie sie bei Lemförde und Haltern sich finden, von Ilseburg und anderen früher hezeiclineten Orten übereinstimmen.
Ueber die Verbreitung derselben, aus welcher ihr inniger Zusammenhang mit den ihnen entsprechenden Schichten im nordwestlichen Deutschland so wie mit den in Polen vorherrschenden jüngeren kreidigen Ablagerungen hervorgeht, verdanken wir neuerdings Herrn Gumprecht eine werthvolle Abhandlung.2)
Schon war es festgestellt, dass eine starke Meile südöstlich von Stettin hei Finkenwalde eine kleine Partie dieser mergeligen Kreide auftritt, aus weicher, darf ich meinem Gedächtnisse trauen, Herr Medicinalrath Dr. Behm in Stettin auch mehre Versteinerungen besitzt; allein diess war bisher der einzige Punkt dieser Art in Pommern im Osten der Oder. Gumprecht entdeckte die Mergelkreide im Camminer Kreise hei den Dörfern Parlow, südlich von Gammin 2\ St. entfernt, Stregow, Wusterwitz, Riss- now und Trebenow und findet es mehr als wahrscheinlich,
1) Monographie der Rügenschen Versteinerungen, in Leonh. Bronn’s Jahrb. 1839 p. 253; 1840 p. 631; 1842 p. 528
2) Zur geognostischen Kenntniss von Pommern, in Karsten’ s Ar- chiv 1846, p, 404 u, f
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dass sie überall in dem hügeligen und zum Theil bewaldeten Distrikte vorhanden sei, welcher sich östlich von Wohin und westlich von Gülzow verbreitet. Bei Parlow enthält sie Belemnites mucronatus, Apiocrinus ellipticus und viele Polythalamien.
Die weissen harten Mergel auf dem nordöstlichen Rande der Insel Gristow gerade über Cammin entsprechen der Kreide von Parlow, wahrscheinlich auch die feuer- steinlosen Kreidemergel in der Nähe der Häringspackerei am Ostseestrande der Insel Wohin. Gumprecht fand sie auf der Insel Usedom in den waldigen Hügeln, südlich von Häringsdorf zwischen diesem Badeorte und dem Dörf- chen Gothen anstehend, an anderen Orten der Insel, wie bei dem Kalkofen südlich von Swinemünde, bei Sellin am Schmollensee, bei der Oberförsterei Pudagla und am Golm- berge beiKaminke wurde von Anderen Mergelkreide erkannt.1)
Dagegen scheint es Herrn Gumprecht wahrscheinlich, 2) dass die obere weisse Kreide einen ununterbrochenen Zug von Pozlow hei Prenzlau in der Uckermark über Neuen- sund, Wittenborn, Cosa Broma, Lübbersdorf und Salow bei Friedland, Hohenmin, Neddemin bei Brunn bis Peselin bei Clempnow in Vorpommern bildet, da an allen diesen Punkten nach den von ihm eingezogenen Erkundigungen die Kreide anstehen soll. „ Auch nördlich von Peselin kommt dieselbe noch an mehreren vereinzelten Punkten in Neu- Vorpommern, z. B. bei Quitzin bei Grimmen, wo Herr v. Hagenow ihre Verhältnisse und Versteinerungen genauer zu studiren Gelegenheit hatte (Leonh. Br. Jahrb. 1842. p. 317), dann in der Nähe des Ostseestrandes bei Güstebin, Vierow und Warsin vor. Gegen Süden und Südwesten zu ist ebenfalls eine nicht unbeträchtliche An- zahl isolirter Kreidepunkte, doch von geringer Ausdehnung von H. v . Blücher 3) (im amtlichen Berichte an die Ver-
J) Gumprecht a. a. 0. p. 465. — 2) a. a. 0. p. 468.
3) Ueber Mecklenburg vergleiche auch: Brückner, wie ist der Grund und Boden Mecklenburgs geschichtet und entstanden ? Neustrelitz und Neubrandenhurg 1825; und Fr. H offmann in Poggendorfs An- nalen 1828. Bd, 12. p- 109—121.
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Sammlung deutscher Land- und Forstwirthe zu Dobberan im J. 1841. Güstrow 1842. p. 97) bekannt geworden, wie z. B. zu Sannow bei Gnoyen, zu Basedow, Molzow und Marxhagen (letztere drei Punkte zwischen Malchin und Waren gelegen), zu denen Gumprecht noch zwei, am Forsthause von Malchin, südöstlich von dieser Stadt, und einen zweiten nördlich davon zwischen dem Dorfe Löschentin und der preussisch - mecklenburgischen Grenze, aber schon auf preussischem Gebiete, hinzufügt.
„Es ist höchst wahrscheinlich, dass das ganze Hügel- land im centralen Mecklenburg in seinem Innern, ähnlich dem Hügellande im Camminer Kreise, Kreide verbirgt, und dass dieselbe ununterbrochen unter der Oberfläche bis nach dem südlichen Mecklenburg fortsetzt, wo ihr Vorkommen im J. 1825 zuerst theils am nördlichen Ufer des Fiesen -Sees bei Nossentin, dann an dessen südlichem Ufer bei Poppentin, Lebbin, Göhren und Neu- Grab enitz, endlich am westlichen Ufer des Müritzsees bei Sietow und Gotthun bekannt wurde, und wo sie in grosser Mächtigkeit selbst noch weiter südlich bis in die Nähe der Branden- burgischen Grenze bei Wipperow auftreten soll. Ob end- lich die von Herrn v. Buch (über Terebrateln p. 88) beschriebenen und in dem mecklenburgischen Kreidestriche (von Gross -Methling bei Demmin) , doch nur in einer Kiesgrube aufgefundenen Terebratula diphya wohl aus den unteren, in Mecklenburg selbst in geringer Tiefe vielleicht anstehenden Schichten des Kreidegebirges herstammt, ist bis jetzt durch direkte Beobachtungen noch nicht erwiesen, dürfte aber um so wahrscheinlicher sein, wenn ein Theil der bekannten Baltischen Kreidepunkte wirklich unteren Kreideformationen angehört.“ (Gumprecht a. a. 0. p. 468 bis 469.)
Und diess ist wahrscheinlich. Fast glaube ich, den unteren Quadersandstein bei dem an Zapkendorf angren- zenden Wendorf in der Nähe von Güstrow in Mecklenburg erkannt zu haben. Der Besitzer jenes Dorfes, ein Neffe unseres Leopold von Buch, fand bei dem Graben eines Brunnens einen mit vielen runden schwarz - braunen
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Flecken1) verzierten Sandstein, welcher dem sogenannten Tigersandsteine von Roschütz bei Dresden vollkommen gleicht und welchen man wohl für Quadersandstein halten kann.
Durch Forchhammer9 s 2) neue Entdeckung der oberen weissen Kreide in Holstein zu Lägerdorf bei Itzehoe ist endlich noch ein wichtiges Glied in die Kette der ver- einzelten Punkte, an welchen diese Formation in den Baltischen Ländern bereits nachgewiesen worden ist, wie- derum eingereihet worden.
12. Dänemark und Schweden.
Wir verlassen Deutschland, aber dieselben Gesteine, welche wir in den Nachbarstaaten bald wieder antreffen, führen uns auf den heimischen Boden wieder zurück.
Die Felsen der oberen weissen Kreide der dänischen Insel Möen wetteifern durch ihre blendende Schönheit und das Grossartige ihres Auftretens mit den unendlich schönen Kreidefelsen der Stubbenkammer auf Rügen.
Die vollkommene Gleichheit der oberen Kreide von der Ostküste Seelands , wo sie von Rödvig Scandse über Höyerup längs des Klintes3) sich theilweise 120 Fuss hoch über der Ostsee erhebt, ist in dem zweiten Abschnitte dieser Blätter schon angedeutet worden. Nur die unteren Schichten sind weiss, die obere Abtheilung dagegen ent- spricht durch Lossheit, leichte Zerreiblichkeit und seine gelbliche Farbe der Mastrichter Tuffkreide. Forchhammer nennt diess Gebilde: Limsteen . Man zersägt den Limsteen in Stücken von i Elle Höhe, i Elle Breite und eine Elle Länge und verwendet dieselben, wie die Tuffkreide von
*) Solche kugelige schwarz - braune Flecken, die man hier und da im Quadersandsteine antrifft, scheinen eine Folge der Verwitterung von Schwefelkieskrystallen zu sein.
2) Karstens Archiv Bd. 20. p. 408
3) einer steilen Küste.
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Mastricht, anstatt der Ziegel zum Bauen. Wenn diess Gestein, so wie auch die eigentliche weisse Kreide des Klintes, einige Zeit der Einwirkung atmosphärischer Ge- wässer ausgesetzt hlieb, kann man sich von dem grossen Reichthume an kleinen Korallen darin, die es gänzlich zusammenzusetzen scheinen, leicht überzeugen. Wenn irgend eine Kreide Ehrenberg’ s Ansicht, dass sie aus diesen Thieren gänzlich geschaffen sei, günstig sein kann, so ist es diese Kreide von Stevnsklint. Mehr Thierreste als hier kann man kaum irgendwo anders beisammen finden.
In der weissen Kreide liegen die Feuersteinknollen zwar in Schichten, allein doch vereinzelt, dagegen bilden sie in dem Limsteen zusammenhängende Schichten, welche sich horizontal oder wellenförmig bisweilen in 2 Fuss Mächtigkeit am Klinte hinziehen.
Giess Verhältniss ist in einer, wie es scheint, wenig gekannten Beschreibung von Stevnsldint1) auf Taf. 1 sehr richtig dargestellt worden. Wenn man den häufig wieder- kehrenden (nicht selten gegen 30 Mal) Wechsel von Feuer- steinplatten und Kreideschichten hier betrachtet, liegt wohl der Gedanke sehr nahe, dass das einstige Kreidemeer sehr reich an gallertartiger Kieselsäure gewesen sein müsse. Diese Annahme erklärt indess noch keinesweges den viel- fachen Wechsel der Schichten. Hierzu bedurfte es jeden- falls der periodischen Wiederkehr jener Flüssigkeit, welche im gallertartigen Zustande den aus dem marinen Kalkmeere nach und nach sich abscheidenden kohlensauren Kalk mit seinen zahllosen kleinen Korallen von oben bis zu einer gewissen Tiefe durchdrang; und solche periodisch wieder- kehrende Ergüsse können, wie mich dünkt, wohl am ein- fachsten der Wirkung heisser Quellen zugeschrieben werden, die in der Nähe der einstigen Meeresküste von Zeit zu Zeit, wenn es die Spannkraft der auf sie einwirkenden Dämpfe erlaubte, sich über die immer von neuem wieder erfolgten kalkigen Ablagerungen ergossen haben.
1 ) Sören Abilclgaards Beschreibung von Stevns Klint und dessen natürlichen Merkwürdigkeiten. Aus dem Dänischen übersetzt. Kopenhagen und Leipzig 1764.
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Auch bei Lebbin auf der Insel Wohin erscheinen die Feuersteine in solchen zusammenhängenden Bänken von ^ bis f Fuss Dicke, wie diess Herr Gnmprecht1) aus- drücklich bemerkt.
Der Zeit des oberen Quadermergels gehört aber auch die Entstehung jenes Korallenfelsens an, welcher einige Meilen westlich von Stevnsklint bei Faxö inselartig hervor- ragt. Einige Paläontologen halten diess Gestein für tertiär, dagegen spricht aber die Identität so vieler seiner Ver- steinerungen mit denen der oberen Kreide von Stevnsklint und mit denen von Mastricht, welcher er aus diesem Grunde zu parallelisiren ist.
Die Molkia Isis Steenstrup $ Forchhammer (Carvo- phyllia oder Isis Faxöensis Aut.)2) war bei dem Baue des mächtigsten Felsens ganz besonders thätig, zwischen ihren Zweigen finden sich zahllose andere Meerestliiere, unter denen ich hier nur Cyathidium holopus St. 8c Förch., ein Crinoidengeschlecht, Terebratula flustracea, Cypraea bullaria Schloth, Nautilus danicus, der sich auch bei Mastricht findet, und drei Arten kurzschwänziger Krebse nenne, die ältesten Mitglieder dieser Gruppe, welche man kennt, und von denen Dromilithes rugosus auch in dem jüngeren Plänermergel von Böhmen vorkommt.
Aelter als die obere weisse Kreide von Stevnsklint und die Korallenkreide von Faxö sind die grauen sandigen Mergel in der Nähe des Skovridergaard (der Försterei) westlich bei Lellinge, welche den sächsischen Plänermergeln und Plänersandsteinen sehr ähnlich sind, und, wie diese, von einem glauconitischen Sandsteine, dem Grünsande von Bornholm unterlagert werden. Nach Steenstrup und Forch- hammer ist dieser Grünsand das älteste Glied dieser For- mationsreihe in Dänemark. Es wird leicht werden, durch seine Versteinerungen zu entscheiden, welchem der drei deutschen Grünsande dieser entspricht; und wir dürfen, wie mir bekannt ist, die Lösung dieser Frage durch diese beiden thätigen Naturforscher baldigst erwarten. Vielleicht
*) Karstens Archiv Bd. 20. p. 468.
-) Abbildung in Geolog. Transactions 2. ser. V. 5. PI. 1. f. 5.
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wird auch der mergelige Kalk von der Insel Saltholm bei Copenhagen, welcher dem deutschen Plänerkalke zu entspre- chen scheint, die Bestimmung jener Schichten erleichtern.1) Viel mag bei Lellinge wenigstens für oberen Quader sprechen.
Auch in Schweden bedarf das Quadersandsteingebirge noch einer Sichtung, mit welcher Herr v. Hagenoiv seit längerer Zeit schon beschäftigt ist. Die ganze hier auf- tretende Formation ist auf Schonen beschränkt.
Charlottenlund bei Ystadt zeigt nach v. Hagenow’s Mittheilungen die obere weisse Kreide, die sich von hier aus in westlicher Richtung bis Malmö verbreitet.
Der Grünsand von Köpinge, Köpingemölla und Sven- torpsmölla, nördlich von Ystadt, scheinen dem Grünsande von Aachen (dem jüngsten) zu entsprechen, vielleichtauch der von Carlshamn, dem nördlichsten und zugleich öst- lichsten Punkte für unsere Formation, wiewohl dieser auch Versteinerungen enthält, die man sonst nur im unteren Quadermergel zu entdecken gewohnt ist. Die korallen- reichen Schichten von Mörby, Kjuge, Ifö, Balsberg und Oretorp, in denen Belemnites mucronatus und Belemnites mannnillatus Vorkommen, können wohl nur der oberen Abtheilung des oberen Quadermergels gleichgesetzt werden, während man geneigt sein möchte, in den an Fischzähnen reichen Schichten von Ignaherga, ältere Schichten, vielleicht den mittlen Quadermergel zu erblicken.
Am Schlüsse dieser Mittheilungen aber drängen sich noch zwei Fragen mir auf:
Gehört das nördlich von Ilelsingborg auftretende Koh- lenlager nicht auch dem Quadersandsteingebirge an? und , ist nicht der Sandstein, über welchem die Quellen des Gesundbrunnens Ramlösa nahe bei Helsingborg herabrieseln , vielleicht der obere Quader?
Bei meinem zu raschen Durchfluge durch Schweden konnte sich dieser Schleier nicht lüften.
4) Vergl. Geinitz in Leonh. Br. Jahrb. 1846 p. 47 — 49, wo es aber auf S. 49 Z. 10 v. o. statt ,,nur scheinbar “ heissen muss „wie mir scheint “ und S.48 Z. 3 v. u. statt „hiermit die mächtigsten“ „hierauf die wichtigsten.“
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Vergleichende Uebersicht der Schichten des |
lade |
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- |
Ländern |
idIscj |
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Aachen, |
laclisi |
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S ch i ch t e 11 . |
Mastricht, |
Westphalen. |
Hannover. |
Harz. |
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Verviers. |
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Aachen. |
Haltern. |
Goslar ? |
Regenslein, Teu- |
>ächsii( |
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Oberer |
Verviers. |
Hüls hei Rothen- |
felsmauer , Ge- |
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|
Quader- |
felde. |
gensteine , Hin- |
M |
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saudstein. |
terberge , Klus- |
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■ |
berge u. s. w. |
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Tuffkreide von |
Mergeisandstein |
Sudmerbergcon- |
Sudmerbergcon- |
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Mastricht. |
des Baumherges |
glomerat. |
glomerat , Plat- |
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Obere weisse |
hei Coesfeld. |
Grüne Sandmer- |
tenberggestein. |
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|
Oberer Quadermer- gel. |
Kreide mit Feuer- |
Grauer und gelb- |
gel. |
Grüne Sandmer- |
|
|
steinen. |
lieber Kreide- |
Kreidemergel. |
gel und Grün- |
||
|
Mergelkreide od. |
mergel. |
sandstein. |
|||
|
Kreidemergel olmeFeuersteine. |
■ |
Kreidcmergel. |
|||
|
Grünsand oder chlorit. Kreide. |
Grünsand. |
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|
Oberer Pläner , |
Plänerkalk. |
Plänerkalk. |
IkeiL |
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|
Mittler |
meist Plänerkalk. |
rerPk |
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|
Quadermer- |
Grünsand und |
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|
gcl. |
Grünsand- conglomerat. |
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Unterer Pläner |
lermerge |
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( Plänermergel und Flammen - |
Plänermergel u. |
Plänermergel u. |
ersandste menraerg |
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|
Unterer |
mergel). |
Flammenmergel. |
Flammenmergel. |
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|
|
Quadermer- |
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||||
|
gel. |
Grünsand. |
Grünsand. |
Grünsand. , |
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|
|
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|
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|
Grünsand |
Grünsand 1 |
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|
Unterer |
Im Teutoburger |
u. Grünsandstein. |
u. Grünsandstein, i |
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|
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Quader- |
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|
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|
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|
Gräfmghagen im |
Am Deister, ind. |
||||
|
Hilsthon. |
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Hilsmulde bei Al- |
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|
Walde. 1 i |
feld, bei Hildes-! heim, bei Schau- 1 delahe im Braun* schweig, u. s. w. j |
||||
|
I f£ SA |
adersandsteinf eblrges in den verschiedenen ntschlands. |
||||
|
Harz, |
Sachsen. |
Böhmen. |
Regensburg. |
— Schlesien . |
r — Baltische Länder. |
|
«lein,l i mauer, ( steine, I erge, lj rge u. s.i |
ächsische lweiz zum Theil. |
Hohe Schnce- herg. Kreibitz. Gabel. |
Sieben Hirten bei Kieslings walda. Heuscheuer. 1 |
i |
|
|
Imcrliergs ment, i «krggeslti ; ine Saudi I und Cnj reidemergi |
Conglomeratarti- ger Sandmergel von Kreibitz. Plänermergelvon Luschitz u. s. w. |
Sandiger und kalkigerMergel. |
Kalkige Mergel u. Grünsandstein v. Kicslingswalda. |
Weisse Kreide mit Feuerstei- nen. Mergelkreide u. KreidemergeL |
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01 |
änerkalk rer Pläner). |
Plänerkalk (Oberer Pläner). |
Plänerkalk von Oppeln. |
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|
"pj na l'liiiieraied tan# % ch »u |
termergel, ürsanclstein , nenmergel ; u'uipt unte- i ■ Pläner, ünsand. iglomerat- vten u. Hip- r inschicht.) |
Unterer Pläner 1 (Plänermergel u. Plänersandstein). Grünsand. (Conglomcrat- schicbtenu. Ilip- puritensebiebt.) |
Unterer Pläner ? |
Plänermergel im Glat zischen. |
|
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’ünsand } nsandstein. i )uader chieferthon laderkohle. |
Grünsand u. Grünsandstein. Quader mit Schieferthon. |
Grünsandstein. Quader. |
Grünsandstein von Raspenau. Quader. |
( Tigersandstein von Mecklen- burg. |
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B. Die Versteinerungen
des
deutschen
Quadersandsteing,ebirg,es.
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Die hier gegebene systematische Uebersicht der Verstei- nerungen enthält theils die von mir seihst beobachteten, theils die von anderen Autoren beschriebenen Arten. Ich nenne von den am meisten citirten Schriften besonders Agassiz , Recherches sur les Poissons fossiles, 1833 — 1843; Bronn , Lethaea geognostica, 1837; Giebel , Fauna der Vorwelt I. 1. 3. 1847 — 1848; Goldfuss, Petrefacta Ger- maniae, 1826 — -1844; Hisinger , Lethaea Suecica, 1837; Mantel!, Geology of Sussex, 1822; Alcide d’Orhigny , Paleontologie francaise, 1840 — 1848; Pusch , Polens Paläontologie; Renss, die Versteinerungen der böhmischen Kreideformation, 1845; Römer, die Versteinerungen des norddeutschen Kreidegebirges, 1841; Sowerby, Mineral- Conchologie Grossbritanniens, deutsch von Agassiz, 1837; Sowerby jun. hei Fitton, Observations on some of the strata between the Chalk and the Oxford- Oolithe in the South East of England, 1836.
Ohne Kritik würde solch eine Arbeit ziemlich werth- los sein. Ob es mir aber gelungen ist, überall die rich- tige Kritik walten zu lassen, muss ich dem Urtheile Anderer überlassen.
In der ihr zuertheilten Form wird diese Uebersicht, wie ich glaube, sowohl den besten Vergleich des deutschen Quadersandsteingebirges mit dem in anderen Ländern entwickelten gestatten lassen, als auch die Trennung des- selben in seine verschiedenen Abtheilungen rechtfertigen. Leider aber war es noch immer nicht möglich, an allen Orten die Formationen vollkommen genau zu bestimmen. Diess gilt zunächst für den Iliis (Hilsthon und Iliis-
6
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conglomerat), dessen Versteinerungen ich lediglich nach Herrn Römers Untersuchungen eingereihet habe. Vielleicht gehört aber ein Theil dieser Hilsgebilde, gleich dem Grünsande von Essen, auch einer jüngeren Zeit an; es gilt zum Theil für den Grünsand von Regensburg, welcher, wie früher gezeigt worden ist, auf mehrere Etagen ver- theilt werden muss. Ebenso konnte es aus manchen Ci- taten des Pläners nicht deutlich werden, ob Plänerkalk oder unterer Pläner, welchen man bisher nicht geschieden hatte, gemeint war. In zweifelhaften Fällen wurde daher das Zeichen auf die den unteren und mittlen Quadermergel trennende Linie gestellt. Den unteren Plänerkalk von Röhmen, wie ihn Reuss bezeichnet, habe ich stets dem unteren Quadermergel beigesellt, den Plänermergel Roh- mens dagegen dem oberen. Auch mehrere Plänersand- steine dieses Landes, z. R. jene von Schirmdorf und Triebitz bei Landskron, in welchen die Ueberreste der Callianassa Vorkommen, mussten aus früher entwickelten Gründen hierher gerechnet werden.
Die Versteinerungen aus Schweden wurden mir durch die freundliche Mittheilung der Forschungen des Herrn v. Hagenow zugänglich.
Ein * in einer der Kolonnen bezeichnet das Vor- kommen einer Art in der ihr entsprechenden Abtheilung des Quadersandsteingebirges. Statt dessen ist gewöhnlich das Gestein seihst näher bezeichnet worden und zwar bedeuten :
Cngl. = Conglomerat , Hippk. — Hippuritenkalk, Gs. = Grünsand, Kr. = Kreide, Km. = Kreidemergel, PI. ^2 Pläner, Pik. =• Plänerkalk , Plm. = Plänermergel, Pis. = Plänersandstein, Qm. = Quadermergel, Qs. = Quadersandstein, welchen ein u., m., o. als unteren, mittlen und oberen erkennen lassen.
Ein ? vor den Gattungsnamen drückt Zweifel über die richtige Stellung der Art zur Gattung aus; ein ? bei den Autoren und Gitaten deutet Unsicherheit in Rezug auf die Stellung der gefundenen Exemplare zu der be- zeichneten Art an; ein ? in einer der sechs Regionen
83
aber die unsichere Einreihung in diese, und ein ? vor den Fundorten Zweifel über die richtige Erkennung der Art.
Da die ganze Anordnung des Materials nach meinem Grundrisse der Versteinerungskunde (1846 — 1847) er- folgt ist, so wurde hei jeder Gattung die Seite angegeben, wo sich letztere näher beschrieben findet, wogegen hei den Arten die auf dieses Buch sich beziehenden Gitate meist weggelassen worden sind. Von anderen Citaten wurden nur die nöthigsten und am meisten verbürgten aufgenommen.
Vielleicht giebt diese vergleichende Uebersicht von Fundorten mannichfache neue Anregung, recht Vieles, was der Schooss der Erde noch birgt, bald zu Tage zu för- dern, denn noch gilt der alte Spruch: „Unser Wissen ist Stückwerk. a
m
Gattungen und Arten.
Autoren, Citate und Bemerkungen.
I. Reptilien.
A. Schildkröten.
C h e 1 o n i a Ch
B. Saurier.
Mosas aurus M. Hoffmanni -
Saurierzähne
Saurierzähne
II. Fische.
A. Cycloiden.
E n ch o d u s E. halocyon .
Hypsodon
H. Lewesiensis
Saurocephalus S. lanciformis .
Istieu s
I. grandis .
I. macrocephalus .
I. microcephalus .
I. gracilis .
0 s m e r u s 0. Cordieri . .
Osmeroi des 0. Lewesiensis
Brongniart, Geinitz Grundriss p. 69.
Gein. in Saciise’s naturhistor. Zeitung. 1847. tb. 1. f. 2. (Humerus.)
p. 159
CoNYBEARE, G. G. p. 78.
Mantell, Faujas Maestricht th.4 — 9.11.18. f. 6.7 tb.50 — 52. — Mantell Sussex tb.33. f. 13; tb.41 f. 3. — Bronn Lethaea p.759. th.33. f.21 ; tb.34. f.öj
schlanker, als die von Mos. Hoffm '.
Römer, Oolithengebirge tb. 12. f. 17. 18; Kreidegebirt,, p. 112. (Samml. des Herrn Sack in Halle, Steinl in Dresden.)
Agassiz, G. G. p. 118.
Ag., Poissons fossiles V.5. p.64. lb.25.c. f.l — 16 — Esox Lewesiensis Mantell tb. 33. f. 2 — 4; tb.41 f. 1. 2. — Römer p. 111. — Reuss I. p. 13. tb. 4 f. 65. 66. — - Giebel Fauna der Vorwelt I. 3. p. f4| Ag., G. G. p. 119.
Ag. V. 5. p.99. tb.25. a. b. (früher Megalodon sauroidc Ag.) — Mantell Suss. tb.33. f. 8; tb.42. f. 1 — 1| Harlan, G. G. p. 119.
Harl., Ag. V. 5. p. 102. tb. 25. c. f. 21 — 29 Mantell tb.33. f.7.9. — ? Reuss p. 13. tb.4. f. 63 Ag., G. G. p. 123.
Ag. V. 5. 11. p. 92. tb. 18
Ag. V. 5. II. p. 93. tb. 16
Ag. V. 5. II. p. 94. tb. 17
Ag. Y. 5. II. p. 94. tb. 15. — Römer p. 111. Artedi, G. G. p. 124.
Ag. V.5. II. p. 101. tb. 60. d. f.l. 2. — Römer p.fplk Ag. G. G. p. 124.
(Salmo Lew.) Mantell tb.33. f. 12; tb.34. f. 1— « tb.40. f. 1. — Agassiz Y. 5. II. p. 105. tb. 60. b.
— Gein. Char. tb. 2. f. 3; Grundr. p. 124. tb. f. 30. — Reuss I. p. 12. — Giebel 1. 3. p. 122.
S ch u p p e n nicht selten. \
|
85 |
|||||||
|
Hi. |
[u.Qs. |
Quadermergel. |
O.Qs. |
Fundorte in Deutschland. |
Fundorte ausser Deutschland. |
||
|
u. |
m. |
0. |
|||||
|
1 |
|||||||
|
— |
— |
Pik. |
— |
Strehlen (Sachsen). |
|||
|
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Aachen. .... |
Kr. Mastricht. Le- |
||||
|
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wes in Sussex. |
||||||
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|
, J |
— |
— |
Pik. |
— |
— |
Strehlen. |
|
|
iilejitl i |
— |
— |
— |
— |
Elligser Brink hei Alfeld. |
||
|
e, Sn |
Gs. |
— |
— |
— |
Essen (Westphalen). |
||
|
Pik. |
Strehlen. |
||||||
|
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Pik. |
Kosstitz (Böhmen). |
Kr. Lewes. |
|||
|
i |
Pik. |
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Böhmen. Sachsen. Qued- |
||||
|
,13. i 3. f |
* |
— |
linburg. Krm. Aachen. |
||||
|
in saii— i2, 0 |
— |
— |
Pik. |
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Strehlen |
Kr. Lewes. |
|
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|
Pik. |
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Bilin (Böhmen). |
Kr. Lewes, New- |
|
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Jersey. |
||||||
|
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* |
— |
Baumberg bei Coesfeld |
||
|
(Westphalen). |
|||||||
|
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* |
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Baumberg. |
|
|
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— |
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* |
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Baumberg. |
|
|
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— |
— |
— |
* |
■ — |
Dülmen (Westphalen). |
|
|
«JE* fl |
|
|
|
* |
___ |
Baumberg , Ibbenbühren |
|
|
(Westph.). |
|||||||
|
]i Ihj |
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Pik. |
Pik. |
Plm. |
— ■ |
Böhmen |
Kr. Lewes, |
|
tü |
Pik. |
— |
— |
Strehlen, Weinböhla (Sach- |
Gs. Bornhohn. |
||
|
121 1 |
sen), Quedlinburg. |
||||||
|
' |
Salzberg bei Quedlinburg. |
2
3
1
1
1
2
3
1
1
1
1
1
0. Monasteri .
0. microcephalus A u 1 o 1 e p i s A. Reussi .
H a 1 e c H. Sternbergi .
B. Ktenoiden.
B e r y x B. ornatus .
B. Zippei . . .
B. germanus . .
Sphenocephalus Sph. fissicaudus .
Hoplopteryx H. antiquus . .
Acr ogaster A. parvus .
G. Ganoiden. Macropoma M. Mantelli
? Palimphyes Gein. Char. p. 10. tb. 2. f. 1. . . (■
Ag. V. 5. II. p. 103. tb. 60. d. f. 3. — Rome: -
p. 111.
Ag. V. 5. II. p. 104. tb.60.d. f.4. — Römer p. 111
Ag. , G. G. p. 124.
Gein. — Cycloidenschuppe Gein. Char. tb. 2. f. 2. - - Beryx ornatus Reüss I. p. 12. z. Theil, tb.2. f. 2. tb. 5. f. 12.13.; tb. 12. f. 1.2.
Ag., G. G. p. 124.
Ag. V. 5. II. p. 123. tb. 63. — Reuss I. p. 13 II. p. 118. tb. 22. 23.
Cuvier, G. G. p. 127.
Ag. V. 4. p. 115. tb. 14. a ; 14.b. f. 1.2; tb. 14. c f. 1 — 6; tb. 14. d. — Zeus Lewesiensis Mantel tb. 34. f. 6 ; tb. 35. 36. — HisiNGERLeth. Suec. tb. C f.4. — Gein. Char. tb.2. f. 3. C; Kieslingsw. tb.^ f. 1; Grundr. p.127. tb.7. f. 29. — Römer p.lO< — Reuss 1. p. 12. z. Theil, tb.5. f. 18. — Schu] p e li und Wirbel (Patella orbis Römer) nicht seltei
Ag. V. 4. p. 120. tb. 15. f. 2. — Reuss I. p. II
tb. 1; tb. 2. f. 1.
f. 1.
Ag. V. 4. p. 121. tb.4 Ag., G. G. p. 127.
Ag. V. 4. p. 129. tb. 17 Ag. , G. G. p. 127.
f. 3. 5. — Römer p. 1 1<
Ag. V.4. p. 131. tb. 17. f. 6— 8. — Römer Ag., G. G. p. 127.
Ag. V.4. p. 134. tb. 17. f. 1. 2.
p. in
Römer p. II1
Ag., G. G. p. 151.
Ag. V. 2. II. p. 174. tb. 65. a.b. c.d. — Amia Lew siensis Mantell tb.9. f. 5 — 11; tb.37. 38. — Bro Leth. p. 740. — Gein. Char. p. 13. tb.2. f.4. — Römer p. 108. — Reuss I. p. 11. tb.4. f. 1 bis 76; tb.5. f. 1 — 6. — Giebel 1.3. p.221.- Koprolithen häufig.
Gattung unbestimmt, kleine Koprolithen, Reuss I. p. 11. tb.4. f. 78 — f (Macropoma Mantelli).
Pycnodus Ag., G. G. p. 153. (Zähne.)
P. complanatus Ag. V. 2. II. p. 197. tb.72. a. f. 40 — 48; P. Münstiij
Ag. ib. f. 26 — 39. — Reuss 1. p. 9. tb.4. f. f — 36. — Giebel I. 3. p. 168.
87
Is.
U. Qs.
Quadermergel, u. m. o.
PI.
*
0. Qs.
Fundorte in Deutschland.
Gommern (Sachsen). Kalkstein des Dettenberges bei Münster.
Baumberg.
Fundorte ausser Deutschland.
Pis.
Pis.
Pis.
Pik.
Pik.
Pik.
Pik.
Gs.
Plm.
Plm.
Böhmen.
Strehlen.
Jungkoldin (Böhmen).
Aulolepis typusAg. von Lewes ist kleiner, schmä- ler und unter- scheidet sich durch die Form der Schuppen.
Böhmen. .... Sachsen , Nettlingen bei Hildesheim.
Nolle b. Rothenfelde (Teu- toburger Wald).
Kr. Sussex. Igna- berga (Sehwe den).
*
Smecznau. Zaluz (Böhm.).
Baumberg (Westphalen).
Baumberg, Amelsbüren bei Münster.
Baumberg.
Baumberg.
PI.
Pik.
Plauen, Strehlen, Wein- Kr. England. Chi- böhla (Sachsen). Böh- may (Belgien), men, Quedlinburg, Re- then (Hannover).
PI.
Plauen bei Dresden, Borzen bei Bilin.
Gs.
PI.
Gs.
Regensburg , Essen. Plauen (Sachs.), Böhmen. Salzberg bei Quedlinburg.
2
3
4
5
1
1
2
1
2
3
4
5
6
1
i
2
3
1
rattungen und Arten.
P. rhomboidalis .
P. scrobiculatus
P. subclavatus
P. Hartl ebeni .
P h y 1 1 o d u s Pb. cretaceus .
Sphaerodus Sph. mitrula . Sph. tenuis
G y r o d u s G. mammillaris
G. quadratus .
G. cretaceus G. angustus
G. Münsteri
G. rugulosiis .
Dercetis D. scutatus
D. Placoiden.
Acro dus A. affinis .
A. polydyctios .
A. triangularis
Ptvchodus a. Zähne.
Pt. latissimus .
Autoren, Citate und Bemerkungen. & 1
ReussI. p. 10. tb.4. f. 46 — 54; P. subdeltoideus Reus - 1. p.10. tb.4. f. 38 — 42. — Vielleicht nicht vei schieden von P. cretaceus Ag. V. 2. II. p. 19$;
tb. 72. a. f. 60. — Geinitz Grundriss p. 15£ tb. 7. f. 19.
Reuss I. p.10. tb.4. f. 15 — 25.64; P. roslratus Reu.t ib. f. 37; P. semilunaris Reuss ib. f. 43 — 45.
Ag. V. 2. II. p. 198. tb.72.a. f. 59. — Faujas Mast j- tb. 18. f. 8. — Römer p. 109. — Reuss 1. p. lil
Römer p. 109 H
Ag., G. G. p. 155. (Zähne.)
Reuss I. p. 11. tb.4. f.62.63; tb. 12. f. 16. . . -
Ag., G. G. p. 154. (Zähne.)
Ag. V. 2. II. p. 214. tb.73. f. 71 — 73. . . . -
tb. 73. f.l.} tb. 7. f. 28. -
Reuss I. p. 9
Ag., G. G. p. 155. (Zähne.)
(Sphaerodus mamm.) Ag. V. 2. I. p.15.
— Römer p. 109. — Reuss I. p.9.
Giebel I. 3. p. 181.
Reuss I. p.9. tb.4. f.56.61. . . .
Ag. V.2.II. p. 233. tb. 69. a. f. 13. — Römer p.10' Ag. V.2. II. p. 235. tb.66.a. f. 14. 15. — Reuss p.9. tb.4. f.55.
Ag. V.2.1I. p.235. tb.69.a. f. 17. — Römer p.10 — Reuss I. p.9. tb.4. f. 57 — 60.
Acy V.2.II. p.235. tb. 69. a. f. 16
Münster , G. G. p. 156.
Ag. V.2.II. p. 259. — Römer p. 109. .
Ag., G. G. p. 166. (Zähne.)
Reuss I. p. 1. tb.2. f.3.4
Reuss II. p. 97. tb.21. f. 1— 8
(Ptychodus triangularis) Reuss I. p. 2. tb. k - f. 14 — 16.
Ag., G. G. p. 163. 167.
Ag. V. 3. p. 157. tb. 25. a; 25. b. f. 24 — 26. • Schlotheim Nachtr. zur Petrefactenkunde tb. 13. f. •
— Pt. lat. und Pt. Schlotheimi Gein. Char. p. 12.6. tb. 7. f. 5 ; tb. 17. f.l — 5. —Reuss I. p.l. tb.. f. 5 — 8. — Giebel 1.3. p.334.
89
s. U. Qs.
Quadermergel.
u.
in.
o.
0. Qs.
Fundorte in Deutschland.
Fundorte ausser Deutschland.
usfeä eilt'
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(sei.
3, f.l.li- 1.28.1
ii p.lf • Ueüss
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PI.
PL
PI.
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Gs.
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PL
PL
PL
Gs. PL Gs. PL
Km.
Pik.
Pik.
Pik.
Plauen b. Dresden, Kosstitz, Borzen b. Bilin (Böhm.).
Plauen, Kosstitz, Borzen.
Kosstitz (Böhmen). Aachen, Wernigerode. Osterwald.
Borzen bei Bilin, Weiss- kirchlitz bei Teplitz. Regensburg.
Kosstitz, Borzen.
Kosstitz, Borzen. . Ilseburg (Harz).
Borzen bei Bilin.
Ilseburg
Kosstitz (Böhmen).
Regensburg.
Salzgitter.
Regensburg.
Baumberg (Westphalen).
Kosstitz (Böhmen). Strehlen (Sachsen). Weisskirchlitz bei Teplitz. Kosstitz, Borzen bei Bilin.
Böhmen
Essen, Waterlappe (West- phalen).
Sachsen , Quedlinburg ; Bochum (Westphalen).
Kr. Mastricht.
Kr. Kent.
Kr. Lewes. Kr. Lewes.
Kr. Lewes. Belluno.
2
3
4
5
1
2
3
4
5
6
7
8
1
2
3
1
1
attungen
und Arten.
Autoren, Citate und Bemerkungen.
Pt. polygyrus .
Pt. mammillaris
b. Flossenstacheln. Pt. arliculatus .
? Ptychodus Hyb o clus H. eristatus H. polyptychus H. Bronni .
H. dispar .
H. serratus H. regularis H. gracilis .
H. tenuissimus S p i n a x S. major .
S. rotundatus .
S. marginatus .
N o t i d a n u s N. microdon .
C o rax C. heterodon .
Ag. V. 3. p. 156. tb. 25. b. f.21 — 23; tb.25. f. 4- bis 11. — Pt. clecurrens Ag. Y. 3. tb. 25. b. zum Theil, namentlich f. 8. — Buckland Geologie tb. 27. c. — Gein. Char. p. 12. 63. tb. 17. f. 6. 11. — Römer p.106. — Giebel 1.3. p. 333.
Ag. V. 3. p. 151. tb.25.b. f.ll— 20. — Pt. altiar - Ag. V. 3. p. 155. tb.25.b. f. 9.10. — Pt.decurrens Ag. V. 3. p. 154. tb.25.b. zum Theil. — Römer p. 107. — Gein. Char. p. 64. tb.17. f.7 — 10.12. — Reuss I. p. 2. tb. 2. f. 11 — 13.
Ag. V. 3. p. 58. tb. 10. a. f. 5.6. — Pt. spectabilis - Ag. V. 3. p. 57. tb. 10. a. f. 1.3. — Mantell tb 39. — Gein. Char. tb. 1. f. 6. — Römer p. 107 Flossen, Gein. Char. p.38. tb. 14. f. 1; Kiesl. tb. 4. f. 3 Ag., G. G. p. 168. (Zähne.)
Reuss I. p. 2. tb. 2. f. 20. .
p. 97. tb. 21. f. 9. 10. .
p. 97. tb. 24. f.28; tb. 42. f.7. tb. 24. f. 27. 28. . tb. 21. f. 14. 15. .
tb. 21. f.ll. . .
Reuss II. Reuss II. Reuss II. Reuss II. Reuss II. Reuss II.
p. 98. p. 98. p. 98. p. 98.
Reuss II. p. 98. tb. 21. f. 16. 17
Cuyier, G. G. p. 163. (Flossenstacheln.)
Ag. V. 3. p. 62. tb. 10. b. f. 8 — 14. — Gei. Kiesl. tb. 4. f.4. — Reuss II. p. 101. tb.21. f. 6 — Acanthias maj. Giebel I. 3. p. 301.
Reuss 1. p.8. tb.4. f. 12. 14. — Odontaspis raphiodi .
Gein. Char. tb. 1. f. 5. c.
Reuss 1. p.8. tb.4. f. 10. 11
Cuvier , G. G. p. 169. (Zähne.)
Ag. V. 3. p. 221. tb.27. f.l ; tb. 36. f. 1. 2. - : Mantell tb.32. f.22. — Gein. Char. p.38. tb. f. 2. — Römer p. 107. — Reuss 11. p. 98. tb. 42. f. Ag., G. G. p. 169. (Zähne.)
Reuss I. p. 3. tb. 3. f. 49 — 71. — Galir pristodontus Ag. zum Theil; C. falcatus Ag. Y. p. 226. tb. 26. f. 14; tb. 26. a. f. 1 — 1 C. appendiculatus Ag. ib. p. 227. tb. 26. f. tb. 26. a. f. 16 — 20; C. affinis Mimst. , Ag. • p. 227. tb. 26. f. 2; tb. 20. a. f. 21—3
91
|
U.Qs. |
Quadermergel. |
0. Qs. |
Fundorte in Deutschland. |
Fundorte ausser Deutschland. |
||
|
u. |
m. |
0. |
||||
|
Gs. |
|
|
|
Tunnel von Oberau. . |
Kr. Lewes. |
|
|
PL |
— |
— |
— |
Plauen bei Dresden. |
||
|
Pik. |
— |
— |
Sachsen, Quedlinburg. |
|||
|
1 Gs. |
Regensburg. |
Kr. Kent, Sussex, |
||||
|
PL |
Pik. |
Plm. |
— |
Böhmen. |
Paris , Belgien, |
|
|
Pik. |
— |
— |
Sachsen, Quedlinburg, Vie- |
Belluno , Dela- |
||
|
nenburg bei Goslar, |
ware. # |
|||||
|
B o chum (Westphalen) . |
||||||
|
_ |
Pik. |
— |
Strehlen (Sachsen). . |
Kr. Lewes. |
||
|
— |
— |
Pik. |
— |
— |
Strehlen. |
|
|
— |
Pik. |
— |
— |
— |
Kosstitz (Böhmen). |
|
|
— |
Pik. |
— |
— |
— |
Weisskirchlitz (Böhmen). |
|
|
— |
Pik. |
— |
— |
— |
ebenda. |
|
|
— |
Pik. |
— |
— |
— |
ebenda. |
|
|
— |
Pik. |
— |
— |
— |
ebenda. |
|
|
— |
Pik. |
— |
— |
— |
ebenda. |
|
|
— \ |
Pik. |
— |
— |
— |
ebenda. |
|
|
Plm. |
— |
Priesen, Postelberg(Böhm.) |
||||
|
— |
Pik. |
— |
— |
— |
Weisskirchlitz. |
|
|
|
Pik. |
|
|
|
Böhmen |
Kr. Lewes. |
|
Pik. |
— |
— |
Strehlen, Quedlinburg. |
|||
|
— |
Pik. |
— |
— |
— |
Kosstitz (Böhmen). |
|
|
Pik. |
— |
! — |
Strehlen. |
|||
|
— |
Pik. |
— |
— |
— |
Kosstitz (Böhmen). |
|
|
Pik. |
— |
— |
Strehlen. |
|||
|
|
Pik. |
_ |
m |
|
Weisskirchlitz (B Öhmen) . |
Kr. Mastricht. |
|
Pik. |
— |
• — |
Strehlen , Quedlinburg. |
Sussex. |
||
|
* |
— |
Aachen. |
||||
|
|
Gs. |
|
|
|
Steinholzmühle b. Quedlin- |
Kr. Kent, Sussex, |
|
burg, Essen (Westph.). |
Mastricht ; |
|||||
|
PL |
— |
— |
•— |
Plauen, Naundorf b. König- |
Ignaberga |
|
|
stein (Sachsen). |
(Schweden). |
|||||
|
Pik. |
— |
■ — |
Sachsen, Böhmen, Qued- |
|||
|
linburg, Salzgitter. |
|
Gattungen und Arten. |
Autoren, Citate und Bemerkungen. |
likjc |
|
|
J= |
|||
|
— Mantell tb. 32. f. 12 — 16. — Galeus prist. Bronn Leth. tb. 33. f. 20. b. — Gein. Char. |
|||
|
tb. 1. f. 1.2. — Römer p. 107. — Giebel I. 3. p. 370. |
|||
|
2 |
C. pristodontus |
Ag. V. 3. p. 224. tb. 26. f . 9 — 13; C.Kaupii Ag. ib. p. |
|
|
225. tb.26. f. 4 — 8; tb. 26. a. f. 25— 34.— Faujas Maestr. tb. 18. f. 1.9. — Bronn Leth. tb.33. f.20.a. |
|||
|
3 |
C. obliquus |
Reuss I. p. 4. tb. 4. f. 1 — 3 |
|
|
S c y 1 1 i o d u s |
Ag., G. G. p. 170. (Zähne.) |
||
|
1 |
S. Humboldti . |
(ScyRium H.) Reuss 1. p.4. tb.4. f. 4 — 9. . |
|
|
2 |
S. crassi conus . |
(Scyllium er.) Reuss I. p. 4. tb.2. f.21.22; tb. 12. f.ll |
- - |
|
Gomphodus |
Reuss (Zähne.) |
||
|
1 |
G. Agassizi |
Redss II. p. 99. tb. 21. f. 22 — 25 i |
|
|
Galeocerdo |
Müller, G. G. p. 170. (Zähne.) |
||
|
1 |
G. gibberulus . |
Ag. V. 3. p. 232. tb.26.a. f. 62. 63 - |
• - |
|
Sphyrna |
Rafinesque, G. G. p.171. (Zähne.) |
||
|
1 |
Sph. denticulata . |
(Zvgaena dent.) Münster, Ag. V. 3. p.236. tb.26.af |
|
|
f. 60. 61. |
|||
|
Hcmipristis |
Ag., G. G. p. 171. (Zähne.) |
||
|
1 |
H. subserrata . |
Münster Beiträge VII. p.21. — Giebel I. 3. p. 368- |
- |
|
— H. serra Ag. 3. p.237. |
|||
|
Squatina |
Dumereuil, G. G. p.171. (Zäline.) |
||
|
1 |
S. Mülleri . |
Reuss II. p. 100. tb.21. f. 18 — 20 |
- |
|
2 |
S. lobata . |
Reuss II. p. 101. tb. 21. f. 21 ■ |
- |
|
Car charias |
Cuvier, G. G. p.171. (Zähne.) |
||
|
1 |
C. acutus . |
Ag. V. 3. p. 242. tb.36. f. 8. 9 • |
|
|
2 |
C. priscus . |
Giebel I. 3. p. 366. — Scoliodon priscus und Oxyrhir- |
|
|
heteromorpha Reuss I. p.7; 11. p. 100. th.3. f. 1 16; tb. 24. f. 23.24; tb.42. f. 10 — 12. — ? Cor laevis Giebel I. 3. p.371. |
|||
|
Otodus |
Ag., G. G. p. 172. (Zähne.) |
[ I |
|
|
1 |
0. appendiculatus . |
Ag. V. 3. p.270. tb.32. f . 1 — 25. — Mantell tb. 3 |
k |
|
f. 2. 3. 5. 6. 9. — Faujas Maestr. tb. 18. f. 2. - |
_ j |
||
|
Gein. Char. p. 1JL tb. 1. f. 3.5.a.b. — Römer 107. — Reuss I. p.5.99. tb. 3. f. 22 — 29; ( latus ib. p. 5. tb.3. f.32.33. — Giebel 1.3. p.35 •9 ] i |
|||
|
2 |
|0. rudis . . . |
Recss 11. p. 99. tb. 21. f. 26.40 |
93
|
U.Qs. |
Quadermergel. |
O.Qs. |
Fundorte in Deutschland. |
Fundorte ausser Deutschland. |
|||
|
u. |
m. |
0. |
|||||
|
Gs. |
|
|
Nolle bei Rothenfelde (Ten- |
||||
|
toburger Wald). |
|||||||
|
Kr. |
— |
Lüneburg. |
|||||
|
* |
— |
Km. Ilseburg , Kreibitz |
|||||
|
(Böhmen), Gs. Aachen, |
|||||||
|
Cngl. Wernigerode. |
|||||||
|
- |
— |
— |
— |
* |
— |
Gs. Aachen, Haldem (West- |
Kr. Mastricht; Ig- |
|
phalen). |
naberga, Ifö |
||||||
|
(Schweden). |
|||||||
|
- |
— |
PL |
— |
— |
— |
Böhmen. |
|
|
_ |
— |
PL |
_ |
— |
_L_ |
Böhmen, Plauenb. Dresden. |
|
|
- |
— |
Cngl. |
— |
— |
— |
Borzen bei Bilin. |
|
|
- |
— |
PL |
— |
— |
Weisskirchlitz. |
||
|
- |
— |
— |
— |
Km. |
— |
Haldem (Westphalen). |
|
|
- |
— |
— |
Pik. |
— |
— |
Strehlen (nach Agassiz). |
|
|
* |
Regensburg, Haldem |
||||||
|
(Westphalen.) |
|||||||
|
_ |
|
PL |
|
|
|
Kosstitz, Borzen bei Bilin. |
|
|
- |
— |
— |
- — |
Plm. |
— |
Priessen (Böhmen). |
|
|
" |
|
|
2 |
— |
Bochum (Westphalen). |
||
|
- |
PL |
— |
— |
— |
Weisskirchlitz , Kosstitz |
||
|
(Böhm.) . Plauen b .Dresd. |
|||||||
|
Pik. |
— |
? Quedlinburg. |
|||||
|
G |
s. PL |
Pik. |
Plm. |
Böhmen |
Kr. Mastricht, Sus- |
||
|
— |
Gs. |
Pik. |
Gs. |
— |
Quedlinburg. |
sex, Normandie, |
|
|
PL |
|
— |
— |
Plauen , Gross - Sedlitz |
Delaware. |
||
|
(Sachsen.) |
Km. Saltholm bei |
||||||
|
Pik. |
— |
— |
Sachsen. Langelsheim und |
Kopenhagen. |
|||
|
Vienenburg bei Goslar. |
Korallenkr. Faxö |
||||||
|
Gs. |
— |
— |
Nolle bei Rothenfelde. |
(Dänemark). |
|||
|
* |
Aachen, Münster, Stapeln- |
Ignaberga,Kjuge, |
|||||
|
burg (Harz). |
Ifö (Schweden). |
||||||
|
— |
PL |
— |
— |
Weisskirchlitz (B Öhmen) . |
3
4
5
6
7
1
2
3
4
1
2
3
Eittungen und Arten.
0. sulcatus
0. crassus
Autoren, Citate und Bemerkungen. ils
Gein. Kieslingsw. p.5. 1b. 4 f. 2. — Reuss II. p. 100. " tb. 21. f. 41.
Afi; Y. 3. p. 271. tb. 36. f. 29 — 31. . . . “
0. basalis .
0. semiplicatus
0. serratus
0 x y r h i n a 0. Mantelli
0. angustidens
Giebel I. 3. p.354
Mün., Ag. V. 3. p. 272. tb. 36. f. 32.33. — Reuss- 1. p. 5.
Ag. V. 3. p. 272. tb. 36. f. 27.28. — Reuss I. p.5^
Ag., G. G. p.173. (Zähne.)
Ag. V. 3. p.280. tb. 33. f. 1 — 9.; 0. subinflata Ag - V. 3. p. 284. tb.37. f. 6.7. — Gein. Char. p. 12 38. tb. 1. f. 4. a — d ; Grundr. tb.7. f. 13.14. - Römer p. 108. — Reuss 1. p.5. tb.3. f. 1 — 6. — Giebel I. 3. p. 357. — ? Hisinger Leth. tb. C f. 5. a — d. g. li.
Reuss I. p. 6. tb.3. f. 7 — 13. — Gein. Grundrir tb.7. f. 15.
0. acuminata 0. Zippei .
L a m n a L. acuminata
L. subulata
L. raphiodon
Reuss I. p. 7. tb.3. f. 17— 19; tb.7. f.20. .
Ag. V. 3. p. 284. tb. 36. f. 48 — 52. — Hisingi Leth. tb. C. f. 5. e. f.
Cuvier (Odontaspis Ag.) G. G. p. 173. (Zähne.)
Ag. V. 3. p. 292. tb. 37. a. f. 54 — 57. — Reuss f p. 8. — Römer p. 108.
Ag. V. 3. p. 296. tb. 37. a. f. 5 — 7. — ? Reuss I - p. 100. tb. 24. f.25. — Squalus cornubieus Mante tb. 32. f. 1. — Lamna acuminata Giebel I. 3.
360. zum Theil.
Ag. V. 3. p. 296. tb. 37. a. f. 11—16. — Enchoc'v 'halocyon Gein. Char. tb. 17. f. 13. 14. — Röhl p. 108. — Reuss I. p. 7. tb. 3. f. 34 — 36; j p. 100; Lamna plicatella Reuss I. p. 7. tb. , f. 37—44.
95
|
1 !s. |
U. Qs. |
Quadermergel. |
0.«s. |
Fundorte in Deutschland, |
Fundorte ausser Deutschland, j |
||
|
u. |
m. |
0. |
|||||
|
- |
|
PI. |
|
|
Plauen b. Dresden, Wesnitz- |
Kr. Ignaberga? |
|
|
grund bei Pirna. Weiss- |
(Schweden). |
||||||
|
kirchlitz. |
|||||||
|
. |
G |
s. |
— |
— |
— |
Regensburg und Kelheim |
|
|
an der Donau. |
|||||||
|
_ |
— |
— |
— |
Gs. |
|
Quedlinburg. |
|
|
- |
. — |
PI. |
— |
— |
— |
Kosstitz (Böhmen). |
|
|
PL |
— • |
— |
Quedlinburg, Strehlen |
||||
|
(nach Agassiz). |
|||||||
|
— |
PI. |
— |
— |
Kosstitz. |
Kr. Mastricht. |
||
|
i |
G |
s. PI. |
Pik. |
|
Böhmen, Sachsen. . |
Kr. Kent, Sussex ; |
|
|
[ |
Pik. |
— |
— |
Quedlinburg, Vienenburg, |
Ignaberga , Kö- |
||
|
. |
Langelsheim , Goslar |
pinge, Kjuge, |
|||||
|
. 1 |
(Harz), Rethen (Hann.), |
(SchwetL); Ko- |
|||||
|
Bochum (Weslphalen). |
rallenkreideFaxö |
||||||
|
Gs. |
— |
— |
Nolle bei Rothenfelde. |
(Dänemark). Gs. |
|||
|
* |
— |
Aachen. |
Perle- du-Rhöne. |
||||
|
il- |
G |
s. — |
— |
— |
— |
Steinholzmühle b. Quedlin- |
Kalkstein Saltholm |
|
burg, Essen (Westph.). |
b. Kopenhagen. |
||||||
|
PK |
— |
— |
— |
Plauen bei Dresden, Gross- |
|||
|
Sedlitz b. Pirna. Böhm. |
|||||||
|
Gs. |
— |
— |
Nolle bei Rothenfelde. |
||||
|
* |
— |
? Vaels. |
|||||
|
— - |
PL |
— |
Plm. |
|
Böhmen. |
||
|
;J- |
— |
— |
— |
? |
— |
Gs. Regensburg. . |
Ignaberga, Köpinge |
|
(Schweden). |
|||||||
|
41 ißi ’ |
— |
PL |
— |
|
|
Kosstitz (Böhmen). |
Kr. Kent, Sussex, |
|
Pik. |
— |
, |
Strehlen. |
Yorkshire. |
|||
|
* |
— |
Aachen, Km. Ilseburg. |
|||||
|
,[« 1 - |
— |
PL |
— |
— |
— |
Kosstitz , Weisskirchlitz. |
Kr. England ; Igna^ |
|
Pik. |
— |
— |
Strehlen, Wein!) ö lila, |
berga, Balsberg |
|||
|
jj .. |
(Sachs.) , Quedlinburg. |
(Schweden). |
|||||
|
? |
— |
Gs. Regensburg. |
|||||
|
l;!;a * > |
Hippk. |
— |
— |
— |
Bilin |
Kr. Lewes ; Igna- |
|
|
li |
PL |
1 |
— |
— |
Weisskirchlitz hei Teplitz, |
berga und Ifö |
|
|
56; |
Plauen bei Dresden, |
(Schweden). |
|||||
|
f |
Gross-Sedlitz bei Pirna. |
New - Jersey. |
|||||
|
F |
Gs. |
I — |
— |
— |
Regensburg. |
||
|
Pik. |
— |
— |
Sachsen. |
||||
|
* |
— |
Quedlinburg, Km. Vienen- |
|||||
|
i |
burg, Aachen, Vaels |
||||||
|
1 |
(Limburg). |
4
5
1*
1
1
1
1
1
1
1
2
1
attungen und Arten.
Autoren, Citate und Bemerkungen.
L. undulata L. regularis
I s ch y o d o n
I. Agassizi . . .
Placoiden - Schuppen Placoiden- Wirbel
III. Krebse.
A. Decapoden.
a. Garneelenkrebse. Mysis
?M. Steinlae .
Palaemon ? P. dentatus . b. Krustenkrebse. Glvp he a G. ornata . . .
Klytia
K. Leachi . . .
Callianassa C. Faujasi .
C. antiqua .
c. Palinuriden. Podoeratus P. Dülmense .
Reuss I. p. 8. tb.3. f.45 — 48
Giebel I. 3. p. 362
Egerton, G. G. p. 177 und p. 163. (Chimaera). (Flossenstachel.)
(Chimaera Ag.) Buckland, Ag. V. 3. p. 341. tb.40.a. f. 3 — 5; tb. 40. c. f. 14 — 16.
Reuss II. p. 101. tb.21. f.44 — 64
Agassiz V. 3. p. 360. tb.40.a. f.9-23. — Bronn Leth. tb. 27. f. 24. — Römer p. 108. — Reuss I. p.8. — Gein. Grundr. p.178. tb.7. f. 18.
Latreille.
(Limulus Steinlae) Gein. Kiesl. p.6. tb. 4. f. 5.
Fabr^ius.
Römer p.106. tb. 16. f. 24.
H. v. Meyer, G. G. p.205.
(Astacus orn.) Phillips Yorkshire I. p. 170. tb. 3 f. 2. — Römer p.105. tb. 16. f. 23.
H. v. Meyer, G. G. p.206.
(Astacus L.) Mantell tb. 29. f. 1. 4. 5 ; tb. 30. f. 1 — 3j tb. 31. f. 1— 4. — Gein. Char. p. 14.39. tb. 1 f. 1. — Glyphea L. und Gl. Sussexiensis Rome p. 105. — Reuss I. p.14; II. p. 103. 118. 12! tb. 6. f. 1 — 6; tb. 42. f.3.
Leach.
(Pagurus F.) Desmarest, Crust. foss. tb. 11. f. 2. Faujas Maestr. tb.32. f. 5.6. — Bronn Leth. p.73 tb.27. f. 23. — Römer p. 106. — Reuss I. p. 1 tb. 5. f. 52. und
Otto, Römer p. 106. tb. 16. f.25. — Gein. Kieslings p.6. tb.l. f . 1 — 4; Grundr. p.210. tb.8. f.12.1!
Beide können wohl kaum von einander getrer werden.
S. Abbildungen Taf. II. Fig. 2 — 5.
Becks, n. g.
Becks in der Sammlung des Gymnasiums zu Münst S. Abb. Taf. II. Fig. 6.a.b.
97
|
U.Qs, |
Quadermergel. |
O.Qs. |
Fundorte in Deutschland. |
Fundorte ausser Deutschland. |
||
|
u. |
m. |
0. |
||||
|
|
1 PL |
|
|
£ |
Böhmen. |
|
|
— |
1 — |
— |
* |
— |
Quedlinburg. |
|
|
— |
- |
Pik. |
— |
— |
Strehlen. . . |
Gs. Maidstone. |
|
|
PI k. |
__ |
_ |
|
Weisskirchlitz hei Teplitz. |
|
|
— |
PL |
— |
— |
— |
Kosstitz (Böhmen). |
Kr. England. |
|
Pik. |
— |
— |
Strehlen, Weinböhla(Sach- |
|||
|
sen), Hundorf (Böhm.), Oppeln (Schlesien) , |
||||||
|
Quedlinburg, Lieben- |
||||||
|
bürg, Rethen, Bochum, |
||||||
|
Km. |
— |
Münster. |
||||
|
— |
PL |
— |
— |
— |
Plauen bei Dresden. |
|
|
— |
— |
— |
— |
— |
Bredenbeck am Deisler. |
|
|
Bredenbeck , Congl. am |
Speeton (Yorks- |
|||||
|
Osterwalde. |
hire). |
|||||
|
|
__ |
Pik. |
_ |
__ |
Strehlen, Weinböhla ; Hun- |
Kr. Lewes. |
|
dorf (Böhmen). |
||||||
|
* |
— |
Quedlinburg, Osterfeld und |
||||
|
Dülmen (Westphalen). |
||||||
|
% |
— . |
Pis. Trieblitz , liradeck |
||||
|
und Prag. |
||||||
|
— |
- — |
— |
* |
— |
Gs. von Kieslingswalda im |
Kr. Mastricht. |
|
Glatzischen, Regensburg. Kreibitz, Hradeck, Leit- meritz, Schirmdorf und Triebitz bei Landskron in Böhmen, u.Klosterholz b. llseburg. — Plm. Böh- men. — Quedlinburg, Altenrode, Gehrden, yeckenstedt, kl. Recken Dülmen, Aachen. |
||||||
|
* |
Haltern. |
|||||
|
— |
— |
— |
* |
— |
Fester, kalk. Qm. v. Dülmen, |
|
|
Gs. Kieslingswalda? |
1
1
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
LI
L2
L3
1
2
3
4
5
6
7
d. Brachyuren. Podophthalmus P. Buchi
P r o m i 1 i t e s D. rugosus .
B. Lophyropoden.1)
Cyth er ina
C. parallela
C. complanata .
C. solenoides .
C. faba ....
C. ovata
C. Hilseana
C. attenuata C. elongata C. laevigata C. subdeltoidca
C. punctatula . C. asperula ? C. pedata .
Cypridina C. Karsteni C. quadrilatera . C. semiplicala . C. triplicata C. concentrica . C. pulchella C. ciliata .
Desmarest, G. G. p.213.
Reuss I. p. 15. tb.5. f. 50
Milne Edwards, G. G. p.216.
(Brachyurites rüg.) Schlotiieim Petr. I. p. 36 ; II. p.23. tb. 1. f. 2. — Dr. pustulosus Reuss I. p. 15. tb.7. f. 26.29 : tb. 11. f. 23.
Lasiarck, G. G. p.243.
Reuss I. p.16. tb.5. f. 33. .
Reuss I. p. 16. tb.5. f.34.
Reuss II. p. 104. tb. 24. f. 14.
Reuss II. p. 104. tb.24. f.3.
Römer p. 104. tb. 16. f. 21. — f. 35.
Römer p.104. tb. 16. f. 17. — Reuss I. p. 16. tb.5. f. 39.
Reuss II. p. 104. tb.24. f. 15 t
Reuss I. p. 16. tb.5. f. 36 1
Römer p. 104. tb. 16. f. 20 1
Münster, Leonhard u. Bronn Jahrbuch 1830. p. 64 1 1835. p. 446. — Römer in Leonh. Br. Jahrb. 1838 p. 517. tb. 6. f. 16. — Römer p.105. tb.16. f.22 — Reuss I. Kr. p. 16. tb.5. f. 38. — Cythere trigon Bosouet, les entomostraces foss. d. 1. craie de Maestricl; p. 8. tb. 1. f.3.
Reuss I. p. 16. tb.5.
Römer p. 104. tb.16. f. 18. .
Reuss I. p.16. tb.5. f. 37. .
Gein. Kieslingsw. p.6. tb.5. f. 13. Milne Edwards, G. G. p.244. Reuss II. p. 104. tb.24. f. 19. Römer p. 105. tb. 16. f. 19.
Reuss II. p. 104. tb. 24. f. 16. Römer p. 104. tb.16. f. 18.
Reuss II. p. 105. tb.24. f.22. Bosquet p. 12. tb.2. f. 5. .
Reuss II. p. 104. tb.24. f. 17.
L) Ich verdanke die Zusammenstellung der Lophyropoden meinem verehrt f
99
|
ils. |
U. Qs. |
Quadermergel. |
0. Qs. |
Fundorte in Deutschland. |
Fundorte ausser Deutschland. |
||
|
m. |
0. |
||||||
|
_ |
Plm. |
. |
Hochpetsch (Böhmen). |
||||
|
_ |
|
|
|
Plm. |
— |
Pöstelberg (Böhmen). |
Korallenkreide |
|
Faxö (Dänemark). |
|||||||
|
_ |
PI. |
Pik. |
Plm. |
Böhmen. |
|||
|
- |
— |
PI. |
Pik. |
Plm. |
— |
Böhmen. |
|
|
- |
— |
— |
— |
Plm. |
— . |
Böhmen. |
|
|
L |
— |
— |
— |
Plm. |
— |
Böhmen. |
|
|
— |
PI. |
PL |
— |
. — |
Böhmen. |
||
|
Km. |
— |
Lemförde. |
|||||
|
— |
— |
— |
— |
— |
Ilils (Hannover). |
||
|
Pik. |
Plm. |
— |
Böhmen. |
||||
|
- |
— |
— |
— |
Plm. |
— |
Böhmen. |
|
|
• |
— |
PL |
— |
— |
— |
Böhmen. |
|
|
— |
— |
— |
* |
- — |
Gehrden. |
||
|
- |
* |
PI. |
Pik. |
— . |
— |
Sachsen, Böhmen. . |
Kr. Mastricht. |
|
Plm. |
— |
Böhmen. |
Auch im gelben |
||||
|
* |
— |
Km. Lemförde. |
Subapenninen- |
||||
|
Auch in mio eenen lind |
sande v. Castell’ |
||||||
|
pliocenen Tertiärschich- |
arquato; nach |
||||||
|
ten Oesterreichs, Böh- |
MiuisterbeiBor- |
||||||
|
mens, Mährens, Ungarns, im Steinsalz v.Wieliczka, in d. Subapenninenform. d.nordw. Deutschlands. |
deaux und Paris. |
||||||
|
— |
— |
— |
— , |
— |
Ilils (Hannover). |
||
|
■ |
— |
Pik. |
— |
Plm. |
— |
Böhmen. |
|
|
— - |
PL |
— |
— |
— |
Plauen hei Dresden. |
||
|
.. |
___ |
— |
— |
Plm. |
|
Böhmen. |
|
|
■ |
— |
— |
— |
* |
— |
Gehrden. |
|
|
. |
■ — |
■ — |
* |
— |
Böhmen. |
||
|
— |
— |
— |
— |
— |
Ilils (Hannover). |
||
|
— |
— |
— |
Plm. |
— |
Böhmen. |
||
|
— |
— |
— |
* |
— |
Km.Falkenb erg(Limburg) . |
Mastricht , Sichen |
|
|
— |
— |
— |
Plm. |
— |
Böhmen. |
(Limburg). |
(fl mcle Herrn Dr. Reuss in Bilm.
7
8
9
10
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
attungen und Arten.
Autoren, Citate und Bemerkungen.
C. ornatissima . G. spinosa .
C. cornuta .
C. Cirripeden.
Pollicipes P. Bronni .
P. Nilssoni
P. laevis .
P. glaber .
P. graciiis . P. unguis .
P. radiatus
Reuss II. p.104. tb. 24. f. 12. 18. .....
Reuss II. p. 105. tb. 24. f.21
Römer in Leonii. Br. J. 1838. p.518. tb. 6. f. 31. — Reuss II. p. 105. tb.24. f.20.
Lamarck, G. G. p. 246.
Römer p. 103. tb. 16. f. 8. — Belemnitenschnabel Bronn Leth. p.720. tb. 33. f. 16.
Die Spitze der Rückens chaale ist aufwärts gebogen.
( Anatifera N.) Steenstrup in L.Br. Jahrb. 1843. p.864. — Sepiae rostrum Nilss. Petr. Suec. tb.2. f. 1. — Hisinger Leth. p.31. tb.30. f.2. — Abbild. Taf. II. Fig. 7.a.b.
Rückenschale etwas breiter als bei P. Bronni, mit abwärts gebogener Spitze.
Sowerby bei Fitton tb. 11. f. 5. — P. Bronni Gein. j Char. p.43. tb. 14. f. 9; Grundr. p.247. zumTheil. | tb. 11. f. 22. — Reuss I. p. 16. tb. 5. f. 40. 41. tb. 12. f. 4.
Rückenschale schmäler als bei P. Bronni, und dir Spitze ist abwärts gebogen.
Römer p. 104. tb. 16. f. 11. — P. graciiis Gein. Char p.65. tb. 17. f. 16 — 18; P. maximus Gein. Kiesl tb. 5. f. 14. — Reuss I. p. 17. tb.5. f. 45 — 49 tb. 13. f.86— 91; II. p. 105. tb.24. f.ll; tb.42 f. 17.
Römer p.104. tb. 16. f. 14. . . . . . . .
Sow. b. Fitton tb. 11. f. 5.* — Reuss I. p.17. tb.5* f. 44. — ? P. uncinatus Römer p.103. tb . 16. f. 1(
Sow. b. Fitt. tb . 11. f.6. — ? Römer p. 103. tb. 11 f. 13. — Reuss I. p.17. tb.5. f. 42.
P. maximus
P. ornatissimus P. quadricarinatus .
Sowerby M. C. tb. 606. f. 4 — 8. — Römer p. 10 - tb. 16. f. 9. — Steenstrup in L. Br. Jahrb. 184 p. 865.
Müller Aachen p.43. tb.2. f. 16.
Reuss II. p. 105. tb.42. f. 18.
P. angustatus .
Gein. Kieslingsw. p.7. tb. 14. f. 10. .
P. sulcatus .
Sow.M. C.tb.606. f.l— 3. — Römer p.103. tb.16. f.l
101
0. Qs.
Fundorte in Deutschland.
Fundorte ausser Deutschland.
Böhmen.
Böhmen.
Böhmen
Auch in d. Tertiärschich- ten des Wiener Beckens.
Essen (Westphalen).
Grobkalk v. Paris.
Mörby, Köpinge, Oretorp (Schwe- den), Nagorzany bei Lemberg.
Böhmen. Sachsen.
Gs. Blackdown. Kr. Jütland.
Schillinge bei Bilin.
Strehlen, Weinböhla, Nein- stadt bei Quedlinburg.
Lindner Berg bei Hannover.
Böhmen.
Quedlinburg.
Falkenberg (Limburg).
Luschitz (Böhmen). .
Gehrden (Hannover).
B reden]) eck.
Strehlen (Sachs.) Hundorf (Böhmen).
Gehrden (Hann.), Quedlin- burg, Kupferhammer bei Ilseburg, Waltrup (West- phalen).
Km. Vaels. Kr. Rügen.
Weisskirchlitz bei Teplitz.
Rügen.
Essen (Westphalen).
Strehlen (Sachsen).
Sarstedt ? . . .
Gs. England. Gs. England.
Ob. Kr. England, Kjuge(Schwed.)o
Chlor.KreideCiply
(Belgien).
Ob. Kr. England.
102
Gattungen und Arten.
13
14
15
P. asper P. conicus . P. rigidus .
IV. W firmer.
Autoren, Citate und Bemerkungen.
Römer p. 103. tb. 16. f. 15
Reuss 1. p. 17. tb. 5. f. 43
Sowerby b. Fitton tb. 11. f.6.* — Steenstruf a.a. 0. p. 865. — Abb. Taf. II. f. 8.
S e r p u 1 a
Linne, G. G. p. 250.
A. Röhre wenig oder unregelmässig gebogen.
a. Röhre dreiseitig. 1 S. triangularis .
2 S. laevis
3 S. ampullacea .
4
S. pustulosa
5 S. Leonhardi .
b. Röhre fünfseitig.
6 S. cincta .
7
S. fluetuata
Munster, Goldfuss Petr. 1. p. 236. tb. 70. f. 4. — l S. Trachmus, S. lophioda, S. depressa Goldf. tb.70. Hi f. 1.2.6. — S. carinella Sow. M. C. tb.598. f.2.
— S. Trachinus, S. lophioda Römer p.101. — S. triangularis Gein. Kiesl. p.7. tb. 14. f. 15; Grundr. p.252. — S. biplicata , S. depressa Reuss 1. p.18. tb.5. f. 23.28. — S. triangularis Reuss II. p. 105.
Die gekielte Röhre ist an der Basis oft mit einem Saum breit aufgewachsen , bildet aber keine mit ein- ander verwachsenen Windungen.
Goldf. I. p.236. tb.70. f. 3. — Römer p. 101. — i Vielleicht auch nur Varietät der vorigen Art.
Sow. M. C. tb.597. f. 1 — 5. — S. draconocephab - Goldf. 1. p.236. tb.70. f. 5. — Römer p.101.— Müller Aachen p. 12. — Wie S. triangularis, abe eine Strecke weit mit verwachsenen Windungen.
Gein. Char. p.65. tb.22. f. 5. — Reuss I. p. 11 _ tb. 5. f. 25.
Reuss 1. p. 18. tb. 13. f.93. . . .....
Goldf. I. p.237. tb.70. f. 9. — S. cristata Dujardi-. Reuss I. p. 18. tb. 13. f. 92. — Müller Aacln p. 12. — S. cincta und ? S. trilineata Römer p. 10,
Sow. M. C. tb. 608. 1.5.6. — S. arcuata Mün., Golf I. p.237. tb.70. f. 10. — S. undulata, S. cost; und S. caudata v. IIagenow in Leonh. Br. Jahr 1 1840. p. 667. 668. — Römer p.101. — Reuss
p. 106. tb. 24. f.10.
103
|
ls. [u.Qs. |
Quaderinergel. |
O.Qs. |
Fundorte in Deutschland. |
Fundorte ausser Deutschland. |
||
|
u. |
111. |
0. |
||||
|
— - - |
|
|
* |
Quedlinburg. |
i |
|
|
j - — |
PI. |
— |
— |
Sauerbrunnenbergb. Bilm. |
1 Gs. England. |
|
|
— |
— |
* |
Regensburg. |
Km. Nagorzanybei |
||
|
Lemberg. |
||||||
|
. G |
s. |
Essen (Westphalen). . |
S. lophioda nach |
|||
|
Hippk. |
— |
— |
— |
Böhmen. |
Ilagenow im Gs. |
|
|
Pik. |
— |
— |
Sachsen. Böhmen. |
und in Kreide von |
||
|
* |
— |
Nach Müller kommt S. Io- |
Köpinge u. Kjuge |
|||
|
phioda bei Vaels und |
in Schweden. |
|||||
|
Vetschau vor, nach Rö- |
Gs. England. |
|||||
|
mer S. depressa bei Riukerode, nach Giebel S. trachinus bei Qued- linburg. |
||||||
|
•i G |
;S. |
— |
— |
— |
Essen. |
|
|
PI. |
— |
— |
— |
Plauen. |
||
|
Pik. |
— |
1 |
Strehlen (Sachsen). |
|||
|
ili I — |
— |
— |
* |
— |
Gehrden (Hannover). Gs. |
iO. Kr. Mastricht, |
|
j |
Vaels (Limburg). |
Norwich ; Ifö, Balsberg(Schwe- den). |
||||
|
ij-l — |
|
Pik. |
— |
— |
Strehlen (Sachsen). Hun- |
|
|
dorf (Böhmen). |
||||||
|
PI. |
— |
— |
— |
Schillinge bei Bilin. |
||
|
-J — |
PI. |
|
|
|
ebenda. |
|
|
1 |
— |
— |
. — |
Gs. Essen. |
||
|
P.ll| |
* |
— |
Coesfeld, Gehrden, auf Kie- |
|||
|
selgeschieben bei Vaels und Vetschau. |
||||||
|
— |
— |
* |
— |
Kr. Rügen; Regensburg, |
1 Kr. Norwich ; Ore- |
|
|
Ilseburg. |
torp , Balslterg |
|||||
|
i J 1 |
PI. |
Weisskirchlitz (Böhmen). |
(Schweden). |
|
104 |
|||
|
Gattungen und Arten. |
Autoren, Citate und Bemerkungen. |
jiiji |
|
|
8 |
S. subtorquata . |
Mün., Goldf. 1. p.238. tb.70. f. 11. — Römer p.lO£ |
) |
|
— - Reuss i. p. 18. tb. 5. f. 24. — Müller Aacl p. 12. — v. Hag. in L. Br. Jahrb. 1840. p.66£ |
1. h |
||
|
9 |
S. quinqiiangulata . |
Römer p. 101. tb. 16. f. 6 |
11 |
|
10 |
S. costata . |
v. Hagenow in Leonh. Br. Jahrb. 1840. p. 669. . |
|
|
c. Röhre vierseitig. |
|||
|
11 |
S. artieulata |
Sow. M. C. tb. 599. f. 4. — - Römer p. 100. . |
(1. - |
|
12 |
S. quadrangularis . |
Römer p. 100. tb. 16. f. 4. — S. canteriata v. Hag. i |
1 - |
|
L. Br. Jahrb. 1840. p.668. tb. 9. f. 18. — Müll! Aach. p.12. — S. tetragona Reuss I. p.18. tb.12. f.2f |
] |
||
|
d. Röhre sechsseitig. |
|||
|
13 |
S. sexangularis |
Mün., Goldf. I. p. 238. tb. 70. f. 12. — Römer p. IOC |
hi- |
|
14 |
S. hexagona |
Römer p. 100. tb. 16. f. 5 J |
|
|
15 |
S. spinulosa e. Röhre siebenseitig. |
Reuss I. p. 19. |
lf — |
|
16 |
S. heptagona . |
v. Hagenow in L. Br. J. 1840. p.669. . . |
[ - |
|
17 |
S. septemsulcata , |
Reich, Gein. Char. p.66. tb.22. f. 6; Grundr. p. 25q |
r * |
|
tb. 16. f. 18. — Römer p. 101. |
' |
||
|
f. Röhre rund. |
| |
||
|
18 |
S. antiquata |
Sow. M. C. tb.598. f.5 — 7. — Römer p.100. - |
- 1 |
|
S. ampullacea Reuss I. p.20. tb. 5. f. 22; 11. p.10 tb. 24. f. 6.7. |
|||
|
Nahe verwandt sind: S. intermedia Römer p. 100, und |
|||
|
S. Nöggerathi Mün., Goldf. I. p.238. lb.70. f. 1- |
_ |
||
|
19 |
S. Mosae . . . |
(Pyrgopolon M.) Montfort. — Dentalium Mos. Brot |
_ i |
|
Leth. p. 706. tb.32. f. 18. — Hisinger Leth. Su tb. 4. f. 9. |
|||
|
20 |
S. erecta . . . |
Goldf. I. p.238. tb.70. f. 15. — Gein. Iuesl. p |
|
|
21 |
S. vibicata . |
Münster, Goldf. I. p.240. tb.71. f. 3. . . |
_ |
|
22 |
S. granulosa . |
v. Hagenow inL. Br. Jahrb. 1840. p. 668. Untersche |
|
|
sich von S. vibicata nur durch Körnelung der Rii S. maeandra v. Hag. ib. p. 668 schliesst sich ihr |
|||
|
23 |
IS. Plexus . . . |
Sow. M. C. tb.598. f. 1. — S. gordialis SciilotU Petref. p.96. zum Theil. — S. gordialis (serpentij Goldf. 1. p.240. tb.71. f.4; S. spirographis Go? |
Gs. |
|
u. S. parvula Mün., Goldf. 1. p. 239. tb.71. f. 17| — S. tuba Sowerby b. Fitton tb. 16. f. 3. — |
Tis T» |
||
|
gordialis var. serpentina, infibulata und plane |
4 1 |
||
|
1 |
(tortuosa) Gein. Char. p.65. lb.22. f.7.11; Grui |
fe. |
105
|
s. jü.Qs. |
Quaderm ergel. |
O.Qs. |
Fundorte in Deutschland. |
Fundorte ausser Deutschland. |
|
u. in. o. |
||||
|
1 |
I. —
Kr.
Kr.
Gs.
Kr
Gs.
■
ll.l — I
PL
PL
Pl.
Pik.
* I
*
Gs.
* | PL
Serpulasand Gs. PL
* i -
Gs.
Pik.
Pik.
Plm.
Gs.
Hannover.
Km. Rinkerode,Vaels ; Plm. ! Luschitz, Kautz (Böhm.) j Kr. Rügen. Schöppenstedt.
Rügen.
Berklingen Gs. Folkstone.
Kr. Rügen. Km. Vaels. Plm. j Nagorzany. Luschitz.
Rinkerode hei Münster.
Essen.
Plm. Luschütz.
Rügen.
Sachsen.
Elbstolln h. Dresden, Tunnel v.Oberau(Sachs.);Essen. j Oberau, Klotzscha, Kauscha, j Kopitz (Sachsen).
Schandelahe, Bredenbeck, Gs. Wiltshire, Elligser Brink. Folkstone.
Böhmen.
Sarstedt.
! Rinkerode bei Münster.
Strehlen (Sachsen). . Blauer Kr. M. Rinkerode. |Kr. Rügen.
Vahlberg , Schöppenstedt, Essen.
Böhmen.
Bannewitz (Sachsen). Sachsen; Qm.Ober- Lausitz. | Habelschwerdt (Glatz). j Quedlinburg.
! Kr. Mastricht ; Gs. Köpinge, Köpin- gemölla (Schw.). Kr. Mastricht.
! Feste unt. Kr. Nor- I folk in Sussex. [Ob. Kr. Mastricht, Stevnsklint (See- land); Ifö, Ore- torp , Balsberg (Schweden).
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
attungen und Arten.
S. subinvoluta .
S. subfalcata .
S. biplicata .
S. filiformis
f
Autoren, Citate und Bemerkungen. k l
===== - =JL
p.251. tb.16. f.20 — 22. — S. Plexus, S. gordialis S. implicata, S. parvula Rö.uer p. 99. 100. — S. gor i dialis var. tuba, serpentina, infibulata, implicata, pla norbis, spirata Reuss I. p„19; II. p. 106. tb.42. f. 11 : — 22. — S. gordialis, S. implicata Müller Aach, p.12
i Reüss I. p. 19. tb.5. f. 25
I Schliesst sich vielleicht an die vorige an.
I Gein. Char. p. 65. tb. 22. f. 8 — 10. — Reuss 1. p. 19.
Reuss I. p.19. tb. 13. f.95. . -
Sowerby b. Fitton tb. 16. f. 2. — Parkinson Organi _ Remains III. tb.7. f.2. — S.socialis Goldf. I. p.23* tb. 69. f. 12. zum Theill — Gein. Char. p. 65 Grundr. p. 253. tb. 16. f. 25. — S. filosa Dujl Römer p. 99. — Reuss I. p. 20. (excl. S. plexusj tb.5. f.26. — Müller Aachen p. 12.
? S. angulosa Römer p.99 M _
S. conjuncta
Gein. Kiesl. p.7. tb.4. f. 6 — 9
B. Röhre schnecken- förmig gewunden.
S. quadricarinata .
S. conica .
S. trochiformis S. quincpiecarinata
S. Rotula .
S. unilineata .
S. umbilicata .
S. umbonatä .
S. aimulata S. Phillipsi
Goldf. I. p.237. tb. 70 f.8
v. Hagenow iu L. Br. Jahrb. 1840. p.666. tb.9. f.l — Müller Aach. p. 12.
v. Hag. ib. p.666. tb.9. f. 14
Römer p. 102. tb.16. f.3
Vielleicht nicht verschieden von-Yermetus polvg nalis Sow.M. C. tb. 596. f.10. 11.
Goldf. I. p.237. tb. 70. f . 7 I
Römer p. 102. tb.16. f.2. — ? S. Rotula Gein. Ch p.66; Reuss I. p. 18. tb.13. f. 94. v. Hagenow in L. Br. Jahrb. 1840. p. 666. — Gel • Gr. p. 251. tb.16. f. 24.
(Vermicularia umb.) Sow. M. C. tb. 57. f. 6. 7. 1 Mantell tb . 1 8 . f.24. — - Römer p. 102. — S. Bard t sis v. Hagen. 1. c. p. 667. tb. 9. f. 16. — Vermiculit: Sowerbyi Mantell tb. 18. f. 14. 15. ist kaum vl schieden, und
Reuss II. p. 106. tb.24. f. 8.9. und
Römer p. 102. tb. 16. f. 1. — Vermicularia So. Phillips Yorkshire I. tb.2. f. 29 sehr nahe verwar
107
|
■ |
u. |
lu.Qs. |
Quadermergel. |
0. Qs. |
Fundorte in Deutschland. |
Fundorte ausser Deutschland. |
||
|
u. |
in. |
0. |
||||||
|
n |
||||||||
|
^ i |
Pik. |
— |
Oppeln (Schlesien). |
|||||
|
1 |
* |
- |
Ilseburg, Goslar, Gehrden, |
|||||
|
Rinkerode. Aachen, Yaels. 1 |
||||||||
|
Rügen .Regensburg; Kies- i |
||||||||
|
kfj |
lingswalda (Glatz). |
|||||||
|
— |
— |
— |
Plm. |
— |
Priesen (Böhmen). |
|||
|
_ |
Ä * |
— |
— |
— |
Tyssa, Malnitz (Böhmen). |
|||
|
G |
s. |
— |
— |
— |
Essen. |
|||
|
- |
|
PL |
— |
— |
— |
Schillinge bei Bilm. |
I |
|
|
i'ÜII |
K |
■ — |
— |
• — |
* |
— |
Gs. Kieslingswalda (Schle- \ |
IGs. Blackdown, |
|
'1 |
sien), Kreibitz (Böhm.), |
Kr. Tours. |
||||||
|
fi |
Quedlinburg, Klus bei |
|||||||
|
.■a 1 |
Halberstadt; Vaelsbrug. |
|||||||
|
H |
Km. Ilseburg. Platten- 1 |
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Tyssa. Kut sehlin (Böhm.). |
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3
4
c/3 m c/o
attungen mid Alten.
S. granulala
. aspera .
. subrugosa .
. tubaeformis .
? Talpina T. solitaria T. ramosa .
T. foliacea T. sentiformis .
Autoren. Gitate und Bemerkungen.
i
Sow. M. C. tb. 597. f. B. — S. crenato - striata Münsteri- Goldf. I. p. 239. tb. 71. f. 2. — Römer p. 102. — Reüss 1. p.20.
[ v. Hagexow 1. c. p. 666.
Münster. Goldf.I. p.239. tb.7 1 . f. 1. —Müller Aach. p.12
! Geis. Abb. Taf.H. f.9 -
v. Hagexow in Leoxh. Br. Jahrb. 1840. p. 670.
A ' J|AG‘ ij** 51^ ’ j bi Belemniten eingegrabene Kanäli
XG. 3. p.u/». lWp|pi,p -ripllpirlit von Würmer •
v. Hag. in btt. v. Hag. in litt.
welche vielleicht herrühren.
V. Mollusken.
Cephalopoden.
B el e mnit e s B. mucronalus .
B. quadratus
B. subventricosns .
B. lanceolatus .
j Breys. G. G. p. 262.
; SchlothedI; Petrefactenkunde 1820. p.47. — Faüä- - i Maestr. 1799. tb. 32. f. 3. — Parkixsox. Organ Romains 1811. III. tb.9. f. 1. — Maxtell. Snssi 1822. tb. 16. f. 1. — Al. Broxgxlart, env. de Par 1822. tb.3. f. 1. — Sowerby, Min. Concb. 184 bis 1844. tb. 600. f . 1 — 3. — Ailssox. Petr. Sue 1827. p. 9. tb. 2. f. 1. - — Hisixger, Leth. Suei 1837. p. 30. tb.10. f.6. — Broxx Leth. geogn. 183
H. p.716. tb.33. f. 10.11. — Belemnitella rnuc d 'Ordigxy Paleont. franc. 1840. I. p.6. tb.7. — Röia Kr. 1841. p.84. — Geix. Gnindr. p.265. tb.12. f. 2
Blaixville,. 1827. — Belemnitella qn. d' Orbigxy P. 8 -
I. p.60. tb.6. f. 5 — 10. — B. granulatus Bladpi Sowerby tb.600. tb.6.7. — B. granulatus RöMERp.8j
Diese Art unterscheidet sich von der vorigen dur | eine körnige Oberfläche und durch eine viel kürzei»
I Herkantige Alveole.
i Wahle xb erg. — B. mammillatus Ailssox tb. 2. f. 2. 4 - < Hisixger p.31. Ü>.10. f.7. — Römer p.84. .
| Sowerby tb. 600. f. 8.9. — Abb. tb. VI. f. 3 — 5.4 1 B. mucronatus u. B. subquadratus Geix. Char. p .4 68. tb. 17. f. 30 — 34. — B.minimus Lister, Rom p.84; Refss Verst. I. p.21: Geix. Grundr. p.26 Bi. 12. f. 17.18.
109
U. Qs.
Quadermergel.
0. Qs.
Fundorte in Deutschland.
Fundorte ausser Deutschland.
Pik.
Pik.
Kr
*
Kr.
Kr.
Km.
Gehrden , Kr.
Bilm.
Münster ,
Rügen.
Rügen.
Baumb ergb . C oesfeld, Vaels . Quedlinburg.
Rügen.
Rügen, Quilzin(Pommern).
Aachen, Ilseburg.
Ob. Kr. England, Köpinge (Schw.)
T.. solitaria nach v. Hagen ow in ob. Kr.v.Carlshamm, Balsberg, Kjuge, Oretorp (Schw.)
Polen, Dänemark, Schweden, Eng- land , Mastricht, Frankreich. Nagorzany(Galiz.) Verviers (nach de Köninck).
Dritter Grüns, b. Osterfeld (Westph.). Sudmerberg- congl. bei Goslar. Km. Gehrden , Quedlinburg, Lemförde, Unt. Kreide v. Peine u. Oberg (n.Röm.). i Gehrden , Quedlinburg j (n. Römer).
Tyssa (Böhmen), Goppeln bei Dresden.
Gs. u. U.P1. Tunnel b. Ober- au, Elbstolln, Plauen, Ro- schütz, Okerwitz (Sach- sen) , Langelsheim bei Goslar, Sarstedt, Rethen (n. Römer).
Sachsen, Böhmen.
Kr
Paris, England,
Schweden,
In d’Archiac’s Tourtia - System, Kr. England.
110
Gattungen und Arten.
Autoren, Citate und Bemerkungen.
5 B. pistillum
6
B. subquadratus A p t y cli u s A. cretaceus .
A. complanatus
Nautilus N. Danicus .
N. sinuato - plieatus
N. radiatus .
N. elegans .
N. simplex . N. laevigatus
Römer 1841. p.83.
Römer 1841. p.83
H. v. Meyer, G. G. p.307.
Münster, Gew. Char. 1840. p.69. tb. 17. f. 25. — Anatifa convexa Römer p. 103. tb. 16. f. 7. — Reuss Kr. I. p. 24. tb. 7. f. 14. — Abb. Taf. VI. Fig.7.8.
Gew. Char. 1840. p.69. tb. 17. f. 27.28. (Fig.26 und 29 scheinen von Muscheln herzurühren.) — Reuss Kr. I. p.25. tb.7. f.14. — Ahh. Taf. VI. Fig.6.
Aristoteles, G. G. p.279.
Schlotheim, Petref. 1820. p.83. — v. Buch, Jura in Deutschland, 1834.
Gew.